AT&T bevorzugt Ericsson gegenüber Nokia: „Das Abwärtsrisiko ist begrenzt“

AT&T bevorzugt Ericsson gegenüber Nokia: „Das Abwärtsrisiko ist begrenzt“
Wajeeh Khan
05. Dez. 2023, 19:12 PM
  • AT&T Inc. unterzeichnet einen Fünfjahresvertrag mit Ericsson im Wert von fast 14 Mrd. $
  • JPMorgan-Analyst stuft Nokia-Aktie auf "Neutral" herab
  • $NOK notiert bei Redaktionsschluss am Dienstag auf einem 3-Jahrestief

Der Aktienkurs von Nokia Oyj (NYSE: NOK) ist am Dienstag um 6 % gefallen, nachdem das Telekommunikationsunternehmen einen wichtigen Vertrag mit AT&T Inc (NYSE: T) verloren hat.

Ericsson wird neuer AT&T-Lieferant

AT&T hat sich mit Ericsson für 5G-Ausrüstung zusammengetan, die bis Ende 2026 70 % seines drahtlosen Netzwerkverkehrs in den USA abdecken wird.

Der multinationale Konzern hat Ericsson gegenüber seinem finnischen Rivalen vor allem aus Kostengründen bevorzugt. AT&T wird während der Laufzeit des Fünfjahresvertrags wahrscheinlich fast 14 Mrd. $ ausgeben.

Ein Analyst von JPMorgan hat die Nokia-Aktie letzte Woche auf "Neutral" herabgestuft. Sandeep Deshpande ist jedoch davon überzeugt, dass das "Abwärtsrisiko begrenzt ist", auch wenn er erwartet, dass das Unternehmen in der ersten Hälfte des Jahres 2024 hinter den Schätzungen der Wall Street zurückbleiben wird.

Im Oktober gab Nokia seine Finanzergebnisse für das 3. Quartal bekannt, die hinter den Erwartungen zurückblieben.

Was bedeutet das für Nokia?

Deshpande hat sein "Overweight-Rating für die Nokia-Aktie vor kurzem zurückgenommen, da es dem Unternehmen an positiven Katalysatoren in der nahen Zukunft fehlt. Die Aktie des Unternehmens mit Hauptsitz in Espoo fiel nach der heutigen Nachricht auf ein 3-Jahrestief.

Nokia rechnet nun damit, dass die von AT&T getriebenen Umsätze im Bereich der Mobilfunknetze in den kommenden Jahren zurückgehen werden. Diese Sparte hat in der Regel zwischen 5 % und 8 % zum Nettoumsatz des Unternehmens beigetragen.

Das Telekommunikationsunternehmen geht davon aus, dass es nun mehr als zwei Jahre dauern wird, bis die operative Marge in diesem Bereich in den zweistelligen Bereich klettert.

Nokia erwartet jedoch, dass die Auswirkungen des Verlusts von AT&T teilweise durch die zuvor bekannt gegebenen Pläne zum Abbau von 14.000 Stellen zur Kostensenkung ausgeglichen werden. Das Technologieunternehmen wird in anderen Bereichen weiterhin mit dem US-Riesen zusammenarbeiten.