Japans neuer Premierminister Shigeru Ishiba unterstützt Blockchain-Technologie und NFTs

Japans neuer Premierminister Shigeru Ishiba unterstützt Blockchain-Technologie und NFTs
Rony Roy
01. Okt. 2024, 15:22 PM
  • Ishibas Büro veröffentlichte Dokumente, in denen Pläne zur Integration der Blockchain-Technologie und der Web3-Innovation dargelegt werden.
  • Man geht davon aus, dass Ishibas Regierung die Blockchain-Wirtschaft des Landes positiv beeinflussen wird.
  • Japan drängt weiterhin auf unterstützende Krypto-Regulierungen.

Japans neuer Premierminister Shigeru Ishiba drängt auf die Nutzung der Blockchain-Technologie zur Aufwertung lokaler Vermögenswerte.

Shigeru Ishiba, der kürzlich die Wahl zum japanischen Premierminister gewann, räumt in seiner Politik der Blockchain und nicht fungiblen Token (NFTs) Priorität ein, um die regionalen Volkswirtschaften des Landes zu stärken.

Sein Büro veröffentlichte Dokumente, in denen Pläne zur Integration der Blockchain-Technologie und Web3-Innovationen dargelegt werden.

Ishiba zielt darauf ab, den Wert der lokalen Industrien Japans, einschließlich „Lebensmittel- und Tourismuserlebnisse“, durch NFTs zu „maximieren“ und so ihre globale Präsenz zu stärken.

Diese Haltung steht im Einklang mit den Forderungen von Branchenakteuren, die sich für die Einführung der Blockchain in ländlichen Volkswirtschaften einsetzen, um Innovation und Nachhaltigkeit zu fördern.

Ein weiterer positiver Aspekt von Ishibas Regime ist seine Ankündigung, Masaaki Taira, den Leiter der Web3-Taskforce der Liberaldemokratischen Partei, zum Minister für Digitale Angelegenheiten während seiner Amtszeit zu ernennen.

Taira hat sich bereits zuvor für innovative Wege zur Verknüpfung von NFTs mit japanischen geistigen Eigentumsrechten eingesetzt und Reformen zur Förderung von Krypto-Startups durch eine Änderung des japanischen Steuersystems vorgeschlagen.

Seine Ernennung könnte ein Zeichen für weitere Unterstützung für Japans Blockchain- und Kryptosektor sein.

Einige Branchenteilnehmer wie Forj-CEO Henry Liue äußern sich optimistisch über Ishibas Wahl und bezeichnen sie als positive Entwicklung für den dezentralen Sektor des Landes.

Dieser Ansicht war auch Sota Watanabe, CEO von Startale Lab, der die Entwicklung von Soneium, Sonys Ethereum Layer-2-Blockchain, leitet.

Während die Krypto-Community Ishibas Politik begrüßt hat, hat Ishibas Aufstieg zur Macht zu Unsicherheit auf den Märkten geführt.

Japanische Aktien und andere Risikoanlagen fielen nach seiner Wahl stark, teilweise aufgrund seiner früheren Unterstützung für Zinserhöhungen der Bank of Japan. Der Bitcoin-Kurs fiel um 4 %, von 66.300 $ auf 63.500 $.

Die Anleger reagierten auf Ishibas harte Politik, die unter anderem eine Erhöhung der Körperschaftssteuern und die Unterstützung weiterer Zinserhöhungen beinhaltet.

Diese Maßnahmen und die Zinserhöhungen der Zentralbank zu Beginn des Jahres haben zur Marktvolatilität und einem Rückgang des Kryptomarktes beigetragen.

Japans zukunftsorientierter Ansatz gegenüber Krypto

Dennoch treibt Japan seine Bemühungen voran, ein unterstützenderes Umfeld für Kryptowährungen zu schaffen.

Wie Invezz bereits berichtete, möchte die japanische Finanzdienstleistungsbehörde (FSA) neu bewerten, ob der aktuelle Regulierungsrahmen, der Kryptowährungen im Rahmen des Zahlungsgesetzes behandelt, ausreichenden Schutz für Anleger bietet.

Analysten meinen, diese Überprüfung könnte die Besteuerung von Krypto-Vermögenswerten ändern und möglicherweise die Steuer auf Krypto-Gewinne von 55 % auf 20 % senken und sie damit an traditionelle Investitionen wie Aktien anpassen.

Darüber hinaus erwägen die FSA und der japanische Finanzsystemrat eine Überarbeitung des Zahlungsdienstegesetzes, um Unternehmen den Umgang mit Krypto-Vermögenswerten in Spielen zu erleichtern. Dieser Schritt könnte der japanischen Gaming- und Blockchain-Branche erhebliche Wachstumschancen bieten.

Mit Ishibas pro-Blockchain-Politik und Japans Hinwendung zu unterstützenden Krypto-Regulierungen positioniert sich das Land als einer der wichtigsten Akteure in der globalen Blockchain-Wirtschaft.