DAX legt nach letzter Woche zu, Deutschland beobachtet Zahlen zum Geschäftsklimaindex

DAX legt nach letzter Woche zu, Deutschland beobachtet Zahlen zum Geschäftsklimaindex
Katya Stead
24. Juni 2024, 11:19 AM
  • Der DAX-Index hat am Morgen des 24. Juni noch einmal um 0,53 Prozent zugelegt.
  • Zum Redaktionsschluss dieses Artikels notierte der Index bei rund 18.295,61 US-Dollar.
  • Ein Hauptgrund für die Rallye könnten die bevorstehenden Ergebnisse des IFO-Geschäftsklimaindex für Juni sein.

Der DAX nahm am Montagmorgen wieder Fahrt auf, nachdem er Ende letzter Woche eine durchwachsene Entwicklung durchgemacht hatte und innerhalb von 24 Stunden zunächst ein Prozent zulegte und dann die Hälfte seines Wertes verlor.

Am Morgen des 24. Juni, innerhalb der ersten paar Stunden nach Öffnung der deutschen Märkte, hatte der Index um 0,53 Prozent zugelegt und notierte bei etwa 18.295,61 Dollar.

Zum Redaktionsschluss dieses Artikels lag der DAX bei rund 18.271,61 US-Dollar.

Dies glich die Verluste aus, als der DAX am Freitag, den 21. Juni, um 0,50 % auf 18.164 Punkte fiel, nachdem er am 20. Juni um 1,03 % auf 18.254,18 Punkte gestiegen war.

Der IFO-Geschäftsklimaindex

Ausschlaggebend für die Entwicklung des DAX werden in dieser Woche gute Nachrichten am 26. Juni sein, wenn das IFO-Institut seine neuesten Monatszahlen zu den Geschäftsklimaerwartungen für Deutschland veröffentlicht.

Die Erwartungen hinsichtlich des Geschäftsklimas im Juni sind gedämpft. Analysten gehen allgemein von einem Wert von 89,7 für den Monat aus, was nur geringfügig über dem Wert von 89,3 im Mai liegt.

Nach einem positiven April 2024, in dem der Erwartungsindex mit 89,9 seinen höchsten Wert seit einem Jahr erreichte und deutlich über den Erwartungen von etwa 88,9 lag, stagnierte das Vertrauen der deutschen Unternehmen etwas.

Die Zahlen für Mai 2024 zeigten kaum bis keine Veränderungen: Der IFO-Geschäftsklimaindex blieb am 27. Mai, seinem letzten Wert vor heute, unverändert bei 89,3 Punkten.

Laut dem Institut im Mai:

Ein enttäuschender Sommer steht bevor

Ebenfalls kürzlich, am 20. Juni, wurde die deutsche Sommerprognose des IFO-Instituts veröffentlicht.

Die Prognose war kurzfristig düster:

Daran werde auch die Austragung der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland nichts ändern und der deutschen Wirtschaft kein Sommermärchen bescheren, heißt es in der Prognose weiter. Zwar würden die Umsätze in Gastronomie und Lebensmitteleinzelhandel während der WM kurzzeitig anziehen, doch dürften die heimischen Verbraucher ihre Ausgaben andernorts reduzieren, so dass der private Konsum insgesamt davon unberührt bleiben dürfte.

Wird Europas größte Volkswirtschaft endlich die Inflation besiegen?

Dennoch brachte die IFO-Sommerprognose einige ermutigende Nachrichten, sowohl hinsichtlich der Inflation als auch der Zinsen.

Im weiteren Jahresverlauf, nach dem Sommer, dürfte es besser werden, so das Institut.

Ein wesentlicher Aspekt besteht darin, dass es Europas größter Volkswirtschaft wahrscheinlich erstmals seit Jahren gelingt, die Inflation auf das Zielniveau der EU zu senken:

Das ifo Institut prognostizierte zudem, dass die Europäische Zentralbank in diesem Jahr nach der ersten Zinssenkung im Juni noch mit zwei weiteren Zinssenkungen rechnen werde.

Die niedrigeren Zinssätze ab Ende 2024 würden dazu beitragen, die Ausgaben anzukurbeln und den Arbeitsmarkt in Deutschland zu stabilisieren, während sie gleichzeitig dazu beitragen würden, „die Bauwirtschaft wieder auf die Beine zu bringen“.

Nach alledem geht man davon aus, dass das Verbrauchervertrauen in Europas größter Finanznation wieder steigen wird – doch bis dahin müssen die Deutschen möglicherweise durchhalten.