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ServiceNow und CoreWeave investieren 8,2 Milliarden Dollar in britische Rechenzentren

ServiceNow und CoreWeave investieren 8,2 Milliarden Dollar in britische Rechenzentren
Diya Poddar
14. Okt. 2024, 16:22 PM
  • ServiceNow investiert bis 2028 1,5 Milliarden Dollar in das britische Geschäft.
  • CoreWeave stellt 978 Millionen US-Dollar bereit, um den Bedarf Großbritanniens an KI-Infrastruktur zu decken.
  • CyrusOne und CloudHQ werden auch in britische Rechenzentren investieren.

Großbritannien entwickelt sich schnell zu einem globalen Zentrum für künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Infrastruktur und große Technologieunternehmen haben Investitionen in Milliardenhöhe in der Region angekündigt.

US-Unternehmen wie ServiceNow und CoreWeave haben erhebliche Mittel bereitgestellt, um ihre Geschäftstätigkeit in Großbritannien auszubauen. Die kürzlich angekündigte Gesamtinvestition beträgt beeindruckende 6,3 Milliarden Pfund, berichtete CNBC.

ServiceNow investiert 1,5 Milliarden Dollar in das britische Geschäft

Der Unternehmenssoftware-Riese ServiceNow wird in den nächsten fünf Jahren 1,5 Milliarden Dollar in sein Großbritannien-Geschäft investieren.

Das in den USA ansässige Unternehmen plant, seine lokale Präsenz durch die Erweiterung seiner Büroflächen, die Einstellung zusätzlichen Personals und die Lokalisierung der Datenverarbeitung für seine großen Sprachmodelle (LLMs) auszubauen.

Mithilfe von Grafikprozessoren (GPUs) von Nvidia wird ServiceNow seine Rechenzentren in London und Newport erweitern, um LLMs in Großbritannien besser zu unterstützen.

Diese Entwicklung zielt darauf ab, der steigenden Nachfrage britischer Kunden und Regierungsstellen nach domänenspezifischen KI-Modellen gerecht zu werden.

CEO Bill McDermott betonte die Bedeutung dieses Schritts und erklärte, dass Großbritannien beim technologischen Wandel und bei Innovationen, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz, eine Vorreiterrolle einnehme.

CoreWeave stellt 750 Millionen Pfund für KI-Infrastruktur bereit

CoreWeave, ein in den USA ansässiges Cloud-Computing-Unternehmen, das GPUs an Entwickler zum Trainieren großer KI-Modelle vermietet, hat seine zweite Großinvestition in Großbritannien angekündigt.

Das Unternehmen wird 750 Millionen Pfund (978,6 Millionen Dollar) bereitstellen, um den wachsenden Bedarf an KI-Infrastruktur im Land zu decken.

Dies folgt auf eine frühere Zusage in Höhe von 1 Milliarde Pfund im Mai und festigt die Rolle von CoreWeave bei der Unterstützung der wachsenden KI-Landschaft in Großbritannien weiter.

Die Ankündigung spiegelt den strategischen Fokus des Unternehmens wider, Großbritannien als zentralen Standort für seine globalen KI-Aktivitäten zu etablieren.

Investitionen von US-Unternehmen in Rechenzentren erreichen 4,4 Milliarden Pfund

Neben KI-fokussierten Investitionen unterstützen auch die US-Rechenzentrumsbetreiber CyrusOne und CloudHQ Großbritannien mit erheblichen finanziellen Zusagen.

CyrusOne plant, 2,5 Milliarden Pfund in die Ausweitung seiner Geschäftstätigkeit in ganz Großbritannien zu investieren, während CloudHQ im Wert von 1,9 Milliarden Pfund in Didcot in Oxfordshire einen neuen Rechenzentrumscampus errichten wird.

Diese Projekte unterstreichen die steigende Nachfrage nach einer robusten Cloud-Infrastruktur zur Unterstützung des wachsenden KI-Sektors und stärken die Position Großbritanniens als entscheidender Markt für die Technologieentwicklung.

Die britische Regierung hat diese groß angelegten Investitionen als Vertrauensbeweis für die Wirtschaftsstrategie des Landes und sein Engagement für KI-Innovationen begrüßt.

Technologieminister Peter Kyle stellte fest, dass diese Investitionen nachhaltiges Wachstum für alle bringen und Großbritanniens Führungsrolle in der KI- und Technologieentwicklung weiter festigen würden.

Diese Ankündigungen wurden auf dem International Investment Summit gemacht, bei dem 300 Wirtschaftsführer zusammenkamen, um unter der Leitung von Premierminister Keir Starmer über ausländische Investitionsmöglichkeiten zu diskutieren.

Diese Entwicklungen unterstreichen die wachsende Rolle Großbritanniens in der globalen KI-Landschaft, da Technologieunternehmen weiterhin das Potenzial des Landes erkennen, Innovation und Transformation voranzutreiben.

Großbritannien strebt KI-Souveränität durch lokalisierte Datenverarbeitung an

Die Entscheidung von ServiceNow, die Datenverarbeitung für seine KI-Modelle zu lokalisieren, spiegelt einen breiteren Trend hin zur KI-Souveränität in Europa wider.

In der Region fordern politische Entscheidungsträger zunehmend eine lokale Speicherung von KI-bezogenen Technologien und Daten, um sicherzustellen, dass diese mit den europäischen Werten und Rechtsrahmen in Einklang stehen.

Durch die Verarbeitung von KI-Daten in Großbritannien trägt ServiceNow dazu bei, diese Souveränitätsziele zu erreichen und gleichzeitig auf die spezifischen Bedürfnisse britischer Kunden und Regierungsbehörden einzugehen.

Zusätzlich zu seinen finanziellen Verpflichtungen plant ServiceNow die Umsetzung neuer Qualifizierungsprogramme, die 240.000 Menschen in ganz Großbritannien erreichen werden.

Der Schwerpunkt dieser Initiativen liegt auf der Ausbildung der nächsten Generation von Technologiefachleuten, insbesondere in KI-bezogenen Bereichen, um sicherzustellen, dass das Land auf einem sich rasch entwickelnden globalen Markt wettbewerbsfähig bleibt.

Diese Investition in die Weiterbildung unterstreicht die umfassenderen Auswirkungen ausländischer Investitionen auf die britische Tech-Belegschaft und ihr Potenzial, durch KI-Innovationen das künftige Wirtschaftswachstum voranzutreiben.