Investoren beobachten Strategien von Hershey und Mondelez angesichts steigender Kakao- und Zuckerpreise

Investoren beobachten Strategien von Hershey und Mondelez angesichts steigender Kakao- und Zuckerpreise
Diya Poddar
29. Apr. 2024, 15:33 PM
  • Laut Jefferies haben sich die Kakaopreise in diesem Jahr fast verdreifacht.
  • Daten von Circana zeigen einen Rückgang der Schokoladenverkäufe in den USA
  • Hershey wird seine Ergebnisse am 3. Mai veröffentlichen und erwartet

Die Anleger beobachten aufmerksam, wie die großen Schokoladenhersteller Hershey und Mondelez International auf die jüngsten starken Preissteigerungen für Kakao und Zucker reagieren, wenn sie diese Woche ihre Ergebnisse für das erste Quartal veröffentlichen.

Beide Unternehmen waren in den vergangenen Quartalen mit Kostensteigerungen konfrontiert, die sie teilweise durch Verbraucherpreiserhöhungen abmilderten.

Herausforderungen durch steigende Kakaopreise und Ernteprobleme

Der deutliche Anstieg der Kakaopreise, der durch Versorgungsengpässe infolge von Dürren, unregelmäßigen Niederschlägen und Pflanzenkrankheiten in den wichtigsten Kakaoanbaugebieten noch verschärft wird, stellt zusätzliche Herausforderungen dar.

Gleichzeitig kommt es zu einem deutlichen Anstieg der Zuckerpreise, was das Kostenmanagement dieser Süßwarengiganten zusätzlich erschwert.

Marktdynamik und Preisstrategien

Laut Jefferies machen die Kakaopreise, die sich in diesem Jahr fast verdreifacht haben, etwa 20 Prozent der Herstellungskosten der verkauften Waren (COGS) bei Hershey und 10 Prozent bei Mondelez aus.

Potenzial für zukünftige Preiserhöhungen

Angesichts der bereits geschwächten Nachfrage besteht die Möglichkeit, dass es in der zweiten Jahreshälfte zu deutlicheren Preisanpassungen kommt, um die sinkenden Verkaufszahlen auszugleichen. Daten von Circana zeigen, dass die Schokoladenverkäufe in den USA in den 13 Wochen bis zum 24. März um 1,8 % zurückgingen, obwohl die Preise um 6,3 % stiegen.

Bevorstehende Finanzinformationen

Mondelez wird seine Ergebnisse am 30. April bekannt geben und erwartet einen leichten Gewinneinbruch – den ersten seit 14 Quartalen – auf 89 Cent.

Der Quartalsumsatz dürfte unverändert bleiben, mit einem organischen Volumenwachstum von 1,3 Prozentpunkten im Jahr 2023 bei einer Preiserhöhung von 13,4 Prozentpunkten.

Hershey wird seine Ergebnisse am 3. Mai veröffentlichen und erwartet den ersten Gewinnrückgang seit 25 Quartalen auf 2,76 US-Dollar, obwohl mit einem Anstieg des Quartalsumsatzes um etwa 4,2 % gerechnet wird.

Die Sicht der Wall Street

Die Entwicklung der Aktie spiegelt die Marktstimmung wider: Die Mondelez-Aktie verlor im vergangenen Jahr 4,3 Prozent und die Hershey-Aktie stürzte um fast 32 Prozent ab.

Die Wall-Street-Analysten halten an ihrer Kaufempfehlung für Mondelez mit einem mittleren Kursziel von 82 Dollar fest, während Hershey eine durchschnittliche Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 208 Dollar vertritt.