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Warum Milliardäre Dutch Bros statt Starbucks bevorzugen: Ein neuer Anlagetrend?

Warum Milliardäre Dutch Bros statt Starbucks bevorzugen: Ein neuer Anlagetrend?
Wajeeh Khan
19. Aug. 2024, 20:17 PM
  • Drei Milliardäre haben kürzlich in Dutch Bros Inc. investiert.
  • Dutch Bros konnte mit seinen Ergebnissen zum zweiten Quartal am 7. August die Erwartungen der Wall Street übertreffen.
  • Piper Sandler hat die Aktie von Dutch Bros am Montag herabgestuft.

Immer mehr Milliardäre verlagern ihre Investitionen von Starbucks Corp (NASDAQ: SBUX) zu seinem weniger bekannten Konkurrenten Dutch Bros Inc (NYSE: BROS).

Dieser Trend hat in der Investment-Community für Aufsehen gesorgt, insbesondere nachdem Starbucks kürzlich den Branchenveteranen Brian Niccol zum neuen CEO ernannt hat.

Starbucks bleibt zwar ein Riese in der Kaffeebranche, aber einflussreiche Hedgefonds-Manager und Investment-Titanen setzen zunehmend auf Dutch Bros. Aber sollten Sie ihrem Beispiel folgen?

Warum unterstützen Milliardäre Dutch Bros?

Einige der bekanntesten Persönlichkeiten der Finanzwelt, darunter Paul Tudor Jones, Steven A. Cohen und Larry Fink von BlackRock, haben kürzlich ihre Anteile an Dutch Bros. erhöht.

Jones und Cohen haben ihre Investitionen in BROS um 82 % bzw. 90 % erhöht, während Fink einen noch mutigeren Schritt machte und seine Position um 177 % erhöhte.

Diese bedeutenden Investitionen lassen darauf schließen, dass diese Milliardäre bei Dutch Bros ein erhebliches Wachstumspotenzial sehen, selbst nachdem die Aktie Anfang August um 20 % gefallen war.

Der Zeitpunkt dieser Investitionen ist bemerkenswert.

Trotz des jüngsten Ausverkaufsgelang es Dutch Bros, mit seinen Ergebnissen zum zweiten Quartal am 7. August die Erwartungen der Wall Street zu übertreffen.

Die optimistischen Ansätze dieser Finanzschwergewichte deuten darauf hin, dass sie den Rückgang als Überreaktion betrachten und von den Aussichten des Unternehmens überzeugt sind.

Ist Dutch Bros besser als Starbucks?

Dutch Bros stellt eine deutliche Alternative zu Starbucks dar und bietet im Vergleich zum gehobenen Ambiente von Starbucks eine entspanntere und zugänglichere Atmosphäre.

Mit dieser Strategie kann Dutch Bros seine Preise wettbewerbsfähig halten und so preisbewusste Verbraucher ansprechen, die angesichts der Sorgen über eine mögliche Konjunkturabschwächung in den USA beim Geldausgeben zurückhaltend sind.

Im Februar 2023 ernannte Dutch Bros Christine Barone zur CEO, ein Schritt, der die nächste Wachstumsphase des Unternehmens vorantreiben soll.

Unter Barones Führung verzeichnete Dutch Bros im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Filialenumsätze um 4,1 %, erzielte einen Rekorddurchschnittsumsatz pro Filiale von 2 Millionen US-Dollar und verbesserte die Filialmargen im letzten Quartal um 50 Basispunkte.

Darüber hinaus eröffnete das Unternehmen im zweiten Quartal 36 neue Geschäfte, was auf aggressive Expansionsbemühungen hindeutet.

Obwohl Dutch Bros beeindruckende Fortschritte macht, ist anzumerken, dass das Unternehmen derzeit keine Dividende zahlt, was Starbucks für einkommensorientierte Anleger zu einer attraktiveren Option machen könnte.

Piper Sandlers Warnung gegenüber Dutch Bros

Trotz der Begeisterung milliardenschwerer Investoren sind nicht alle so optimistisch, was Dutch Bros. betrifft.

Piper Sandler-Analyst Brian Mullan stufte die Aktie von Dutch Bros kürzlich auf „neutral“ herab und senkte sein Kursziel von 41 auf 36 Dollar.

Mullans angepasstes Ziel lässt gegenüber dem aktuellen Niveau noch immer ein Aufwärtspotenzial von etwa 10 % erwarten, er ist jedoch der Ansicht, dass das Risiko-Ertrags-Profil nun ausgewogen sei.

In seiner Forschungsnotiz drückte Mullan sein Vertrauen in die Führung von CEO Christine Barone aus und erkannte das potenzielle zukünftige Umsatzwachstum an, das durch die Initiative „Mastery of All Operations and Production“ (MOAP) von Dutch Bros vorangetrieben werde und voraussichtlich etwa im Jahr 2025 Wirkung zeigen werde.

Seine Vorsicht lässt jedoch darauf schließen, dass Dutch Bros zwar über ein starkes Wachstumspotenzial verfügt, es aber auch Risiken gibt, die Anleger berücksichtigen sollten.

Die Verlagerung milliardenschwerer Investitionen von Starbucks zu Dutch Bros unterstreicht die dynamische Natur der Kaffeebranche und den wachsenden Wettbewerb, dem Starbucks ausgesetzt ist.

Dutch Bros erobert sich mit seiner einzigartigen Marke und aggressiven Expansionsstrategie eine Nische und ist damit eine interessante Option für wachstumsorientierte Investoren.

Allerdings ist auch „Dutch Bros“, wie die Herabstufung von Piper Sandler zeigt, nicht ohne Herausforderungen.

Für Anleger kann die Entscheidung zwischen Starbucks und Dutch Bros auf die Risikobereitschaft und die Anlageziele hinauslaufen.

Während Starbucks Stabilität und Dividenden bietet, stellt Dutch Bros eine risikoreichere, aber auch lukrativere Gelegenheit mit starken Wachstumsaussichten dar.

Da Dutch Bros weiterhin von Milliardären unterstützt wird, wird man die Entwicklung der Kaffeekette genau beobachten müssen.