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Hongkong führt europäische Standards für die Berichterstattung über außerbörsliche Krypto-Derivate ein

Hongkong führt europäische Standards für die Berichterstattung über außerbörsliche Krypto-Derivate ein
Rony Roy
27. Sept. 2024, 15:00 PM
  • Hongkong wird europäische Meldestandards für OTC-Kryptoderivate übernehmen.
  • Digitale Token-Kennungen werden in den Berichtsrahmen integriert.
  • Die Initiative steht im Einklang mit der umfassenderen Strategie Hongkongs, ein globaler Knotenpunkt für digitale Vermögenswerte zu werden.

Die Regulierungsbehörden in Hongkong haben beschlossen, bis 2025 europäische Standards für die Meldung außerbörslicher (OTC) Transaktionen mit Krypto-Derivaten zu übernehmen, um sich an globale Standards anzupassen.

Am 26. September kündigten die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) und die Securities and Futures Commission (SFC) Pläne zur Einführung von Meldepflichten nach dem Vorbild der European Securities and Markets Authority (ESMA) an.

Die Entscheidung folgt auf Rückmeldungen zu einem Konsultationspapier der Regulierungsbehörde vom März 2024, in dem die Beteiligten empfahlen, den aktuellen Rahmen für OTC-Krypto-Derivate zu aktualisieren.

Zu den neuen Regeln gehört die Verwendung von Digital Token Identifiers (DTIs) zur Identifizierung von Krypto-Assets in der Berichterstattung über OTC-Derivate.

DTIs werden bereits seit Oktober 2023 in ganz Europa verwendet und dienen als Standardreferenz für Anbieter von Krypto-Asset-Diensten.

Den Regulierungsbehörden zufolge wird Hongkong bei seinen Berichtspflichten den DTIs entgegenkommen und als Teil des neuen Rahmens auf die Kennung im Datenfeld „Underlier-ID“ verweisen.

Während die Einführung von DTIs ein zentraler Schwerpunkt ist, werden die Behörden weiterhin ähnliche Mandate in anderen Rechtsräumen beobachten, um ihren Ansatz bei Bedarf anzupassen.

Darüber hinaus deutet die Pressemitteilung auf eine Zusammenarbeit mit Finanzaufsichtsbehörden aus Singapur, Australien und Japan hin, um die Einführung des Unique Transaction Identifier (UTI) im gesamten asiatisch-pazifischen Raum (APAC) zu koordinieren.

Die neuen Regeln sollen bis zum 29. September 2025 fertiggestellt sein und sicherstellen, dass die Berichtsstandards Hongkongs mit den internationalen Praktiken übereinstimmen.

Regulierung des Kryptomarktes in Hongkong

In der Zwischenzeit bittet die SFC auch Branchenteilnehmer um Feedback zu einem möglichen Regulierungsrahmen für den OTC-Handelsmarkt für Kryptowährungen.

Dieser Vorschlag zielt darauf ab, in Zusammenarbeit mit der Zoll- und Verbrauchsteuerbehörde von Hongkong ein Lizenzierungssystem für Unternehmen einzuführen, die OTC-Kryptodienste anbieten.

Unter diesem System könnten lizenzierte Unternehmen private Krypto-Transaktionen abseits öffentlicher Börsen durchführen und so den Händlern mehr Privatsphäre bieten.

Diese Entwicklungen stehen im Einklang mit Hongkongs umfassenderem Ziel, ein globales Zentrum für Kryptowährungen und andere neue Technologien zu werden.

Die Region hat sich darauf konzentriert, ihren Regulierungsrahmen zu stärken, um Investoren und Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte anzuziehen.

Im Juni 2024 führte Hongkong ein Lizenzierungssystem für Anbieter virtueller Vermögenswertdienste (VASPs) ein, das von Krypto-Börsen verlangte, bis zum Ende der Nichtverstoßfrist am 1. Juni 2024 eine Lizenz zu erwerben.

HashKey und OSL waren die ersten Börsen im Rahmen des Lizenzierungsschemas und durften ihre Dienste sowohl institutionellen als auch privaten Anlegern anbieten.

Ursprünglich waren Privatanleger auf den Handel mit Bitcoin und Ethereum beschränkt. Seitdem hat HashKey sein Angebot jedoch um die Token LINK von Chainlink und AVAX von Avalanche erweitert.

Neben der Fokussierung auf die Krypto-Regulierung entwickelt das Financial Services and Treasury Bureau (FSTB) von Hongkong einen Rahmen für den ethischen Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) auf den Finanzmärkten, einschließlich Bankwesen, Handel und Kryptowährungen.

Das FSTB erklärte, es beobachte die internationalen Entwicklungen im Bereich der KI aufmerksam und beabsichtige, noch in diesem Jahr eine Grundsatzerklärung mit seinem Ansatz zu veröffentlichen, da geopolitische Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China dazu geführt hätten, dass Unternehmen wie OpenAI und Googles Gemini ihre Dienste in Hongkong eingeschränkt hätten.