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Trump behauptet, die Demokraten hätten Klagen erfunden, darunter auch Vorwürfe sexueller Nötigung

Trump behauptet, die Demokraten hätten Klagen erfunden, darunter auch Vorwürfe sexueller Nötigung
Diya Poddar
06. Sept. 2024, 19:01 PM
  • Trumps Rechtsbeistand fechtet das Urteil im Fall E. Jean Carroll an und plädiert aufgrund von Beweisbedenken für eine Neuverhandlung.
  • Carroll erhielt Schadensersatz in Höhe von 5 Millionen Dollar, eine zweite Jury sprach weitere 83,3 Millionen Dollar zu.
  • Die laufenden Gerichtsverfahren könnten sich auf die Wahlen 2024 und die Wahrnehmung der Wähler auswirken.

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat seine Vorwürfe gegen die Demokratische Partei verschärft. Er behauptet, die gegen ihn erhobenen Klagen – insbesondere die Vorwürfe der sexuellen Nötigung – seien politisch motivierte Erfindungen.

In einer Pressekonferenz am Freitag beschrieb Trump das US-Justizsystem als „in ernsthaften Schwierigkeiten“ und beschuldigte das Justizministerium, diese Fälle inszeniert zu haben, um seinen Präsidentschaftswahlkampf 2024 zu sabotieren.

Zu den jüngsten Entwicklungen kam es im Zuge einer Berufungsverhandlung vor einem Bundesgericht in New York, bei der Trump das Urteil im Fall E. Jean Carroll anfocht, das ihn der sexuellen Nötigung und Verleumdung für schuldig befand.

Trumps Rechtsbeistand argumentierte, der frühere Prozess sei durch „höchst aufrührerische“ Beweise verfälscht worden, darunter das umstrittene „Access Hollywood“-Band, das ihrer Meinung nach die Entscheidung der Jury in unfairer Weise beeinflusst habe.

Trump ficht Urteil im Fall Carroll an

Vor dem Bundesberufungsgericht behauptete Trumps Anwalt D. John Sauer, der Prozess sei durch unzulängliche Beweise und voreingenommene Urteile beeinträchtigt worden.

In dem Fall geht es um Vorwürfe der ehemaligen Kolumnistin des Elle-Magazins E. Jean Carroll. Sie beschuldigte Trump, sie in den 1990er-Jahren angegriffen und sie später durch Leugnung des Vorfalls diffamiert zu haben.

Die Jury befand Trump des sexuellen Missbrauchs für schuldig und sprach Carroll fünf Millionen Dollar Schadensersatz zu.

Carrolls Anwältin Roberta Kaplan verteidigte die Veröffentlichung des „Access Hollywood“-Bandes mit dem Argument, es sei für die Feststellung eines Verhaltensmusters relevant.

Auf dem Band sind umstrittene Bemerkungen Trumps über Frauen zu hören, die laut Kaplan zum Verständnis seines Verhaltens relevant seien.

Trump macht Justizministerium für Verfahren gegen ihn verantwortlich

Trump hat die gegen ihn erhobenen Klagen beharrlich als Teil einer umfassenderen politischen Strategie der Demokraten dargestellt, um seine Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2024 zu behindern.

Er warf dem Justizministerium vor, Fälle strategisch in Rechtsgebieten einzureichen, in denen die öffentliche Meinung ungünstig sei.

Laut Trump ist diese Taktik Teil einer größeren Verschwörung zwischen Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris, die darauf abzielt, seine politische Karriere zu gefährden und in den Wahlprozess einzugreifen.

Trumps Ansprüche erfolgen im Zuge mehrerer Rechtsstreitigkeiten, darunter einer zweiten Klage von Carroll, die zu weiteren 83,3 Millionen Dollar Schadensersatz wegen Verleumdung führte.

Trumps Anwälte drängen auf die Aufhebung des Urteils und argumentieren, der Prozess sei unfair gewesen, weil auch Aussagen anderer Frauen mit ähnlichen Anschuldigungen einbezogen worden seien und Beweise, die auf eine Voreingenommenheit hätten hinweisen können, nicht berücksichtigt worden seien.

Der ehemalige Präsident kritisierte die Justizprozesse und bezeichnete sie als voreingenommen und politisch motiviert.

Er argumentiert, dass Carroll und die anderen Ankläger hinter ihren Behauptungen Hintergedanken hätten, etwa die Suche nach Buchverträgen oder persönliche Rache.

Trumps Rechtsanwälte streben eine Neuverhandlung an und behaupten, dass seine Rechte durch frühere Urteile verletzt worden seien.

Während Trump weiterhin um die Nominierung zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten im Jahr 2024 kämpft, könnten diese Rechtsstreitigkeiten sein öffentliches Image und seine Wahlkampfstrategie beeinflussen.

Seine Vorwürfe eines „manipulierten“ Justizsystems mögen zwar bei seiner Wählerbasis Anklang finden, doch laufen sie auch Gefahr, gemäßigte Wähler zu vergraulen.

Die Entscheidung des Berufungsgerichts über seinen Antrag auf eine Neuverhandlung wird ausschlaggebend für den weiteren Verlauf seines Wahlkampfs sein und könnte für Trump erhebliche politische und finanzielle Auswirkungen haben.