Zahl der Beschäftigten im US-Privatsektor steigt im September um 143.000 und übertrifft damit die Erwartungen

Zahl der Beschäftigten im US-Privatsektor steigt im September um 143.000 und übertrifft damit die Erwartungen
Diya Poddar
02. Okt. 2024, 16:02 PM
  • Der ADP-Bericht korrigierte die Beschäftigtenzahl für August von ursprünglich 99.000 auf 103.000 nach oben.
  • Arbeitsmarktdaten zeigen, dass es im August 1,13 offene Stellen pro Arbeitslosen gab.
  • Die Federal Reserve hat den Leitzins kürzlich um 50 Basispunkte auf 4,75–5,00 % gesenkt.

Im September kam es in der privaten Wirtschaft der USA zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitsplätze; es wurden 143.000 neue Stellen geschaffen, womit die Erwartungen der Ökonomen von 120.000 Stellen übertroffen wurden.

Dies ist eine Folge einer Aufwärtskorrektur der Beschäftigtenzahl für August, die von einer früheren Schätzung von 99.000 auf 103.000 anstieg.

Die im ADP National Employment Report veröffentlichten Daten deuten trotz anhaltender Sorgen über eine mögliche Konjunkturabschwächung auf einen robusten Arbeitsmarkt hin.

Während Ökonomen und politische Entscheidungsträger diese Beschäftigungszahlen aufmerksam beobachten, spiegeln die Zuwächse einen Arbeitsmarkt wider, der weiterhin die Erwartungen übertrifft, auch wenn die Zinssenkungen der US-Notenbank Fragen über die allgemeineren Konjunkturaussichten aufwerfen.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg um 120.000 gerechnet, was auf einen stärker als erwarteten Arbeitsmarkt schließen lässt.

Diese Daten deuten darauf hin, dass die Unternehmen trotz anhaltender Herausforderungen weiterhin Personal einstellen, was zum Teil auf die stabile Nachfrage in verschiedenen Sektoren zurückzuführen ist.

Der in Zusammenarbeit mit dem Stanford Digital Economy Lab erstellte ADP-Bericht bietet Einblicke in Arbeitsmarkttrends, korreliert jedoch nicht direkt mit dem umfassenderen Beschäftigungsbericht des Bureau of Labor Statistics (BLS), der im Laufe dieser Woche erscheinen soll.

In der Vergangenheit wurde das Beschäftigungswachstum in den ADP-Zahlen häufig zu niedrig angegeben. Der BLS-Bericht könnte also sogar eine noch stärkere Schaffung von Arbeitsplätzen ausweisen.

Federal Reserve beobachtet Auswirkungen auf die Geldpolitik

Anfang dieser Woche veröffentlichte Regierungsdaten deuten darauf hin, dass der Arbeitsmarkt weiterhin gesund ist: Im August kamen auf jeden Arbeitslosen 1,13 offene Stellen, im Juli waren es noch 1,08.

Diese Dynamik lässt darauf schließen, dass der Arbeitsmarkt aufgrund der Zuwanderung neues Arbeitskräfteangebot aufnimmt, wenn auch langsamer.

Während sich die Federal Reserve darauf konzentriert, die Inflation durch ihre Zinspolitik unter Kontrolle zu halten, behält sie die Gesundheit des Arbeitsmarktes weiterhin im Auge.

Im September senkte die Fed ihren Leitzins um 50 Basispunkte auf den Bereich von 4,75 bis 5,00 Prozent.

Die künftigen Entscheidungen der Zentralbank werden wahrscheinlich von den kommenden Beschäftigungsdaten beeinflusst werden, darunter dem Bericht über die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft im September und der Arbeitslosenquote, die seit April stabil bei 4,2 Prozent liegt.

Was von den kommenden Beschäftigungsdaten zu erwarten ist

Mit Blick auf den BLS-Beschäftigungsbericht prognostizieren Ökonomen einen leichten Anstieg der Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 140.000 im September, nachdem es im August bereits einen Zuwachs von 142.000 gegeben hatte.

Zu diesem Wachstum dürften solide Beschäftigungszuwächse im öffentlichen Dienst beitragen.

Unterdessen wird für die Arbeitslosenquote eine unveränderte Rate von 4,2% prognostiziert; ein Wert, der im Vergleich zum Jahresanfang leicht angestiegen ist.

Da der Arbeitsmarkt weiterhin ein wichtiger Indikator für die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank ist, werden diese Beschäftigungszahlen in den kommenden Monaten genau beobachtet werden.

Das Zusammenspiel zwischen der Zinsstrategie der Fed und der Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes wird für die Richtung der Wirtschaft in diesem unsicheren Umfeld von entscheidender Bedeutung sein.