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EU wirft Apple Verstöße gegen Technologievorschriften vor und stellt Praktiken des App Stores in Frage

EU wirft Apple Verstöße gegen Technologievorschriften vor und stellt Praktiken des App Stores in Frage
Diya Poddar
24. Juni 2024, 10:55 AM
  • Die EU-Regulierungsbehörden stellen fest, dass Apple aufgrund von App Store-Einschränkungen gegen den Digital Markets Act verstößt.
  • Die Kommission kritisiert Apples Gebühren und Vertragsbedingungen mit Entwicklern.
  • Ziel der Untersuchung ist es, einen fairen Wettbewerb und die Wahlfreiheit der Verbraucher auf dem digitalen Markt sicherzustellen.

Die Regulierungsbehörden der Europäischen Union (EU) gaben am Montag bekannt, dass Apple gegen den Digital Markets Act (DMA), eine Reihe neuer Technologievorschriften, verstößt.

Diese Entscheidung folgte einer Untersuchung, die die restriktiven Praktiken von Apple in seinem App Store aufzeigte, die verhindern, dass Kunden auf alternative Kaufoptionen verwiesen werden.

Erkenntnisse der EU zu den Praktiken des App Stores

Die Europäische Kommission erklärte, dass Apples App-Store-Regeln App-Entwickler daran hindern, Verbraucher ungehindert auf alternative Kanäle für Angebote und Inhalte zu lenken.

Dieses vorläufige Ergebnis ist Teil einer umfassenderen Untersuchung im Rahmen des DMA, deren Ziel darin besteht, die Macht der großen Technologieunternehmen wie Apple, Alphabet und Meta einzudämmen.

Der DMA untersagt es Technologieunternehmen, andere Unternehmen daran zu hindern, ihre Benutzer über günstigere Optionen oder Abonnements außerhalb ihrer App-Stores zu informieren.

Laut der Kommission gestattet Apple App-Entwicklern lediglich, Links bereitzustellen, die Benutzer auf eine Webseite weiterleiten, auf der sie Inhalte erwerben können.

Dieser Prozess unterliegt starken Einschränkungen, wodurch die Möglichkeiten der Entwickler, über ihre bevorzugten Vertriebskanäle zu kommunizieren, Angebote zu bewerben und Verträge abzuschließen, begrenzt sind.

Gebühren und Vertragsbedingungen auf dem Prüfstand

Darüber hinaus kritisierte die Kommission die Gebühren, die Apple Entwicklern für die Gewinnung neuer Kunden über den App Store berechnet. Diese Gebühren gehen ihrer Ansicht nach über das unbedingt Notwendige hinaus, auch wenn die Kommission nicht spezifizierte, was eine „unbedingt notwendige“ Gebühr ausmacht.

Auch dieser Aspekt der Praktiken von Apple ist Teil der laufenden Prüfung im Rahmen des DMA.

Im März leitete die EU eine Untersuchung gegen Apple, Alphabet und Meta ein, die sich unter anderem auf Anti-Steering-Regeln konzentrierte. Diese Regeln verhindern, dass Unternehmen Verbraucher zu alternativen Kaufoptionen lenken, und mit dem DMA soll dieses Problem gelöst werden.

Die vorläufigen Feststellungen der Kommission gegen Apple stellen einen wichtigen Schritt bei der Durchsetzung dieser neuen Vorschriften dar.

Laufende Untersuchung und mögliche Auswirkungen

Die Untersuchung der Geschäftspraktiken von Apple ist noch nicht abgeschlossen; die EU hat zudem eine neue Untersuchung der Vertragsbedingungen von Apple mit Entwicklern eingeleitet.

Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Regulierungsbehörden ihre Bemühungen intensivieren, die Einhaltung des DMA sicherzustellen, dessen Ziel die Förderung eines fairen Wettbewerbs und der Wahlfreiheit der Verbraucher auf dem digitalen Markt ist.

Apple wurde um einen Kommentar zu diesen Ergebnissen gebeten, hat aber noch nicht geantwortet. Das Ergebnis dieser Untersuchung könnte zu erheblichen Änderungen in der Art und Weise führen, wie Apple seinen App Store betreibt. Möglicherweise werden dadurch die Beschränkungen für App-Entwickler gelockert und den Verbrauchern mehr Optionen geboten.

Die vorläufigen Feststellungen der EU gegen Apple wegen Verstoßes gegen den Digital Markets Act unterstreichen die anhaltenden Regulierungsbemühungen, die Macht der großen Technologieunternehmen einzuschränken.

Durch die Bekämpfung restriktiver Praktiken im App Store möchte die EU einen wettbewerbsfähigeren und offeneren digitalen Markt fördern.

Die endgültigen Ergebnisse dieser Untersuchungen werden genau beobachtet, da sie wichtige Präzedenzfälle für die Technologiebranche schaffen könnten.