Lohnen sich Dividenden-ETFs wie JEPI, DVY, FALN und VYM?

Lohnen sich Dividenden-ETFs wie JEPI, DVY, FALN und VYM?
Crispus Nyaga
14. Juni 2024, 16:42 PM
  • Dividenden-ETFs haben in den letzten Jahren an Popularität gewonnen.
  • Diese Fonds sind wegen ihrer monatlichen oder vierteljährlichen Auszahlungen beliebt.
  • Die Daten zeigen, dass einfache S&P 500- und Nasdaq 100-Fonds besser sind.

Dividenden-ETFs sind bei einkommensorientierten Anlegern zu beliebten Anlageformen geworden, da sie regelmäßige Erträge bieten. Viele große Fonds wie der iShares Select Dividend ETF (DVY) und der Schwab US Dividend Equity ETF (SCHD) haben Vermögenswerte im Wert von über 17 bzw. 54 Milliarden US-Dollar angezogen.

Der JPMorgan Equity Premium Income ETF (JEPI), ein neu aufgelegter Fonds, hat Vermögenswerte im Wert von über 33 Milliarden US-Dollar angezogen. Auch der iShares Fallen Angels Bond ETF (FALN) hat über 1,6 Milliarden US-Dollar zugelegt.

Nachfrage nach Dividendenfonds steigt

Andere Vermögenswerte, die sehr beliebt geworden sind, sind Real Estate Investment Trusts (REITs), MLPs wie Energy Transfer und Enterprise Product Partners (EPD). Jüngere Anleger sind auch auf riskantere Kryptowährungen umgestiegen, wie etwa Ethenas USDe-Stablecoin, der über 34 % Rendite abwirft.

Diese Fonds und Dividendenaktien sind beliebt, weil sie entweder monatlich oder vierteljährlich eine regelmäßige Dividende auszahlen.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass die meisten dieser Fonds nicht die beste Anlagemöglichkeit für Ihr Geld sind. Erstens erzielen Staatsanleihen mittlerweile eine bessere Rendite als die meisten dieser Fonds.

Bei der inversen Zinskurve bringt eine 3-Monats-Anleihe 5,3 %, während die 10-Jahres-Anleihe 4,4 % Rendite bringt. Wenn Sie also 100.000 US-Dollar in eine 10-Jahres-Anleihe investieren, erhalten Sie jährlich etwa 4.400 US-Dollar oder etwa 360 US-Dollar pro Monat.

Sicherlich gibt es zwei Hauptrisiken bei Investitionen in Staatsanleihen. Die Fed könnte eine gemäßigte Geldpolitik betreiben, was ihre Rendite senken würde. Außerdem fehlt Staatsanleihen im Gegensatz zu Dividenden-ETFs das Wachstum.

Der JEPI ETF hat zum Zeitpunkt des Schreibens eine Rendite von etwa 7,9 %. Eine Investition von 100.000 US-Dollar würde eine Rendite von etwa 7.900 US-Dollar pro Jahr ergeben. In der Vergangenheit schwankten die Auszahlungen des Fonds jedoch stark, während die Gesamtrendite in den letzten 12 Monaten bei etwa 11 % lag.

Der iShares Select Dividend ETF (DVY) bringt 3,73 %, während der VYM 2,88 % bringt. Ihre Gesamtrendite in den letzten 12 Monaten betrug 9,78 % bzw. 15,47 %.

S&P 500- und Nasdaq 100-Fonds sind bessere Alternativen

Diese Fonds haben zwar eine höhere Rendite, aber in der Realität ist es besser, in allgemeine Anlagen wie den S&P 500 und den Nasdaq 100-Index zu investieren. In den letzten 12 Monaten sind der Vanguard S&P 500 ETF (VOO) und der Invesco QQQ (QQQ)-Fonds um über 25 % gestiegen.

Derselbe Trend hat sich im längerfristigen Verlauf gezeigt. Wie oben gezeigt, haben die beiden Fonds in den letzten drei Jahren 33 % bzw. 41 % Rendite erzielt. Alle dividendenorientierten Fonds haben eine niedrigere Rendite erzielt.

Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass die meisten dividendenorientierten Fonds ihre Mittel in Value-Unternehmen mit langsamem Wachstum investieren. Ihnen fehlen zukunftsorientierte Unternehmen in Branchen wie der künstlichen Intelligenz oder der Technologie.

Daher bin ich der Meinung, dass Anleger sich von Dividendenfonds wie JEPI, DVY, FALN und VYM fernhalten und sich stattdessen auf Fonds mit einer stärkeren Gesamtrendite konzentrieren sollten.