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Bernard Arnault von LVMH verzeichnet nach Chinas Konjunkturankündigung einen Anstieg seines Nettovermögens um 17 Milliarden Dollar

Bernard Arnault von LVMH verzeichnet nach Chinas Konjunkturankündigung einen Anstieg seines Nettovermögens um 17 Milliarden Dollar
Diya Poddar
27. Sept. 2024, 15:40 PM
  • Die LVMH-Aktien stiegen in Paris um fast 10 %, wodurch Arnaults Nettovermögen auf 201 Milliarden Dollar stieg.
  • Chinas Hang Seng Index legte um 12 Prozent zu, während der CSI300 als Reaktion auf die Konjunkturmaßnahmen um über 15 Prozent stieg.
  • LVMH meldete im ersten Halbjahr 2024 einen Rückgang der Asien-Verkäufe um 10 %, bedingt durch die wirtschaftliche Abschwächung in China.

Das Vermögen von Bernard Arnault, dem Vorstandsvorsitzenden von LVMH, stieg an einem einzigen Tag um 17 Milliarden Dollar, nachdem China ein umfangreiches Konjunkturpaket vorgestellt hatte.

Diese Maßnahmen zur Wiederbelebung der schwächelnden Wirtschaft des Landes führten zu einem starken Anstieg der LVMH-Aktien, die an der Pariser Börse um fast 10 Prozent zulegten.

Arnaults Vermögen war Anfang des Jahres um 24 Milliarden Dollar geschrumpft, durch die Erholung am Donnerstag stieg sein Nettovermögen jedoch deutlich auf 201 Milliarden Dollar.

Diese Entwicklung unterstreicht den entscheidenden Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Gesundheit Chinas und dem globalen Luxusmarkt, da LVMH in hohem Maße von der chinesischen Nachfrage abhängig ist.

Chinas überraschendes Konjunkturpaket hat eine beeindruckende Erholung der Aktienmärkte ausgelöst.

Bis Freitag war der Hang Seng Index in Hongkong um über 12 Prozent gestiegen, während der CSI300-Index auf dem chinesischen Festland um mehr als 15 Prozent zulegte und damit die stärkste wöchentliche Performance seit der Finanzkrise 2008 verzeichnete.

Der Aufschwung ist eine Reaktion der Anleger auf die neuerliche Konzentration der chinesischen Regierung auf eine Fiskal- und Geldpolitik zur Förderung des Wirtschaftswachstums, insbesondere des Immobilienmarkts, der die Wirtschaft stark belastet hat.

LVMHs Vermögen ist an China gebunden

Der Aufschwung von LVMH folgt auf Monate rückläufiger Umsätze in Asien, seinem größten Markt. Im Juli meldete der Luxuskonzern einen Umsatzrückgang von 10 % in der Region im ersten Halbjahr 2024. Da China im vergangenen Jahr 31 % des Gesamtumsatzes von LVMH ausmachte, traf die Abschwächung der Wirtschaft das Land hart.

Die jüngsten Konjunkturmaßnahmen weckten Hoffnungen auf eine Erholung der Nachfrage nach Luxusgütern, insbesondere angesichts der beginnenden Erholung der Verbraucherstimmung in China.

Chinas Konjunkturprogramm befasst sich mit zentralen wirtschaftlichen Herausforderungen, zu denen die schleppende Konsumausgabe und ein hoch verschuldeter Immobiliensektor gehören.

Diese Woche senkte die People‘s Bank of China (PBOC) ihren Repo-Satz von 1,7 Prozent auf 1,5 Prozent und verringerte die Mindestreservequote für Banken um einen halben Prozentpunkt. Damit wurden rund 142 Milliarden Dollar für Kredite freigegeben.

Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Liquidität zu erhöhen und Unternehmen zu unterstützen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Stabilisierung des Immobilienmarktes liegt.

Chinas wirtschaftliche Erholung ist nicht garantiert

Zwar reagierten die Märkte positiv auf die Konjunkturmaßnahmen, doch Experten warnen, dass die wirtschaftliche Erholung Chinas nicht garantiert sei.

Der Immobilienmarkt, der einst fast 30 Prozent des BIP des Landes ausmachte, bleibt fragil. Die 2019 eingeführten staatlichen Beschränkungen für die Kreditaufnahme von Bauträgern führten zu einem starken Rückgang des Sektors. Die Behörden müssen nun Wege finden, um nachhaltiges Wachstum zu fördern, ohne neue finanzielle Risiken zu schaffen.

Für Arnault und LVMH werden die nächsten Monate entscheidend sein. Zwar stieg Arnaults Vermögen durch die Rallye am Donnerstag auf 201 Milliarden Dollar, doch die langfristige Gesundheit von LVMH hängt eng mit der Erholung Chinas zusammen.

Analysten sind optimistisch, dass Pekings Bemühungen zur Wiederbelebung der Wirtschaft zu einer neuen Nachfrage nach Luxusgütern führen werden. Viel hängt jedoch davon ab, ob sich der Immobilienmarkt stabilisiert und das Verbrauchervertrauen steigt.