Morgan Stanley stuft GM, Ford und Rivian angesichts chinesischer Konkurrenz und Marktdrucks herab

Morgan Stanley stuft GM, Ford und Rivian angesichts chinesischer Konkurrenz und Marktdrucks herab
Vatsala Gaur
25. Sept. 2024, 17:40 PM
  • China produziert rund 9 Millionen mehr Fahrzeuge als es verbraucht, wodurch ein weltweites Überangebot entsteht.
  • Die Herabstufungen von Ford und GM sind auf die Erwartung größerer Marktanteilsverluste bis zum Ende des Jahrzehnts zurückzuführen.
  • Franchise-Händler wie Asbury Automotive und Lithia Motors erhielten Upgrades.

Morgan Stanley revidierte seinen Ausblick für die US-Automobilindustrie und senkte seine Einschätzung von „Attraktiv“ auf „Im Einklang“ und stufte im Zuge dessen große US-Automobilhersteller wie General Motors, Ford und Rivian herab.

Diese Anpassung spiegelt den zunehmenden Wettbewerbsdruck aus China, steigende Lagerbestände und Bedenken hinsichtlich der Erschwinglichkeit der Produkte wider, die sich auf die einheimischen Automobilhersteller auswirken.

Chinesisches Überangebot setzt globale Märkte unter Druck

Der Bericht verweist auf die chinesische Automobilindustrie, die derzeit rund neun Millionen Fahrzeuge mehr produziert als sie verbraucht, wodurch ein weltweites Überangebot entsteht.

Diese Überkapazitäten dürften den Wettbewerb auf den internationalen Märkten, darunter auch in den USA, verschärfen. Analysten von Morgan Stanley stellten fest:

Der rasante Aufstieg chinesischer Hersteller von Elektrofahrzeugen (EV), darunter BYD und Xpeng, bringt die globalen Automobilgiganten in eine benachteiligte Lage.

Ein Anzeichen für die wachsenden Schwierigkeiten, mit denen traditionelle Autobauer konfrontiert sind, kam Anfang des Monats, als Volkswagen ankündigte, dass der Konzern aus Kostengründen möglicherweise erstmals in seiner Geschichte die Schließung von Werken in Deutschland in Erwägung ziehen könnte.

Herabstufungen für GM, Ford und Rivian

Im Zuge der Überarbeitung stufte Morgan Stanley die Bonitätsbewertung mehrerer wichtiger Automobilhersteller herab.

Das Aktienrating von General Motors wurde von „Equal Weight“ auf „Underweight“ herabgestuft und das Kursziel von 47 auf 42 US-Dollar gesenkt.

Bei Ford kam es zu einer ähnlichen Anpassung, das Kursziel wurde von 16 auf 12 Dollar gesenkt. Analysten sagten:

Die Aktienbewertung von Rivian wurde auf „Equal Weight“ herabgesetzt, mit einem angepassten Kursziel von 16 auf 13 US-Dollar.

Für Rivian erhöhte der Morgan Stanley-Analyst Adam Jonas seine Schätzung der Investitionsausgaben um bis zu 300 Millionen Dollar pro Jahr aufgrund der „Kapitalintensität“ der Entwicklung autonomer Fahrzeuge und fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme.

Die Herabstufungen spiegeln die Besorgnis über die zunehmende Konkurrenz durch chinesische Automobilhersteller, Probleme bei der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und mögliche Herausforderungen auf den Märkten für Elektro- und autonome Fahrzeuge wider.

Aktienkurse stürzen ab

Die Aktien aller drei Automobilhersteller – Ford, GM und Rivian – stürzten am Dienstag ab.

Der Aktienkurs von GM verlor 5,6 %, Ford 4,46 % und Rivian 4,86 %.

Während GM seit Jahresbeginn um mehr als 25 % zugelegt hat, verzeichneten Ford und Rivian im gleichen Zeitraum Verluste von knapp 15 % bzw. rund 47 %.

Während die Autohersteller mit Herabstufungen konfrontiert waren, erhielten Franchise-Händler wie Asbury Automotive (ABG) und Lithia Motors (LAD) Heraufstufungen.

Die überarbeitete Einschätzung von Morgan Stanley lässt darauf schließen, dass diese Unternehmen trotz größerer Herausforderungen besser aufgestellt sind, um sich in der sich verändernden Landschaft der Automobilbranche zurechtzufinden.