Bernard Arnault überholt Mark Zuckerberg als drittreichster Mensch der Welt, LVMH-Aktien steigen um 14 %

Bernard Arnault überholt Mark Zuckerberg als drittreichster Mensch der Welt, LVMH-Aktien steigen um 14 %
Diya Poddar
01. Okt. 2024, 11:11 AM
  • Die Bank of America stufte die Prognose von LVMH aufgrund von Bedenken hinsichtlich einer nachlassenden Nachfrage nach Luxusgütern herab.
  • Arnault hält einen Anteil von 48 % an LVMH und profitiert erheblich vom Kursanstieg des Unternehmens.
  • Analysten gehen davon aus, dass die USA bis 2025 über 50 % des Wachstums im Luxussektor ausmachen werden.

Der Luxussektor erlebte in jüngster Zeit einen Aufschwung, der Bernard Arnault, dem CEO von Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH), ermöglichte, seine Position als drittreichster Mensch der Welt zurückzuerobern.

Laut dem Bloomberg Billionaire's Index stieg Arnaults Nettovermögen in weniger als einer Woche um 30 Milliarden Dollar und übertraf damit das von Mark Zuckerberg von Meta.

Der sprunghafte Anstieg des Vermögens geht auf mehrere strategische Schritte von LVMH zurück, zu denen unter anderem der Erwerb einer Beteiligung an der italienischen Luxusmarke Moncler und Chinas jüngste fiskalische Konjunkturmaßnahmen zur Ankurbelung der Verbraucherausgaben gehören.

LVMH-Aktienkurs steigt nach chinesischem Konjunkturprogramm um 14 Prozent

LVMH, zu dem Luxusmarken wie Louis Vuitton, Dior und Moët & Chandon gehören, erlebte letzte Woche eine deutliche Erholung seines Aktienkurses.

Die Aktien des französischen Luxuskonzerns stiegen innerhalb von nur drei Tagen um 14 %, von 617,50 € auf 703,40 € (von 690,74 $ auf 786,83 $).

Diese Erholung war eine Folge der Einführung eines Konjunkturprogramms in China zur Ankurbelung der Verbraucherausgaben, das erhebliche Auswirkungen auf die Luxusgütermärkte hatte.

Infolgedessen wuchs Arnaults Vermögen von 177 Milliarden Dollar auf 207 Milliarden Dollar, was ihn zum drittreichsten Menschen der Welt machte.

Moncler-Anteilserwerb beflügelt Wachstum von LVMH

Der Erwerb einer Beteiligung von LVMH an Moncler im Wert von 10 % trieb den Kursanstieg des Luxuskonzerns weiter voran.

Dieser Schritt signalisiert die Absicht von LVMH, seinen Einfluss auf dem europäischen Markt für Luxusmode zu stärken. Arnault, der einen Anteil von 48 % an LVMH hält, profitierte direkt vom Kursanstieg und konnte so sein Vermögen weiter festigen.

Diese Investition hat bei den Anteilseignern Optimismus ausgelöst, auch wenn Analysten hinsichtlich der langfristigen Aussichten des Sektors weiterhin vorsichtig bleiben.

Trotz der jüngsten Gewinne von LVMH ist der Luxusmarkt mit Unsicherheiten konfrontiert.

Wall-Street-Analysten haben die Prognose von LVMH von „Kaufen“ auf „Neutral“ herabgestuft und dabei Bedenken über eine nachlassende weltweite Nachfrage nach Luxusgütern geäußert. Laut Bank of America (BofA) „hat der Luxuskonsument keine Lust mehr auf Luxusartikel.“

Dies hat zu Befürchtungen geführt, dass es in den kommenden Monaten zu Margendruck und begrenztem Gewinnwachstum in der Branche kommen könnte.

US-Markt dürfte Luxuswachstum im Jahr 2025 antreiben

Während der chinesische Verbrauchermarkt Anzeichen einer Stabilisierung zeigt, prognostizieren Analysten, dass die USA bis 2025 für mehr als 50 % des Wachstums im Luxussektor verantwortlich sein werden.

Zum restlichen Wachstum dürften der globale Tourismus und die gestiegene Nachfrage aus dem Nahen Osten beitragen.

Der Sektor muss sich über den Trend des „stillen Luxus“ hinaus weiterentwickeln. Experten fordern die Marken dazu auf, wieder Kreativität und Innovation in ihre Kollektionen einzubringen, um das Interesse der Verbraucher neu zu wecken.

Bernard Arnault, der ehemalige reichste Mann der Welt, wird sich voraussichtlich nicht lange mit dem dritten Platz zufrieden geben. Mit einem erneuten Fokus auf die Erweiterung des LVMH-Portfolios und die Positionierung des Unternehmens für weiteres Wachstum ist Arnault weiterhin bestrebt, in der Rangliste erneut aufzusteigen.

Dennoch stehen dem Luxussektor weiterhin Herausforderungen bevor und Arnaults Vermögen könnte je nach Entwicklung von LVMH und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage weiterhin schwanken.