Aktienkurse von Exxon Mobil, Chevron und ConocoPhillips steigen inmitten der Nahostkrise

Aktienkurse von Exxon Mobil, Chevron und ConocoPhillips steigen inmitten der Nahostkrise
Srinibas Rout
02. Okt. 2024, 14:35 PM
  • Die Aktien der US-Energieriesen Exxon Mobil und Chevron verzeichneten einen Anstieg von 1,6 Prozent bzw. 1,5 Prozent.
  • ConocoPhillips, Occidental Petroleum und Devon Energy verzeichneten ebenfalls Zuwächse zwischen 1,5 und 1,9 Prozent.
  • Der Preis für Brent-Rohöl, der weltweite Öl-Benchmark, stieg um 2,8 % und erreichte 75,59 USD pro Barrel.

Die Aktienkurse der US-Energieversorger legten am Mittwoch im vorbörslichen Handel sprunghaft zu. Befeuert wurden sie durch die steigenden Ölpreise, da die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten Sorgen über mögliche Störungen der weltweiten Ölversorgung auslösten.

Der Markt reagierte heftig auf den iranischen Raketenangriff auf Israel und die entschlossene Unterstützung seines Verbündeten durch die USA und weckte die Befürchtung eines umfassenderen Konflikts, der die Energiemärkte beeinträchtigen könnte.

Der weltweite Ölpreis der Benchmark Brent stieg um 2,8 Prozent auf 75,59 Dollar pro Barrel, während US-Öl um 3 Prozent auf 71,92 Dollar kletterte.

Die Anleger konzentrierten sich auf sichere Anlagen wie den japanischen Yen und den Schweizer Franken, während Aktien aus dem Energie- und Rüstungsbereich deutliche Zugewinne verzeichneten.

„Die Beteiligung Irans ist ein besonders beunruhigender Faktor für die Märkte, da die Möglichkeit israelischer Vergeltungsschläge die globale Ölversorgung zu destabilisieren droht“, wurde Matthew Ryan, Leiter der Marktstrategie beim Finanzunternehmen Ebury, von Reuters zitiert.

Der Iran ist ein zentraler Akteur in der globalen Ölproduktion und trägt etwa 5 Prozent zur weltweiten Gesamtproduktion bei. Jeder Konflikt, in den Teheran verwickelt ist, wird daher zu einem kritischen Faktor für den Ölmarkt.

Die Aktien der US-Energieriesen Exxon Mobil und Chevron verzeichneten einen Anstieg von 1,6% bzw. 1,5%.

Andere große Ölproduzenten, darunter ConocoPhillips, Occidental Petroleum und Devon Energy, verzeichneten ebenfalls Zuwächse zwischen 1,5 und 1,9 Prozent.

Die Ölfelddienstleister SLB und Halliburton verzeichneten jeweils Zuwächse von rund 2 %.

Analysten erwarten anhaltende Volatilität auf den Energiemärkten, während die Welt abwartet, wie Israel reagiert und welche Auswirkungen dies auf die globalen Ölversorgungsketten haben könnte.

„Es besteht die reale Gefahr, dass die Ölpreise weiter ansteigen, was zu einem längeren Zeitraum erhöhter Energiekosten und einer höheren Inflation für die Verbraucher führen würde“, fügte Ryan hinzu.

Er merkte jedoch an, dass die Auswirkungen wahrscheinlich nicht so schwerwiegend sein würden wie die Marktschocks nach der Invasion Russlands in der Ukraine.

Neben Energiewerten legten auch US-Rüstungsunternehmen wie Lockheed Martin und RTX vorbörslich um jeweils etwa 1,5 Prozent zu.

Geopolitische Konflikte haben in der Vergangenheit zu einer erhöhten Nachfrage nach verteidigungsbezogenen Gütern geführt, und die gegenwärtigen Unruhen folgen einem ähnlichen Muster.

Bei der Entwicklung der Situation im Nahen Osten steht weiterhin die Frage im Mittelpunkt, welche Auswirkungen dieser Konflikt nicht nur auf die Ölpreise, sondern auch auf die globale wirtschaftliche Stabilität haben könnte.

Sowohl Investoren als auch Analysten werden die Entwicklung aufmerksam beobachten, um die möglichen langfristigen Auswirkungen auf die Energiemärkte einzuschätzen.