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Warum dieser „nächste Drache Asiens“ eine bessere Investition sein könnte als die Schwellenmärkte

Warum dieser „nächste Drache Asiens“ eine bessere Investition sein könnte als die Schwellenmärkte
Wajeeh Khan
07. Okt. 2024, 15:18 PM
  • Laut Fondsmanager befindet sich Vietnam derzeit in einer günstigen Lage für Investitionen.
  • Shasha Li Mafli erwartet, dass Vietnams BIP pro Kopf in einigen Jahren 10.000 US-Dollar erreichen wird.
  • Sie hält insbesondere den Immobilienmarkt des Landes für stark unterbewertet.

Vietnam ist derzeit nicht in den wichtigen Schwellenmarktindizes enthalten, doch dieser Status quo dürfte sich in Zukunft ändern.

Tatsächlich empfiehlt Shasha Li Mafli, die leitende Fondsmanagerin von Eric Sturdza Investments, Investitionen in Vietnam gegenüber China, Indien, Malaysia und anderen Schwellenmärkten, da das Land sich als der „nächste Drache Asiens“ erweist.

Mafli glaubt, dass jetzt ein geeigneter Zeitpunkt ist, Kapital in dem südasiatischen Land zu parken, da sich der Arbeitsmarkt, das Wirtschaftswachstum und die Regierungspolitik derzeit im optimalen Bereich befinden.

Darüber hinaus seien Aktien in Vietnam auch zum Zeitpunkt des Schreibens recht günstig zu besitzen, fügte sie hinzu.

Vietnam wird sein BIP pro Kopf mehr als verdoppeln

Shasha Li Mafli verglich in einem Gespräch mit CNBC am Montag die aktuelle Wirtschaft Vietnams mit der Wirtschaft Chinas vor etwa 15 Jahren.

Sie stellte fest, dass die anhaltende Stärke des verarbeitenden Gewerbes, der Infrastrukturentwicklung und der ausländischen Direktinvestitionen zusammen mit einer jungen Bevölkerung und einer wachsenden Mittelschicht das Pro-Kopf-BIP des Landes in den nächsten Jahren von heute rund 4.000 auf etwa 10.000 Dollar steigern werde.

Vietnams Wirtschaft verzeichnete im ersten Halbjahr dieses Jahres ein Wachstum von satten 6,42 % – ein starker Anstieg im Vergleich zu 3,84 % in den ersten sechs Monaten des Jahres 2023. Die ausländischen Direktzuflüsse stiegen im gleichen Zeitraum laut dem Statistikamt des Landes um mehr als 13 % auf 15,19 Milliarden US-Dollar.

Noch wichtiger ist, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) davon ausgeht, dass Vietnam sein Wachstum auf diesem Niveau halten wird. Er prognostiziert für das gesamte Jahr 2024 einen Anstieg der Wirtschaft um 6,1 %. Das Land selbst strebt in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von bis zu 7,0 % an.

Vietnams Immobiliensektor rechtfertigt eine Investition

Die Fondsmanagerin empfahl in ihrem Interview mit CNBC den Besitz vietnamesischer Aktien mit hohem Wachstum und solcher, die sich in einem ansonsten unterdurchschnittlich abschneidenden Sektor als widerstandsfähig erweisen.

Ein Name, der ihr besonders ins Auge springt, ist Mobile World Investment – ein Elektronikhändler, den sie als „eines der besten Unternehmen in Bezug auf Wachstum und Managementqualität“ bezeichnet. Sie ist auch optimistisch für PetroVietnam, das nach Einschätzung von Analysten von nun an um weitere 19 % steigen könnte.

Shasha Li Mafli schließlich hält den Immobiliensektor in Vietnam für „stark unterbewertet“. Der Immobilienmarkt des Landes befindet sich noch in der Anfangsphase und rechtfertigt eine Investition, da er nicht wie China mit einem Überangebot zu kämpfen hat.

Die rasante Urbanisierung werde die Nachfrage nach Gewerbe-, Industrie- und Wohnimmobilien in Vietnam bis zum Ende dieses Jahrzehnts weiter ansteigen lassen, argumentierte sie. Man beachte, dass Projekte wieder aufgenommen werden und die staatliche Unterstützung sich bereits in einer Erholung des vietnamesischen Baumarktes bemerkbar macht.