Die großen Banken haben ihre Ergebnisse für das dritte Quartal bekannt gegeben: Wie geht es mit ihren Aktienkursen weiter?

Die großen Banken haben ihre Ergebnisse für das dritte Quartal bekannt gegeben: Wie geht es mit ihren Aktienkursen weiter?
Wajeeh Khan
15. Okt. 2024, 19:07 PM
  • Die Aktien der Wall Street-Banken bleiben nach der Veröffentlichung ihrer Gewinnzahlen stabil.
  • Anton Schutz von Mendon Capital sieht weiteres Aufwärtspotenzial bei Bankaktien.
  • Weniger Regulierung trägt dazu bei, dass die Banken unter einer republikanischen Regierung bessere Leistungen erbringen.

Die Aktien großer US-Banken haben sich nach der Veröffentlichung ihrer Finanzergebnisse für das dritte Quartal als widerstandsfähig erwiesen, und diese Dynamik könnte laut Anton Schutz, President und Chief Investment Officer von Mendon Capital Advisors, bis zum Jahresende und bis ins Jahr 2025 anhalten.

Schutz prognostiziert weiteres Aufwärtspotenzial für Bankaktien, insbesondere da diese unter republikanischen Regierungen in der Vergangenheit besser abgeschnitten haben.

Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass Donald Trump im Präsidentschaftswahlkampf 2024 gegenüber Kamala Harris aufholt, was den Optimismus der Anleger stärkt.

Der Dow Jones US Banks Index ist seit Anfang 2024 um etwa 25 % gestiegen, was die starke Performance des Sektors widerspiegelt.

Warum erzielen Bankaktien unter einer republikanischen Regierung eine bessere Performance?

Historisch gesehen neigen republikanische Regierungen dazu, weniger Regulierungen durchzusetzen, was Banken wie JPMorgan, Wells Fargo, Goldman Sachs und anderen höhere Aktienkurse beschert.

Dieses regulatorische Umfeld trug dazu bei, dass die Bankaktien deutlich anstiegen, als Donald Trump im November 2016 zum Präsidenten gewählt wurde.

Neben potenziellem politischen Rückenwind könnten auch individuelle Faktoren zu weiteren Kursgewinnen bei den Aktien großer Banken führen.

So könnte etwa die Vermögensobergrenze für Wells Fargo bald angehoben werden, während Goldman Sachs und Morgan Stanley von einer Zunahme der Fusions- und Übernahmeaktivitäten profitieren könnten.

Für JPMorgan sei die Fortsetzung seiner Strategie, weniger zu versprechen und mehr zu liefern, eine nachhaltige Aktienperformance, sagte Schutz in einem Interview mit CNBC.

Auch aufgrund der starken Dividendenrendite sind diese Bankaktien attraktive Investments.

Schutz bevorzugt Regionalbanken gegenüber Wall-Street-Giganten

Obwohl Schutz hinsichtlich der Wall Street-Banken optimistisch ist, glaubt er, dass Regionalbanken auf dem aktuellen Niveau ein noch besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

In einer Rede in der Sendung „Worldwide Exchange“ von CNBC drückte Schutz seine optimistische Prognose für Regionalbanken aus und wies darauf hin, dass sie sowohl im Vergleich zum Gesamtmarkt als auch zu ihren historischen Durchschnittswerten mit Rekordabschlägen gehandelt würden.

„In vielen Fällen werden Regionalbanken zu einstelligen Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV) gehandelt und sind potenzielle Übernahmeziele. Dies verschafft ihnen bessere Gewinnaussichten und künftige M&A-Chancen, was bei größeren Banken nicht so häufig der Fall ist“, erklärte Schutz.

Er merkte auch an, dass mögliche Zinssenkungen den Regionalbanken Rückenwind verleihen könnten.

Die Federal Reserve senkte kürzlich ihren Leitzins um 50 Basispunkte und signalisierte Pläne für eine weitere Senkung um 50 Basispunkte bis Ende 2024, was den Regionalbanken zusätzliche Unterstützung bieten könnte.