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Hypothekenanträge für neue Eigenheime in den USA stiegen im August um 4,4 %, Verkäufe stiegen um 15 %

Hypothekenanträge für neue Eigenheime in den USA stiegen im August um 4,4 %, Verkäufe stiegen um 15 %
Noris Soto
18. Sept. 2024, 15:33 PM
  • Mit 59,7 % machten konventionelle Kredite den größten Anteil der Hypothekenanträge aus.
  • Die durchschnittliche Kredithöhe für neue Eigenheime betrug im August 395.935 US-Dollar.
  • Die FHA-Kaufanträge erreichten mit 29,6 % einen Rekordwert und signalisierten damit einen Anstieg bei den Erstkäufern.

Laut der Builder Application Survey (BAS) der Mortgage Bankers Association (MBA) stiegen die Hypothekenanträge für den Kauf neuer Eigenheime im August im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent.

Im Vergleich zum Juli blieben die Zahlen jedoch unverändert, was auf eine stabile Nachfrage schließen lässt, da Eigenheimkäufer weiterhin in einer sich verändernden Finanzlandschaft zurechtkommen müssen.

Joel Kan, Vizepräsident und stellvertretender Chefökonom des MBA, stellte fest, dass die Anträge auf den Kauf neuer Eigenheime seit 19 aufeinanderfolgenden Monaten im Vergleich zum Vorjahr zugenommen haben und in letzter Zeit eine Wachstumsrate von über vier Prozent verzeichneten.

Laut Kan spiegelt dieser stetige Anstieg der Anträge eine wachsende Präferenz für den Neubau von Eigenheimen wider, insbesondere unter Erstkäufern.

Der Anstieg der Verkäufe ist auf einen Rückgang der Hypothekenzinsen zurückzuführen, der den Erwerb eines Eigenheims im August erschwinglicher machte.

Erstkäufer und FHA-Darlehen nehmen zu

Eines der herausragenden Ergebnisse der Umfrage war der steigende Anteil der von der Federal Housing Administration (FHA) unterstützten Kaufanträge, der einen Rekordwert von 29,6 % erreichte.

Dies ist ein deutlicher Indikator für das steigende Interesse bei Erstkäufern von Eigenheimen, die aufgrund der geringeren Anzahlung und flexibleren Kreditstandards häufig auf FHA-Darlehen zurückgreifen.

Darüber hinaus stiegen die erwarteten Eigenheimverkäufe im August um 15 %, was das schnellste Wachstum seit Februar 2022 darstellt.

Dieser Nachfrageschub ist ein Zeichen für ein neues Vertrauen in den Immobilienmarkt, da immer mehr Käufer, beflügelt durch die günstigen Hypothekenzinsen, bereit sind, in neue Eigenheime zu investieren.

MBA prognostiziert stetiges Wachstum bei Neubauverkäufen

Den Prognosen der MBA zufolge dürften die Verkäufe neuer Einfamilienhäuser im August eine saisonbereinigte Jahresrate von 776.000 Einheiten erreichen.

Diese Zahl stellt einen Anstieg von 14,6 % gegenüber dem bereinigten Wert vom Juli von 677.000 Einheiten dar.

Auf unbereinigter Basis erwartet MBA für August 2024 60.000 Verkäufe neuer Eigenheime, ein Plus von 5,3 % gegenüber den 57.000 im Juli.

Die Umfrage hat auch wichtige Trends bei den Darlehensarten für Käufer neuer Eigenheime hervorgehoben.

Mit 59,7 % machten konventionelle Kredite den größten Anteil der Hypothekenanträge aus.

Es folgten FHA-Darlehen, während Veterans Affairs-Darlehen (VA) 10,2 % und Darlehen des Rural Housing Service (RHS)/USDA 0,5 % ausmachten.

Darüber hinaus ist die durchschnittliche Kredithöhe für neue Eigenheime im August leicht auf 395.935 US-Dollar gestiegen (im Juli waren es 393.344 US-Dollar), was auf die steigenden Immobilienwerte und die steigende Nachfrage zurückzuführen ist.

US-Immobilienverkäufe: Optimismus trotz veränderter Bedingungen

Die Builder Application Survey des MBA liefert wertvolle Einblicke in die Gesundheit des Immobilienmarktes, indem sie Daten zu Hypothekenanträgen von Tochtergesellschaften von Hausbauunternehmen in den gesamten USA erfasst.

Diese Informationen ermöglichen in Kombination mit anderen Quellen die Bereitstellung präziser Schätzungen der Verkäufe neuer Eigenheime auf nationaler, bundesstaatlicher und großstädtischer Ebene.

Das anhaltende Wachstum der Hypothekenanträge gegenüber dem Vorjahr deutet darauf hin, dass der Immobilienmarkt nicht nur stabil ist, sondern sich auch an die veränderten Käuferpräferenzen anpasst, insbesondere bei Erstkäufern.

Niedrigere Hypothekenzinsen haben entscheidend dazu beigetragen, mehr Käufer auf den Markt zu locken und so den Verkauf neu gebauter Häuser weiter anzukurbeln.

Da der Anteil der Erstkäufer steigt, müssen sowohl Bauherren als auch Hypothekenbanken möglicherweise ihre Strategien anpassen, um den besonderen finanziellen Bedürfnissen dieser Gruppe gerecht zu werden.

Dies könnte bedeuten, mehr Eigenheime der Einstiegsklasse anzubieten und Finanzierungsprodukte zu entwickeln, die den wirtschaftlichen Realitäten von Erstkäufern gerecht werden.

Während die Interessenvertreter der Branche diese Trends weiterhin beobachten, müssen sie flexibel bleiben, um sich im ständig wechselnden wirtschaftlichen Umfeld zurechtzufinden und den sich entwickelnden Bedürfnissen der Eigenheimkäufer gerecht zu werden.