Wird die US-Notenbank die Zinsen 2024 senken? Anleger achten heute auf das Sitzungsprotokoll von FOMC

Wird die US-Notenbank die Zinsen 2024 senken? Anleger achten heute auf das Sitzungsprotokoll von FOMC
Harsh Vardhan
21. Feb. 2024, 14:30 PM
  • Das Sitzungsprotokoll von FOMC soll am Mittwoch, den 21. Februar um 14:00 Uhr ET veröffentlicht werden
  • Prognosen zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Mai bei 44 %
  • Überraschend hohe US-Inflationsdaten für Januar mit einem VPI von 3,1 % stellen die Erwartungen in Frage

Die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls von FOMC ist für Mittwoch, den 21. Februar, um 14:00 Uhr ET geplant und könnte für das Verständnis der jüngsten Trends in der Politik der Federal Reserve, insbesondere im Hinblick auf die Zinssätze, von Bedeutung sein.

Wird die US-Notenbank 2024 die Zinsen senken?

Auf der letzten Sitzung hatte die US-Notenbank ihre Zurückhaltung gegenüber Zinssenkungen zum Ausdruck gebracht, es sei denn, es käme zu einem spürbaren Rückgang der Inflation.

Die jüngsten Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) widersprechen jedoch den Erwartungen und deuten auf einen langsameren Rückgang der Inflation hin.

Inmitten gemischter Konjunktursignale, einschließlich eines winterbedingten Rückgangs der Einzelhandelsumsätze, kommen Spekulationen über mögliche drastische Maßnahmen der Zentralbank auf, wenn sich die Wirtschaftsbedingungen verschlechtern.

Prognosen deuten auf eine Wahrscheinlichkeit von 44 % für eine Zinssenkung im Mai hin, was die Marktstimmung widerspiegelt.

US-Inflationsdaten immer noch höher als erwartet

Überraschend hohe US-Inflationsdaten für Januar mit einem VPI von 3,1 % stellen die Erwartungen in Frage und könnten die Federal Reserve dazu veranlassen, ihr geldpolitisches Lockerungsprogramm zu verschieben.

Entgegen den Prognosen blieb der Kern-VPI-Wert unverändert bei 3,9 %, was zu Überlegungen über eine verzögerte Zinssenkung führte, die möglicherweise im Juli und nicht früher, wie vom Markt erwartet, beginnen könnte.

Da die Federal Reserve derzeit die Zinssätze im Bereich von 5,25 % bis 5,5 % hält, bleiben die nächsten Schritte ungewiss.

Wie sind die Märkte aufgestellt?

Am Dienstag stieg das EUR/USD-Paar auf ein Zweiwochenhoch und erreichte fast 1,0840, angetrieben durch einen weit verbreiteten Rückgang des US-Dollars (USD). Allerdings erholte sich der USD während der US-Handelssitzung, als die amerikanischen Märkte nach einem verlängerten Wochenende den Betrieb wieder aufnahmen.

Dies drückte den EUR/USD wieder über die Marke von 1,0800 und markierte damit seinen ersten Anstieg seit einer Woche, während das Paar eine Erholung anstrebt.

Auch der Goldpreis zeigte sich am Dienstag widerstandsfähig.

Die Marktteilnehmer warten gespannt auf das Sitzungsprotokoll von FOMC und die Reden der Fed-Vertreter, um Erkenntnisse über die Haltung der Zentralbank zur Lockerung der Geldpolitik und mögliche Zinsanpassungen im weiteren Jahresverlauf zu erhalten.