Rallye der Technologiebranche treibt S&P 500 auf Rekordhoch, mit Microsoft, Amazon und Apple an der Spitze; Dow springt um 400 Punkte

Rallye der Technologiebranche treibt S&P 500 auf Rekordhoch, mit Microsoft, Amazon und Apple an der Spitze; Dow springt um 400 Punkte
Sayantan Sarkar
09. Okt. 2024, 18:26 PM
  • Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq steigen, während Händler auf das Protokoll der US-Notenbank warten.
  • Die Boeing-Aktien stürzen um 3 Prozent ab, nachdem das Unternehmen das den 33.000 streikenden Maschinisten versprochene Angebot einer Lohnerhöhung zurückgezogen hat.
  • Die Ölpreise weiten ihre Verluste vom Dienstag aus und fallen um über 1 %, da die US-Lagerbestände stark ansteigen.

Die US-Aktien stiegen am Mittwoch den zweiten Tag in Folge. Der S&P 500 erreichte ein neues Rekordhoch, da Technologiewerte die Nase vorn hatten und die Anleger geopolitische Bedenken beiseite schoben.

Der S&P 500 und der Nasdaq Composite legten um 0,7% bzw. 0,6% zu, während der Dow Jones Industrial Average um 400 Punkte oder 0,95% zulegte.

Technologiegiganten wie Microsoft, Amazon und Apple legten jeweils um etwa 1 Prozent zu, Super Micro Computer legte um 7 Prozent zu.

Die starke Performance des Tages trug dazu bei, die Verluste vom Anfang des Monats wieder auszugleichen und brachte die wichtigen Indizes im Oktober wieder ins Plus.

Boeing-Aktien fallen aufgrund von Streikproblemen

Die Boeing-Aktien fielen um fast 3 %, nachdem der Luft- und Raumfahrtriese ein Angebot zur Lohnerhöhung für die 33.000 Maschinisten zurückgezogen hatte, die derzeit seit Mitte September streiken.

Die Gespräche sind erneut ins Stocken geraten, was die Sorge vor weiteren finanziellen Einbußen für das Unternehmen aufkommen lässt.

Laut S&P Global Ratings könnte der anhaltende Streik Boeing über eine Milliarde Dollar pro Monat kosten.

Unterdessen fielen die Aktien von Alphabet um 1,7 %, nachdem Berichte aufgetaucht waren, wonach das US-Justizministerium aufgrund kartellrechtlicher Probleme einer Zerschlagung von Google näher rückt.

Auch Blackstone musste einen Rückgang von fast 1% hinnehmen, nachdem Piper Sandler die Bewertung der Aktie mit der Begründung herabgestuft hatte, dass die Anleger einen Großteil der jüngsten Kursgewinne bereits eingepreist hätten.

Fokus richtet sich auf Fed-Protokolle und Konjunkturdaten

Die Aufmerksamkeit der Märkte richtete sich weiterhin auf die Veröffentlichung des Protokolls der Septembersitzung der Federal Reserve.

Während dieser Sitzung senkte die Fed den Leitzins erstmals seit über vier Jahren um 50 Basispunkte.

Besonders im Lichte der robusten Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche analysieren die Anleger das Protokoll mit großem Interesse, um die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung einzuschätzen.

Auch die kommenden Inflationsdaten dürften eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Marktstimmung und der künftigen Politik der Fed spielen.

Chinesische Aktienkurse fallen

In den USA notierte chinesische Aktien, darunter Alibaba, JD.com und Nio, setzten am Mittwoch ihren Abwärtstrend fort und weiteten damit ihre Verluste aus der Vorsitzung aus. Alibaba verlor 3,2 %, JD.com 4,6 % und Nio rutschte um 2,4 % ab.

Der Ausverkauf folgte auf erneute Sorgen um die wirtschaftliche Stabilität Chinas, die durch das Fehlen neuer Konjunkturmaßnahmen seitens der wichtigsten Wirtschaftsplaner des Landes noch verschärft wurden.

Der Shenzhen-Index stürzte um 8,7 Prozent ab und verzeichnete damit seinen schlimmsten Tag seit 1997, während der Shanghai Composite um 6,6 Prozent nachgab.

Ölpreise sinken erneut

Sowohl die Rohölpreise der Sorten Brent als auch West Texas Intermediate (WTI) weiteten ihre Verluste vom Dienstag aus, da die guten Angebotsaussichten die Sorgen über die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten überwogen.

Das American Petroleum Institute berichtete, dass die US-Rohölvorräte in der Woche bis vergangenen Freitag um 10,9 Millionen Barrel gestiegen seien, was den Preisverfall befeuerte.

Trotz der geopolitischen Spannungen, die die globale Ölversorgung bedrohen, konnten die Preise aufgrund der steigenden US-Vorräte und der verfügbaren Produktionskapazitäten innerhalb der OPEC und ihrer Verbündeten in Schach gehalten werden.

Als sich Hurrikan Milton Tampa, Florida, näherte, wurden im Vorfeld sämtliche Ölanlagen in der Region geschlossen.

Daten von GasBuddy haben ergeben, dass über 17 % der Tankstellen in Florida keinen Kraftstoff mehr hatten, als die Bewohner die Gegend evakuierten.

Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels wurde Brent-Öl zu 76,28 USD pro Barrel gehandelt, ein Rückgang von 1,2 %, während WTI-Rohöl 1,1 % niedriger bei 72,80 USD pro Barrel lag.

Diese Mischung aus Marktereignissen unterstreicht, dass die Anleger ein empfindliches Gleichgewicht finden müssen, da starke makroökonomische Signale durch sektorspezifische Herausforderungen ausgeglichen werden.