Dow verliert 200 Punkte, Nasdaq stürzt um fast 2% ab, nachdem der Iran Raketen auf Israel abfeuert

Dow verliert 200 Punkte, Nasdaq stürzt um fast 2% ab, nachdem der Iran Raketen auf Israel abfeuert
Diya Poddar
01. Okt. 2024, 20:03 PM
  • Der S&P 500 fiel um 1,4 %.
  • Die Ölpreise steigen um fast 3 %.
  • Die US-Botschaft in Jerusalem hat ihrem Personal geraten, aus Sicherheitsgründen zu Hause zu bleiben.

Die US-Aktienkurse fielen am Dienstag stark, nachdem bekannt wurde, dass der Iran Raketen auf Israel abgefeuert hatte.

Der Dow Jones Industrial Average sank um 238 Punkte oder 0,4 %, während der S&P 500 um 1,1 % nachgab und der Nasdaq Composite um 1,9 % einbrach.

Der Preis für West Texas Intermediate-Rohöl stieg nach Angaben der israelischen Verteidigungsstreitkräfte stark an, nachdem berichtet worden war, der Iran habe Raketen auf Israel abgefeuert.

Der CBOE Volatility Index (VIX), oft als Angstbarometer der Wall Street bezeichnet, sprang über 20 und spiegelte damit die gestiegene Besorgnis der Händler wider.

Irans Raketenangriff löst Schockwellen aus

Der Angriff auf Israel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Weltwirtschaft bereits mit hoher Inflation und der Angst vor einem Konjunkturabschwung zu kämpfen hat.

Der iranische Entschluss, Raketen abzufeuern, folgte auf den militärischen Einfall Israels in den Südlibanon, der sich gegen die vom Iran unterstützte militante Gruppierung Hisbollah richtete.

Nach Angaben der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) wurden die Raketen aus dem Iran abgefeuert, was zu Warnungen an die Bevölkerung führte, sofort Schutz zu suchen.

Die Finanzmärkte reagierten rasch und der Dow Jones verzeichnete bereits im Vormittag einen starken Rückgang.

Der S&P 500 fiel um 1,4 Prozent und der Nasdaq folgte diesem Beispiel und verlor über zwei Prozent, da die Anleger als Reaktion auf die geopolitischen Entwicklungen ihre Portfolios schnell anpassten.

Energiewerte profitierten von den steigenden Ölpreisen, andere Sektoren wie Technologie und Konsumgüter mussten jedoch deutliche Rückgänge hinnehmen.

Auswirkungen der Spannungen im Nahen Osten auf den Aktienmarkt

Historisch gesehen hatten die Konflikte im Nahen Osten tiefgreifende Auswirkungen auf die globalen Märkte, insbesondere auf die Ölpreise und Rüstungsaktien.

Der jüngste Raketenangriff hat diese Sorgen neu entfacht und die Anleger bereiten sich auf mögliche Versorgungsunterbrechungen im Energiesektor vor, die zu noch mehr Volatilität führen könnten.

Die allgemeine Verkaufswelle an den Märkten spiegelt die Unsicherheit über die möglichen Folgen des Konflikts wider.

Als die Spannungen zwischen dem Iran und Israel zunahmen, erlebten die Aktien von Rüstungsunternehmen im frühen Handel einen deutlichen Aufwärtstrend.

Große Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin und Raytheon Technologies verzeichneten Kursgewinne, weil es Spekulationen gab, der Konflikt könne zu höheren Militärausgaben führen.

Im Gegensatz dazu wurden Sektoren, die stärker vom Verbrauchervertrauen abhängig sind, darunter Einzelhandel und Gastgewerbe, hart getroffen, da die Anleger auf sicherere Anlagen wie Gold und Anleihen umschwenkten.

Unterdessen stiegen die US-Rohölpreise am Dienstag nach dem iranischen Raketenangriff auf Israel um über 5 Prozent.

Die Energiepreise reagierten rasch auf die Entwicklungen: Die November-Kontrakte für West Texas Intermediate (WTI) stiegen auf 71,74 Dollar pro Barrel, ein Plus von 5,24 Prozent, während die Dezember-Kontrakte für Brent um 5,03 Prozent auf 75,31 Dollar pro Barrel kletterten.

Quelle: CNBC

Defensive Strategien gewinnen an Bedeutung

Angesichts der steigenden Risiken verfolgen Anleger zunehmend defensive Strategien.

Bei sicheren Vermögenswerten wie Gold gab es einen Nachfrageschub; die Preise stiegen nach dem Raketenangriff um über 1 Prozent.

Auch Anleihen profitierten, da sich die Anleger von risikoreicheren Anlagen wie Aktien abwandten.

Unterdessen erlebten börsengehandelte Fonds (ETFs), die sich auf den Verteidigungssektor konzentrieren, einen Kapitalzufluss, da die Marktteilnehmer nach Engagements bei Unternehmen suchten, die wahrscheinlich von erhöhten Militärausgaben profitieren würden.