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Frasers Group unterbreitet Übernahmeangebot für Mulberry in Höhe von 83 Millionen Pfund inmitten wachsender finanzieller Sorgen

Frasers Group unterbreitet Übernahmeangebot für Mulberry in Höhe von 83 Millionen Pfund inmitten wachsender finanzieller Sorgen
Vatsala Gaur
30. Sept. 2024, 13:13 PM
  • Mulberry muss mit einem Verlust vor Steuern von 34,1 Millionen Pfund rechnen und strebt zur Stabilisierung eine Einnahme von 10,75 Millionen Pfund an.
  • Frasers erklärte, dass das Unternehmen von der geplanten Zeichnung erst unmittelbar vor der Ankündigung erfahren habe.
  • Frasers: Will keine weitere Debenhams-Situation akzeptieren, bei der ein überlebensfähiges Unternehmen in die Insolvenz getrieben wird

Die vom Einzelhandelsmagnaten Mike Ashley kontrollierte Frasers Group hat ein Übernahmeangebot für die gesamte Mulberry-Gruppe vorgelegt und damit Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Stabilität des britischen Herstellers von Luxushandtaschen geweckt.

Das Übernahmeangebot bewertet Mulberry mit 130 Pence pro Aktie, was einer Gesamtbewertung von 83 Millionen Pfund für das Unternehmen entspricht.

Frasers besitzt bereits einen Anteil von 37 Prozent an Mulberry und äußerte seine Unzufriedenheit mit den jüngsten finanziellen Schritten des Unternehmens, die zu dem Übernahmeangebot geführt hatten.

Mulberry hatte Ende letzter Woche eine Notfallplatzierung von Aktien im Wert von 10,75 Millionen Pfund angekündigt, um seine Bilanz zu stärken und so den Übernahmeversuch voranzutreiben.

Die Luxusmarke gab Pläne bekannt, durch die Ausgabe neuer Stammaktien 10 Millionen Pfund aufzubringen, zusätzlich zu einem Einzelhandelsangebot von bis zu 750.000 Pfund.

Diese Maßnahmen folgten auf die Veröffentlichung der Jahresergebnisse des Unternehmens, die eine besorgniserregende Schwankung von einem Gewinn von 13,2 Millionen Pfund im letzten Jahr zu einem Vorsteuerverlust von 34,1 Millionen Pfund in diesem Jahr zeigten.

Frasers unzufrieden mit mangelndem Engagement

Die Frasers Group, seit 2020 ein bedeutender Minderheitsaktionär von Mulberry, äußerte sich frustriert über die mangelnde Kommunikation bezüglich der Notfallaktienplatzierung.

Das Unternehmen wies darauf hin, dass es erst kurz vor der Ankündigung über die geplante Aktienemission informiert worden sei. Es hieß:

Das Unternehmen betonte, dass es als langfristiger Investor bereit gewesen wäre, die gesamte Aktienemission zu übernehmen, möglicherweise zu günstigeren Konditionen für Mulberry.

Frasers argumentierte, dass das mangelnde Engagement von Mulberry die derzeitige Situation „unhaltbar“ gemacht habe, nicht nur für Frasers, sondern auch für andere Minderheitsaktionäre.

Mulberry kämpft mit Verlusten und sinkenden Umsätzen

Mulberry sieht sich einem zunehmenden finanziellen Druck ausgesetzt.

Aus dem jüngsten Jahresbericht des Unternehmens geht hervor, dass es für das im März 2024 endende Geschäftsjahr einen Verlust vor Steuern von 34,1 Millionen Pfund erlitt, was einen dramatischen Rückgang gegenüber dem Gewinn des Vorjahres von 13,2 Millionen Pfund darstellt.

Auch die Umsätze gingen im gleichen Zeitraum um 4 % auf 153 Millionen Pfund zurück und verschlechterten sich in den 25 Wochen seit dem Ende des Geschäftsjahres noch weiter, da die Umsätze um 18 % zurückgingen.

In einer am Montag veröffentlichten Erklärung bekräftigte Frasers die Herausforderungen, vor denen Mulberry stehe. Dazu gehörten steigende Betriebskosten, makroökonomischer Gegenwind und ein verändertes Verbraucherverhalten, insbesondere bei anspruchsvolleren Käufern.

Der Einzelhändler äußerte außerdem Bedenken hinsichtlich des jüngsten Prüfungsurteils, in dem auf „wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Unternehmensfortführung“ hingewiesen wurde.

In seiner Erklärung verwies Frasers ausdrücklich auf den Zusammenbruch von Debenhams im Jahr 2019, ein warnendes Beispiel für den britischen Einzelhandel. Darin hieß es:

Durch den Niedergang des Kaufhauses verloren zahlreiche Aktionäre ihr Vermögen, darunter auch Mike Ashleys Frasers Group, die 150 Millionen Pfund in das Unternehmen investiert und einen Anteil von fast 30 Prozent angehäuft hatte.