Mullen Automotive-Aktie (MULN) steigt nach Deal mit Pape Kenworth um 10 %

Mullen Automotive-Aktie (MULN) steigt nach Deal mit Pape Kenworth um 10 %
Wajeeh Khan
17. Sept. 2024, 18:44 PM
  • Mullen Automotive hat heute eine Partnerschaft mit Pape Kenworth bekannt gegeben.
  • Die Aktien des Elektrofahrzeug-Unternehmens bleiben weiterhin eine riskante Investition.
  • Bei den Mullen-Aktien kam es kürzlich zu einem umgekehrten Aktiensplit im Verhältnis 1:100.

Mullen Automotive Inc (NASDAQ: MULN) stieg am Dienstag um bis zu 10 %, nachdem das Unternehmen eine neue Vereinbarung mit Pape Kenworth – einem der führenden Nutzfahrzeughändler in den Vereinigten Staaten – bekannt gegeben hatte.

Pape Kenworth ist derzeit in 9 Bundesstaaten vertreten und beschäftigt 1.500 Techniker an 815 Servicestationen und insgesamt 150 Standorten.

Ein Verkaufs- und Servicevertrag mit dem Unternehmen wird dem Elektrofahrzeughersteller daher dabei helfen, sein gewerbliches Händlernetz sinnvoll zu erweitern.

Mullen Automotive hat sich in den letzten Monaten mit sechs anderen Franchise-Händlern zusammengetan, um Flottenmöglichkeiten für seine kommerziellen Elektrofahrzeuge zu erschließen.

Dennoch war der MULN-Aktienkurs im Jahr 2024 eine große Enttäuschung für die Anleger.

Warum ist Pape Kenworth eine große Sache für die Mullen-Aktie?

Mullen und Pape Kenworth sind davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit dazu beitragen wird, die kommerzielle Nutzung von Elektrofahrzeugen voranzutreiben.

Zur innovativen Produktpalette des kalifornischen Unternehmens gehören Mullen ONE und Mullen THREE; beide entsprechen den US-Sicherheitsstandards.

Darüber hinaus kommen für die beiden kommerziellen Elektrofahrzeuge verschiedene staatliche und bundesstaatliche Anreize in Frage, die auch für Flottenkunden zu niedrigeren Kosten führen können.

David Michery, der Geschäftsführer von MULN, sagte heute in einer Pressemitteilung:

Dennoch ist unser Marktexperte Crispus Nyaga pessimistisch hinsichtlich der Mullen-Aktie und erwartet sogar, dass das Elektroauto-Unternehmen der nächste Fisker sein könnte, der im Juni Insolvenz anmeldete.

Mullen-Aktien bleiben eine riskante Investition

Die Aktien von Mullen Automotive weisen weiterhin mehrere Warnsignale auf.

Zunächst wurde für die Aktie ein umgekehrter Aktiensplit im Verhältnis 1:100 durchgeführt, um weiterhin an der Nasdaq notiert zu bleiben.

Darüber hinaus war die finanzielle Leistung des Elektrofahrzeugherstellers miserabel.

MULN hat in den neun Monaten bis Juni einen Umsatz von 16,8 Millionen Dollar erwirtschaftet, diesen Umsatz jedoch noch nicht verbucht.

Im gleichen Zeitraum verzeichnete das Elektroauto-Unternehmen einen Verlust von 326 Millionen US-Dollar. Dies stellt eine enorme Verbesserung gegenüber dem Verlust von 806 Millionen US-Dollar vor einem Jahr dar. Es gibt jedoch immer noch Anlass zur Sorge, da dem Unternehmen jetzt nur noch 4,0 Millionen US-Dollar in bar (einschließlich Zahlungsmitteläquivalente) bleiben.

Auch Mullen Automotive ist bei seiner M&A-Strategie nicht besonders umsichtig vorgegangen.

Das Unternehmen gab 148 Millionen Dollar für die Übernahme von Bollinger Motors im Jahr 2022 und weitere 240 Millionen Dollar für den Kauf von Electric Last Mile Solutions aus.

Im Vergleich dazu beträgt die Marktkapitalisierung derzeit lediglich 428 Millionen US-Dollar.

Diese Faktoren veranlassten unseren Experten Crispus Nyaga zu der Warnung, dass Mullen bis Ende 2024 sogar Insolvenz anmelden könnte, da das Unternehmen nicht in der Lage ist, durch Aktienverkäufe Mittel aufzubringen und eine schwache Gewinn- und Verlustrechnung zudem seine Chancen auf eine Fremdfinanzierung einschränkt.