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Singapur verfügt über den weltweit mächtigsten Pass mit visafreiem Zugang zu 195 Ländern

Singapur verfügt über den weltweit mächtigsten Pass mit visafreiem Zugang zu 195 Ländern
Diya Poddar
24. Juli 2024, 13:53 PM
  • Der Pass Singapurs ermöglicht visumfreien Zugang zu 195 Zielen, die höchste Zahl weltweit.
  • Die USA und das Vereinigte Königreich sind im Ranking des Henley Passport Index weiter abgerutscht.
  • Afghanistan liegt mit einem visafreien Zugang zu lediglich 26 Ländern weiterhin am unteren Ende der Skala.

Dem Henley Passport Index zufolge hat Singapur Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien überholt und sich den Spitzenplatz als Inhaber des mächtigsten Reisepasses der Welt zurückerobert.

Der singapurische Pass ermöglicht nun visumfreien Zugang zu einer Rekordzahl von 195 Reisezielen weltweit.

Europäische Länder und Japan fallen auf den zweiten Platz zurück

Der Aufstieg Singapurs an die Spitze hat vier europäische Nationen – Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien – sowie Japan auf den zweiten Platz verdrängt.

Passinhaber aus diesen Ländern können nun 192 Ziele ohne Visum betreten, gegenüber 194 Zielen im Januar 2024.

Neue Kohorte aus sieben Nationen belegt den dritten Platz

Zum ersten Mal belegt eine Gruppe von sieben Nationen den dritten Platz im Index. Passinhaber aus Österreich, Finnland, Irland, Luxemburg, den Niederlanden, Südkorea und Schweden können nun visumfrei in 191 Länder reisen.

USA und Großbritannien sinken weiter

Die USA sind um einen Platz auf Platz 8 zurückgefallen und setzen damit ihren seit einem Jahrzehnt anhaltenden Abstieg fort. Der US-Pass ermöglicht nun die visumfreie Einreise in 186 Länder. Vor einem Jahrzehnt teilten sich die USA den Spitzenplatz mit Großbritannien, das ebenfalls einen Abstieg hinnehmen musste.

Das Vereinigte Königreich liegt nun auf Platz vier und teilt sich diese Position mit Belgien, Dänemark, Neuseeland, Norwegen und der Schweiz und bietet Zugang zu 190 Reisezielen.

Afghanistan bleibt Schlusslicht

Afghanistan hält weiterhin den Titel für den schwächsten Reisepass der Welt. Afghanische Passinhaber können nur 26 Länder ohne Visum betreten, der niedrigste Wert, den der Henley Passport Index seit seiner Einführung vor 19 Jahren jemals verzeichnet hat.

Die wachsende Mobilitätslücke

Der Henley Passport Index, der von der in London ansässigen Einwanderungsberatung Henley & Partners veröffentlicht wird, verwendet Daten der International Air Transport Association, um 199 Reisepässe anhand ihrer Zugangsmöglichkeiten zu 227 Reisezielen zu bewerten.

Der Index zeigt einen allgemeinen Trend zu größerer Reisefreiheit in den letzten zwei Jahrzehnten.

Die weltweite durchschnittliche Zahl der visumfreien Reiseziele hat sich von 58 im Jahr 2006 auf 111 im Jahr 2024 fast verdoppelt.

Allerdings ist die Mobilitätslücke zwischen den Ländern am oberen und unteren Ende des Indexes heute größer denn je. Singapur, das Spitzenreiter ist, kann 169 mehr Ziele ohne Visum erreichen als Afghanistan, was erhebliche Unterschiede in der globalen Mobilität verdeutlicht.

Vereinigte Arabische Emirate schaffen den Sprung in die Top 10

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben mit visumfreier Einreise zu 185 Zielorten ihren Einzug in die Top 10 des Henley Passport Index geschafft.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben seit der Erstellung des Index 152 Reiseziele in ihr Portfolio für visumfreies Reisen aufgenommen, was einen deutlichen Anstieg ihrer globalen Mobilität darstellt.

Auswirkungen der Rankings

Die Möglichkeit, visumfrei in zahlreiche Länder zu reisen, wird zunehmend als wertvolles Wirtschaftsinstrument angesehen. Sie kann das Wachstum ankurbeln, die internationale Zusammenarbeit fördern und ausländische Investitionen anziehen.

Länder mit starken Reisepässen können diese Vorteile besser nutzen und ihren Bürgern einen deutlichen Vorteil bei der globalen Mobilität verschaffen.

Der Henley Passport Index ist ein Beweis für die dynamische Natur der globalen Mobilität.

Die Rangliste ist nicht statisch und kann sich aufgrund geopolitischer Verschiebungen, politischer Veränderungen und diplomatischer Verhandlungen ändern. Daher streben die Länder weiterhin nach besseren Platzierungen, indem sie stärkere diplomatische Beziehungen aufbauen und Abkommen über visumfreien Zugang aushandeln.