Visa kooperiert mit BBVA, um tokenisierte Vermögenswertplattform auf Ethereum einzuführen; Live-Pilotprojekte werden für 2025 erwartet

Visa kooperiert mit BBVA, um tokenisierte Vermögenswertplattform auf Ethereum einzuführen; Live-Pilotprojekte werden für 2025 erwartet
Diya Poddar
03. Okt. 2024, 19:51 PM
  • VTAP lässt sich über APIs in bestehende Banksysteme integrieren und ermöglicht so eine nahtlose Übernahme.
  • Visa äußerte Bedenken hinsichtlich des Anstiegs automatisierter Bot-Transaktionen bei der Verwendung von Stablecoins.
  • Der Pilotversuch auf Ethereum soll im Jahr 2025 starten, das genaue Datum ist jedoch unklar.

Visa, der globale Zahlungsriese, hat einen großen Schritt vorwärts bei der Integration der Blockchain-Technologie in das traditionelle Bankwesen angekündigt.

Mit der Einführung seiner Visa Tokenized Asset Platform (VTAP), deren Pilotprojekt im Jahr 2025 starten soll, will Visa es Finanzinstituten ermöglichen, auf öffentlichen Blockchains wie Ethereum Fiat-gestützte Token, wie etwa Stablecoins, zu prägen, zu vernichten und zu übertragen.

Diese Initiative spiegelt einen wachsenden Trend unter globalen Finanzinstituten wider, das Potenzial der Blockchain zu erkunden und gleichzeitig eine Verbindung zu etablierten Banksystemen aufrechtzuerhalten.

In Zusammenarbeit mit BBVA, einer der größten Banken Spaniens, soll die neue Plattform von Visa den Handel mit digitalen Vermögenswerten vereinfachen und so grenzüberschreitende Zahlungen effizienter und kostengünstiger gestalten.

Da die Blockchain die Finanzdienstleistungen weiterhin umgestaltet, könnte das VTAP von Visa einen entscheidenden Wendepunkt im Umgang der Banken mit digitalen Vermögenswerten und Transaktionen darstellen.

VTAP ist so konzipiert, dass es sich durch die Verwendung von APIs nahtlos in die traditionelle Bankinfrastruktur integrieren lässt.

Auf diese Weise können Banken in einer Sandbox-Umgebung mit Blockchain-Anwendungen experimentieren und die Vorteile der Tokenisierung auf risikoarme Weise erkunden.

Die Plattform von Visa nutzt Smart Contracts, um komplexe Finanztransaktionen wie etwa das Kreditmanagement zu automatisieren, Betriebskosten zu senken und die Effizienz zu steigern.

Der Schwerpunkt der Plattform lag zunächst auf Fiat-gestützten Token, doch bald könnte sie auch die Interoperabilität zwischen mehreren Blockchain-Netzwerken unterstützen. Visa hat allerdings noch nicht verraten, welche anderen Blockchains dazugehören könnten.

BBVA-Visa-Partnerschaft

BBVA, ein früher Anwender von Innovationen im Bereich digitaler Vermögenswerte, leitet die Pilotphase der Tokenized Asset Platform von Visa.

Die spanische Bank testet seit Anfang 2024 die Ausgabe, Übertragung und Einlösung von tokenisierten Vermögenswerten auf Test-Blockchains.

Bis 2025 soll das Pilotprojekt auf Ethereum umgestellt werden, was ein Zeichen für eine umfassende Anstrengung zur Integration der Blockchain in die Finanzgeschäfte der BBVA ist.

Das Engagement von BBVA unterstreicht das Engagement der Bank, an der Spitze der Blockchain-Innovation zu bleiben.

Obwohl kein konkreter Zeitplan für das öffentliche Pilotprojekt bekannt gegeben wurde, hat der Versuch großes Interesse geweckt, insbesondere da immer mehr traditionelle Banken die Integration der Blockchain-Technologie in Erwägung ziehen.

Visas Vorsicht bei Stablecoins

Auch wenn Visa seine Blockchain-Initiativen vorantreibt, gibt es Bedenken hinsichtlich des aktuellen Stands der Stablecoin-Nutzung.

Laut Cuy Sheffield, Leiter der Kryptoabteilung bei Visa, wird ein erheblicher Teil der Stablecoin-Transaktionen nicht von tatsächlichen Benutzern, sondern von automatisierten Bots durchgeführt.

Dies hat eine Debatte innerhalb der Kryptowährungsbranche ausgelöst, wobei einige die Methodik von Visa in Frage stellen.

Trotz dieser Bedenken argumentieren Branchenexperten, dass sich Stablecoins noch in einem frühen Stadium befinden und eine transformative Rolle bei digitalen Zahlungen spielen könnten.

Das vorsichtige Vorgehen von Visa zeigt den Wunsch des Unternehmens, Blockchain-Innovationen mit Vorsicht im sich rasch entwickelnden Kryptowährungsraum in Einklang zu bringen.