Southwest Airlines hat sich gerade für eine „Giftpille“ entschieden: Erfahren Sie mehr

Southwest Airlines hat sich gerade für eine „Giftpille“ entschieden: Erfahren Sie mehr
Wajeeh Khan
03. Juli 2024, 14:39 PM
  • Southwest hat heute einen Aktionärsrechteplan verabschiedet, um sich gegen das Elliott-Management zu wehren.
  • So kann eine Giftpille der Fluggesellschaft gegen den aktivistischen Investor helfen.
  • Die Aktie von Southwest Airlines wird derzeit etwas über ihrem Pandemie-Tief gehandelt.

Southwest Airlines Co entschied sich am Mittwoch für einen Aktionärsrechteplan bzw. eine „Giftpille“, um das Elliott-Management abzuwehren.

Der aktivistische Investor besitzt aktuell einen Anteil von 11 Prozent an LUV.

Die Aktie von Southwest notiert derzeit bei knapp über 28 US-Dollar, Anfang März lag sie noch bei 35 US-Dollar.

Wie würde eine Giftpille gegen das Elliott-Management helfen?

Elliott Management hat angekündigt, seine 1,9 Milliarden Dollar schwere Beteiligung an Southwest Airlines nutzen zu wollen, um einen neuen Vorstandsvorsitzenden zu finden. Das Unternehmen traut dem derzeitigen Chef Bob Jordan nicht zu, die Probleme zu lösen, die dazu geführt haben, dass LUV im Vergleich zu seinen US-Konkurrenten unterdurchschnittlich abschneidet.

Doch der Vorstand des Unternehmens hält weiterhin an Jordan fest, der vor kurzem erklärte, er habe nicht vor, in absehbarer Zeit in den Ruhestand zu gehen.

Southwest Airlines hat deshalb heute Morgen eine „Giftpille“ geschluckt, die aktiviert wird, wenn Elliott Management oder ein anderer Investor einen Anteil von 12,5 Prozent an der Fluggesellschaft erwirbt.

Wenn ein Investor diese Schwelle überschreitet, sind die verbleibenden Aktionäre von Southwest Airlines berechtigt, für jede Aktie, die sie bereits besitzen, eine neue LUV-Aktie zu kaufen, allerdings mit einem massiven Rabatt von 50 %.

Der Aktionärsrechteplan ermöglicht es Unternehmen, den Einfluss und die Stimmrechte eines Investors – in diesem Fall Elliott Management – zu verringern.

Elliott Management ist ein sehr erfolgreicher Hedgefonds

Southwest Airlines hat sich heute für eine Giftpille entschieden, da der aktivistische Investor bereits bei der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde einen Antrag auf Ausweitung seines Anteils an dem in New York börsennotierten Unternehmen gestellt hat.

Beachten Sie, dass Elliott Management Gary Kelly, den Vorsitzenden von LUV, entlassen möchte. Kelly sagte in einer Erklärung am Mittwoch:

„Southwest Airlines hat sich seit seiner ersten Investition nach bestem Wissen und Gewissen bemüht, konstruktiv mit Elliott Investment Management zusammenzuarbeiten und ist weiterhin offen für alle Ideen zur dauerhaften Wertschöpfung.“

Die Aktie von Southwest Airlines wird derzeit etwas über ihrem Pandemie-Tief gehandelt.

Elliott Management hat sich bisher mit einem Kommentar zu den heutigen Nachrichten zurückgehalten. Der aktivistische Investor ist ein weltweit hoch bewerteter Hedgefonds mit einem Vermögen von über 65 Milliarden Dollar und hat in der Vergangenheit Kampagnen für namhafte Namen wie Salesforce, AT&T und Texas Instruments durchgeführt.