Die Entscheidung von AT&T, DirecTV gegen Bargeld zu verkaufen, könnte die Zukunft des Unternehmens verändern: So geht's

Die Entscheidung von AT&T, DirecTV gegen Bargeld zu verkaufen, könnte die Zukunft des Unternehmens verändern: So geht's
Harsh Vardhan
30. Sept. 2024, 16:06 PM
  • Der Bargelddeal könnte dem Unternehmen helfen, seinen Cashflow zu steigern.
  • Dank verbesserter Cashflows kann sich das Unternehmen nun auf sein Mobilfunkgeschäft konzentrieren, nachdem es sich vollständig aus dem Satellitenfernsehmarkt zurückgezogen hat.
  • Bei der aktuellen Bewertung ist die Aktie für Einkommensinvestoren recht attraktiv.

Der Telekommunikationsriese AT&T hat beschlossen, seinen verbleibenden Anteil an DirecTV für einen Preis von 7,6 Milliarden Dollar an TPG zu verkaufen.

Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe dieses Deals betrug der Anteil 70 %.

Der Gesamtbetrag von 7,6 Milliarden US-Dollar soll in mehreren Raten bis 2029 gezahlt werden.

TPG hatte bereits 2021 einen Anteil von 30 % für 1,8 Milliarden Dollar erworben.

Der Abschluss des Geschäfts wird für Ende 2025 erwartet.

Wenn dies abgeschlossen ist, wird AT&T das Satellitenfernsehgeschäft vollständig verlassen. DirecTV wird auch nach Abschluss des Deals weiterhin vom aktuellen Managementteam geleitet.

Verbesserte Cashflows von AT&T

Der Barverkauf von DirecTV wird dem Unternehmen helfen, seinen Cashflow zu verbessern.

Beginnen wird es mit einer ersten Zahlung von 2 Milliarden Dollar im Jahr 2025.

Darüber hinaus wird DirecTV vor dem 31. März 2025 eine Sonderausschüttung von 1,625 Milliarden US-Dollar vornehmen.

AT&T erhält 70 % dieses Betrags. AT&T sagte in einer Erklärung:

Der Verkauf wird dem Unternehmen nicht nur helfen, sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren, sondern es wird auch einen Vermögenswert los, dessen finanzielle Leistungsfähigkeit sich nicht weiterentwickelte. Er war zu einer Belastung für ein Unternehmen geworden, das bereits seit Jahren unterdurchschnittliche Leistungen erbrachte.

Die Ausschüttungen von DirecTV waren in den vergangenen Jahren stetig rückläufig und lagen im vergangenen Jahr bei 2,04 Milliarden Dollar und im Jahr davor bei 2,65 Milliarden Dollar.

Zeit, sich eine attraktive Rendite zu sichern?

AT&T war schon immer ein Favorit der Dividendenjäger.

Aufgrund der schwächelnden Geschäftsentwicklung stieg jedoch trotz einer immer attraktiveren Dividendenrendite auch das Risiko einer Dividendenkürzung.

Aus Angst, das Unternehmen könne unter seinen Schulden zusammenbrechen, haben sich die Anleger in den vergangenen fünf Jahren mit der Aktie zurückgehalten.

Diese Befürchtung dürfte nun etwas gemildert werden, da sich das Unternehmen aus dem Satellitenfernsehgeschäft zurückzieht, das aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Streaming-Technologien, die von den jüngeren Generationen bevorzugt werden, nicht mehr attraktiv ist.

Ertragsorientierte Anleger, die ihre Marktrendite maximieren möchten, können sich für die Aktie entscheiden, während diese noch immer im Schatten eines schwächelnden Geschäftssegments steht.

AT&T wird derzeit mit einem KGV von rund 10 gehandelt, also weniger als der Hälfte von T-Mobile US.

Diese Chance, gepaart mit der Dividendensicherheit und einer erneuten Konzentration auf das Kerngeschäft, kann dem Unternehmen die Wende bringen.

Wir können in den kommenden Tagen mit erhöhten Mittelzuflüssen rechnen, da der Markt den Verkauf aufnimmt und beginnt, sich auf die Kerngeschäftsleistung des Unternehmens zu konzentrieren.