Warum der WTI-Rohölpreis wegen Angriffen von USA, Israel und Iran fällt

Warum der WTI-Rohölpreis wegen Angriffen von USA, Israel und Iran fällt
Crispus Nyaga
10. Juni 2026, 10:13 AM

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Invezz
WTI (USO / CL)

Verkaufen Sie WTI-Engagement (USO-ETF oder CL-Futures). Der Artikel verweist auf eine Entspannung des Angebots (mehr Verkehr durch die Straße von Hormus, höhere saudische Flugbenzinlieferungen), während der Markt das Konfliktrisiko bereits einpreist. Die technische Lage ist bärisch: Kopf‑Schulter‑Formation, unter wichtigen gleitenden Durchschnitten und einem Ausbruchsrisiko unter $86,27 in Richtung $79.

Kernrisiko: Eine plötzliche Eskalation, die einen echten Lieferengpass erzwingt (z. B. Schließung des Roten Meers oder eine Störung in der Straße von Hormus) und WTI schnell über $86,27 treibt.

Ölservice (SLB)

Verkaufen Sie SLB (Schlumberger). Wenn WTI weiter fällt, werden die Upstream-Ausgaben zuerst gekürzt, was die Nachfrage nach Dienstleistungen und die Preissetzungsmacht trifft. Das ist eine klarere Aktienausprägung anhaltender Rohölschwäche als das Rohstoffinvestment selbst.

Kernrisiko: Öl stabilisiert sich oder erholt sich schnell (WTI bleibt über $86,27 und bewegt sich wieder in Richtung $95+), wodurch Capex‑Erwartungen wiederhergestellt und die Gewinnerwartungen für Dienstleister umgekehrt würden.

  • Der WTI-Rohölpreis gab nach, nachdem die USA und Iran Angriffe gestartet hatten.
  • Die USA führten Angriffe als Reaktion auf den Abschuss eines Apache-Hubschraubers durch.
  • Israel startete einen größeren Angriff in Tyrus (Libanon), bei dem 8 Menschen getötet wurden.

Der WTI-Rohölpreis blieb am heutigen 10. Juni angespannt, da Investoren auf die neuen Entwicklungen im Nahen Osten reagierten, bei denen die USA neue Angriffe gegen Iran starteten. Er fiel auf $89, deutlich unter dem Jahreshoch von $119. 

US launches strikes against Iran

Der WTI-Rohöl-Benchmark gab nach, nachdem die USA Vergeltungsschläge gegen Iran gestartet hatten. Das US-Militär zielte auf die Luftabwehr des Landes, Bodenkontrollstationen und Überwachungsradarstationen.

Die Angriffe erfolgten als Reaktion auf die Entscheidung der Iraner, einen US-Apache-Hubschrauber abzuschießen, der über 50 Millionen US-Dollar kostet. An Bord waren zwei Piloten, die am Montag dieser Woche gerettet wurden.

In einer Erklärung am Dienstag sagte Präsident Donald Trump, die USA müssten auf den Angriff reagieren. In der Folge startete Iran Angriffe auf US-Standorte in der Region. Sie griffen die US-Fünfte Flotte in Bahrain mit Drohnen an und drohten mit schwereren Reaktionen, falls die Feindseligkeiten eskalieren.

Es gibt Anzeichen, dass Trump keine Eskalation will, wie wir Anfang dieser Woche erlebten, als er Iran und Israel aufforderte, das Schießen einzustellen. Die beiden hatten sich einen Tag zuvor schwere Gefechte geliefert, als Iran eine Raketenbarrage gegen Israel startete.

Unterdessen startete Israel Angriffe gegen die historische Hafenstadt Tyrus im Libanon, bei denen mindestens acht Menschen getötet wurden. Diese Angriffe könnten zu weiteren Gefechten zwischen Israel und Iran führen. Analysten sind der Ansicht, dass Israel diese Angriffe intensiviert, um den Krieg zwischen den USA und Iran neu anzufachen. 

Daher blieb WTI unter Druck, während Investoren auf eine Reaktion der USA und Irans warteten. Eine Rückkehr zu einem offenen Krieg zwischen den beiden Seiten würde die Ölpreise nach oben treiben, da Iran gewarnt hat, seine Operationen auszuweiten, etwa durch eine mögliche Schließung des Roten Meers.

Der WTI fiel auch, nachdem die USA mitteilten, dass mehr Schiffe durch die Straße von Hormus fahren, was die Versorgungsängste gedämpft hat. Ein weiterer Bericht zeigte, dass die saudischen Flugbenzinlieferungen nach Europa auf das höchste Niveau seit Kriegsbeginn gestiegen seien. Saudi-Arabien nutzt seine Pipeline am Roten Meer, um über 7 Millionen Barrel Öl pro Tag zu transportieren.

WTI crude oil price technical analysis

wti crude oil

WTI-Rohölpreisdiagramm | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass der WTI-Rohölpreis in den letzten Wochen starkem Druck ausgesetzt war. Er ist von einem Hoch von $119,50 vor einigen Monaten auf heute $88,97 zurückgefallen.

Das Öl ist auf das 50%-Fibonacci-Retracement-Niveau gefallen. Es hat zudem den 50-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) und die Ichimoku-Cloud durchbrochen. 

Es gibt außerdem Anzeichen für die Ausbildung einer Kopf‑Schulter‑Formation, ein typisches bärisches Umkehrsignal. Folglich deutet dieses Muster darauf hin, dass der Preis in den kommenden Tagen oder Wochen weiter fallen wird. Diese Sichtweise würde bestätigt werden, falls er unter die wichtige Unterstützung bei $86,27 fällt. Sollte dies eintreten, wäre das nächste wichtige Ziel bei $79, dem Tiefststand vom 17. April.