Europa verabschiedet das weltweit erste große Gesetz zur Regulierung von KI

auf Mar 13, 2024
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  • Die EU hat den weltweit ersten umfassenden Regulierungsrahmen für KI genehmigt.
  • Das EU-KI-Gesetz erhielt mit 523 Ja-Stimmen überwältigende Unterstützung.
  • Google und andere Unternehmen regulieren die KI in sensiblen Bereichen wie wahlbezogenen Inhalten selbst.

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Das Parlament der Europäischen Union hat am Mittwoch Geschichte geschrieben, indem es den weltweit ersten umfassenden Rechtsrahmen für künstliche Intelligenz (KI) verabschiedete und damit einen wichtigen Meilenstein für die Regulierung der sich rasch entwickelnden Technologiebereiche setzte.

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Das EU-KI-Gesetz, das KI-Technologien auf der Grundlage ihrer Risikostufen klassifiziert, erhielt mit 523 Stimmen eine überwältigende Unterstützung und macht Europa zu einer Vorreiterrolle bei der KI-Regulierung.

Das EU-KI-Gesetz

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Mit dem 2021 verabschiedeten EU-KI-Gesetz wird eine abgestufte Risikoklassifizierung für KI-Technologien eingeführt, die von “inakzeptablen” Risiken, die ein Verbot rechtfertigen, bis hin zu Kategorien mit geringem Risiko reicht und darauf abzielt, Sicherheit und ethische Standards zu gewährleisten, ohne Innovationen zu ersticken.

Diese Gesetzgebung spiegelt das Bestreben Europas wider, ein Gleichgewicht zwischen der Notwendigkeit der Regulierung und dem Wunsch zu finden, in der globalen Technologielandschaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies geschieht inmitten der Bedenken führender KI-Nationen wie Deutschland und Frankreich über die potenziell negativen Auswirkungen strenger Kontrollen auf die technologische Wettbewerbsfähigkeit der Region.

Bekämpfung der technologischen Dominanz

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Inmitten der Bemühungen, den Einfluss der Tech-Giganten zu regulieren und einen fairen digitalen Markt zu fördern, hat die EU vor kurzem den Rechtsakt über digitale Märkte umgesetzt, der wettbewerbswidriges Verhalten ins Visier nimmt und von Unternehmen mit großer Marktmacht mehr Offenheit verlangt.

Der Rechtsakt richtet sich speziell gegen die Dominanz von sechs großen Unternehmen, darunter die US-amerikanischen Technologieführer Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft und und das chinesische Konglomerat Bytedance, und bezeichnet sie als „Gatekeeper“ in der digitalen Arena.

Wird das Gesetz die KI-Ethik hervorheben?

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Angesichts der raschen Übernahme von KI-Technologien durch Großunternehmen und der drohenden Gefahr des Missbrauchs, wie z. B. der Schaffung von Deepfakes, zielt der Regulierungsvorstoß der EU darauf ab, das Potenzial für Desinformation und Missbrauch zu verhindern.

Die Verordnung unterstreicht die globale Dringlichkeit, sich mit den ethischen Auswirkungen der KI zu befassen, insbesondere im Zusammenhang mit kritischen Wahlen weltweit.

Unternehmen wie Google unternehmen proaktive Schritte, um den Einsatz von KI in sensiblen Bereichen, einschließlich wahlbezogener Inhalte, selbst zu regulieren.

Umsetzung des EU-AI-Gesetzes

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Das EU-KI-Gesetz wird nicht als Höhepunkt, sondern als Beginn einer neuen Ära der Technologie-Governance gesehen, die die menschliche Aufsicht und das Potenzial der KI zur Förderung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritts betont.

Dragos Tudorache, eine Schlüsselfigur bei der Aushandlung des KI-Gesetzes, hob hervor, wie wichtig es ist, diesen Rechtsrahmen in greifbare Realitäten vor Ort umzusetzen und ein neues Governance-Modell einzuläuten, in dessen Mittelpunkt technologischer Fortschritt und ethische Überlegungen stehen.

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