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Deutschland schließt 47 Krypto-Börsen wegen krimineller Aktivitäten

Deutschland schließt 47 Krypto-Börsen wegen krimineller Aktivitäten
Newton Gitonga
20. Sept. 2024, 14:28 PM
  • Die deutschen Behörden werfen diesen Plattformen vor, ihren gesetzlichen Verpflichtungen bewusst nicht nachgekommen zu sein.
  • Die Börsen erleichterten kriminelle Aktivitäten durch anonyme Transaktionen.
  • Trotz der harten Maßnahmen kam es bisher zu keiner Festnahme.

Die deutschen Behörden haben 47 Krypto-Börsen geschlossen und dabei illegale Aktivitäten wie Geldwäsche als Grund angegeben.

Diese Plattformen sind ihren gesetzlichen Verpflichtungen bewusst nicht nachgekommen, wozu auch die unterlassene Durchführung von Benutzerüberprüfungen gehört.

Laut der Pressemitteilung

Die Börsen haben es versäumt, gesetzliche Anforderungen wie die Durchführung von Überprüfungen wie KYC (Know Your Customer) zu erfüllen.

Darüber hinaus ermöglichte die Plattform Kriminellen die anonyme und einfache Umwandlung unrechtmäßig erworbener Gelder, „um deren Herkunft zu verschleiern“.

Die anonymen Transaktionen schufen eine perfekte Umgebung für illegale Geschäfte wie Geldwäsche. In der Zwischenzeit führte die Razzia dazu, dass Xchange.cash – eine führende Börse, die seit 2012 in Betrieb war – offline ging.

Die Plattform hatte über 410.000 Benutzer und ermöglichte etwa 1,3 Millionen Transaktionen.

Andere bemerkenswerte abgeschaltete Börsen sind 60cek.org mit über 300.000 Benutzern und 900.000 Transaktionen und Bankcomat.com mit über 250.000 Benutzern und 760.000 Transaktionen.

Darüber hinaus haben die Regulierungsbehörden umfangreiche Benutzer- und Transaktionsdaten von den beschlagnahmten Börsen sichergestellt.

Sie werden die Daten für weitere Untersuchungen verwenden.

Trotz der harten Maßnahmen kam es bisher zu keiner Festnahme.

Dennoch bestätigte das BKA, dass den Betreibern der geschlossenen Börsen Anklage wegen Geldwäsche und illegalen Internethandels bevorsteht.

Dabei hätten die Betreiber gegen die Paragrafen 127 und 261 StGB verstoßen, was zu mehrjährigen Freiheitsstrafen führen könne.

Die Regulierungsbehörden sind sich der Herausforderungen bewusst, die der Zugang zu diesen Cyberkriminellen mit sich bringt. Die meisten von ihnen leben in Rechtsräumen, in denen derartige Unternehmungen zulässig sind.

Dennoch veranschaulicht die jüngste Beschlagnahmung von Börsen mit riesigen Nutzerzahlen und hohen Transaktionsvolumina das Ausmaß des rigorosen Vorgehens.

Krypto-Durchgreifen in Deutschland

Das BKA untersucht Straftaten im Zusammenhang mit Kryptowährungen aktiv.

Anfang des Jahres beschlagnahmte es Bitcoins im Wert von damals 2,1 Milliarden Dollar (49.857 BTC) von der Movie2K-Website, die seit 2013 wegen Urheberrechtsverletzungen offline ist.

Die Agentur begann im Juli mit dem Verkauf der Vermögenswerte und löste damit einen massiven Abwärtsdruck im Bereich der digitalen Vermögenswerte aus.

Die jüngste Schließung der Börse spiegelt das Engagement Deutschlands im Kampf gegen kryptobezogene Cyberkriminalität wider.

Die Regulierungsbehörden planen, globale Kanäle zu zerstören, die illegale Transaktionen mit Kryptowährungen ermöglichen.