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KLM-Reorganisation soll durch Kostensenkungen und Flottenerneuerung den Gewinn um 450 Millionen Euro jährlich steigern

KLM-Reorganisation soll durch Kostensenkungen und Flottenerneuerung den Gewinn um 450 Millionen Euro jährlich steigern
Diya Poddar
03. Okt. 2024, 10:43 AM
  • Durch Kostensenkungsmaßnahmen will die Fluggesellschaft ihre Gewinnmargen bis 2026 auf 8 % steigern.
  • Durch die Optimierung des Flugzeuglayouts dürften die Einnahmen um 100 Millionen Euro pro Jahr steigen.
  • Trotz starkem Umsatzwachstum sank der Gewinn von KLM im Jahr 2023 auf 650 Millionen Euro.

LM hat einen Restrukturierungsplan angekündigt, der darauf abzielt, seinen Gewinn in den nächsten Jahren um 450 Millionen Euro pro Jahr zu steigern.

Trotz starken Umsatzwachstums hat die niederländische Fluggesellschaft mit steigenden Kosten zu kämpfen, darunter Personal-, Flughafengebühren und Ausrüstungskosten.

Der Plan, der auf Kostensenkung, Effizienzsteigerung und Verbesserung des Endergebnisses abzielt, sieht eine Reihe von Änderungen vor, darunter die Optimierung des Flugzeuglayouts und die Prüfung von Outsourcing-Möglichkeiten.

Marjan Rintel, CEO von KLM, erklärte, dass die Maßnahmen zwar schmerzhaft seien, für die langfristige Zukunft der Fluggesellschaft jedoch notwendig seien.

KLM will Gewinnmargen bis 2026 auf 8 % steigern

In seinem Bestreben, in den nächsten drei Jahren eine Gewinnspanne von 8 Prozent zu erreichen, hat KLM eine Reihe „energischer Maßnahmen“ vorgestellt.

Die Fluggesellschaft konzentriert sich auf die Steigerung der Produktivität und die Vereinfachung ihrer Organisation.

Das Unternehmen plant zwar, Entlassungen zu vermeiden, prüft jedoch die Ausgliederung bestimmter Dienste und die mögliche Veräußerung nicht zum Kerngeschäft gehörender Aktivitäten.

Mit diesen Maßnahmen sollen die Engpässe beim Personal und der Ausrüstung behoben werden, die den Betrieb behindern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Steigerung der Einnahmequellen.

KLM prüft Möglichkeiten zur Optimierung der Flugzeugaufteilung, um mehr Passagiere unterzubringen und den Umsatz zu steigern.

Darüber hinaus testet die Airline einen erweiterten Catering-Service und plant die Einführung zusätzlicher Bordprodukte.

KLM geht davon aus, dass diese Initiativen den Jahresumsatz des Unternehmens um mindestens 100 Millionen Euro steigern werden. Der Plan ist Teil einer breiteren Strategie, die den steigenden Betriebskosten entgegenwirken und gleichzeitig die Zufriedenheit der Passagiere aufrechterhalten soll.

Flottenerneuerung hat Priorität, da Kostensenkungen den Cashflow verbessern

CFO Bas Brouns kündigte an, dass die Kostensenkungsmaßnahmen den Cashflow des Unternehmens verbessern werden, was ihm die Fortsetzung des Flottenerneuerungsprogramms ermöglichen werde.

KLM plant, Milliarden in den Ersatz seiner alternden Flotte durch leisere, sauberere und treibstoffeffizientere Flugzeuge zu investieren.

Diese Investitionen sind für die Zukunft der Fluggesellschaft von entscheidender Bedeutung, da sie zur Senkung der Betriebskosten und zur Verbesserung des Kundenerlebnisses beitragen und so letztlich die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auf dem Markt stärken.

Der Personalmangel stellt für KLM eine ständige Herausforderung dar, da die Fluggesellschaft Schwierigkeiten hat, auf dem wettbewerbsintensiven europäischen Arbeitsmarkt mehr Mitarbeiter zu rekrutieren.

Der Umstrukturierungsplan umfasst Optionen zur Vereinfachung des Betriebs, zur Rationalisierung sich überschneidender Dienste und möglicherweise zur Ausgliederung nicht kritischer Funktionen.

Während KLM Schritte zum Schutz der Arbeitsplätze unternimmt, könnte sich das Unternehmen von bestimmten nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäftsbereichen trennen, wenn diese keinen direkten Beitrag zum Fluggeschäft leisten.

KLMs Gewinne sinken im Jahr 2023 trotz Umsatzwachstum

Trotz erheblicher Umsatzsteigerungen verzeichnete KLM im Jahr 2023 einen starken Gewinnrückgang von 706 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 650 Millionen Euro.

Die Erträge der Fluggesellschaft litten unter den höheren Betriebskosten, die durch Wartungsverzögerungen und wetterbedingte Störungen noch verschärft wurden.

Zwar konnte der Umsatz um 1,4 Milliarden Euro auf 12,1 Milliarden Euro gesteigert werden, doch konnte die Fluggesellschaft ihre Leistungsziele nicht erreichen. Daher sind in den kommenden Jahren erhebliche Kosteneinsparungsmaßnahmen erforderlich.