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Warum sind die HEG-Aktien um über 80 % eingebrochen?

Warum sind die HEG-Aktien um über 80 % eingebrochen?
Harsh Vardhan
18. Okt. 2024, 08:11 AM
  • HEG-Aktien fallen um 80 %, nachdem der Nennwert durch Aktiensplit von 10 ₹ auf 2 ₹ angepasst wurde.
  • Jefferies prognostiziert einen Preisanstieg für Graphitelektroden bis zum Geschäftsjahr 27 auf 5.500 USD/mt.
  • Die Margen von HEG sollen von 14,4 % im GJ25 auf 34,6 % im GJ27 steigen.

Die Aktien von HEG Ltd., einem namhaften Hersteller von Graphitelektroden, verzeichneten im frühen Handel am Freitag einen Rückgang von 80,12 % und eröffneten bei 511 ₹ pro Stück gegenüber einem vorherigen Schlusskurs von 2.570,80 ₹.

Während der starke Rückgang zunächst einige Anleger überraschte, wurde der Rückgang auf die 5:1-Aktienaufteilung des Unternehmens zurückgeführt.

HEG reduzierte den Nennwert seiner Aktien von 10 Rupien auf 2 Rupien und passte den Aktienkurs entsprechend an.

Aktiensplit passt den Preis an, behält aber den Marktwert

Durch die Aktienaufteilung wurde der Wert pro Aktie neu ausgerichtet, ohne Auswirkungen auf die Marktkapitalisierung von HEG.

Solche Splits werden typischerweise durchgeführt, um die Liquidität zu erhöhen und Aktien durch die Senkung der einzelnen Aktienpreise für Privatanleger leichter zugänglich zu machen.

HEG mit Sitz in Indien betreibt eine der weltweit größten integrierten Graphitelektrodenfabriken und verarbeitet Ultra High Power (UHP)-Elektroden.

Das Unternehmen exportiert mehr als 70 % seiner Produktion in über 30 Länder und ist damit ein wichtiger Akteur auf dem globalen Graphitelektrodenmarkt.

Jefferies: HEGs Fundamentaldaten bleiben stark

Das globale Maklerunternehmen Jefferies hatte Anfang des Jahres eine Kaufempfehlung für HEG ausgesprochen und dabei die solide Finanzlage und das Wachstumspotenzial des Unternehmens betont.

Laut Jefferies hat HEG seine Elektrodenkapazität kürzlich um 20.000 Tonnen (mt) erweitert. Die Inbetriebnahme erfolgt im November 2023. Damit erhöht sich die gesamte installierte Kapazität auf 100.000 mt.

Jefferies hob die solide Bilanz von HEG mit minimalen Schulden und erheblichen Barreserven hervor, die das Unternehmen für zukünftiges Wachstum gut positioniert.

Das Unternehmen bewertete HEG mit einem EV/EBITDA-Multiple von 7, was leicht unter dem historischen 10-Jahres-Durchschnitt der Aktie liegt.

Prognosen für Graphitelektroden- und Nadelkokspreise

Die Analyse von Jefferies prognostiziert für die kommenden Jahre eine stabile Nachfrage nach Graphitelektroden. Die durchschnittlichen Verkaufspreise dürften im GJ25 4.900 USD pro Tonne und in den GJ26 und 27 jeweils 5.500 USD pro Tonne erreichen.

Das Maklerunternehmen prognostizierte außerdem, dass der Durchschnittspreis für Nadelkoks, einen wichtigen Rohstoff bei der Elektrodenproduktion, im gleichen Zeitraum bei 2.000 US-Dollar pro Tonne liegen werde.

Jefferies geht davon aus, dass die Betriebsmargen von HEG im GJ25 mit 14,4 % ihren Tiefpunkt erreichen und bis zum GJ27 auf 34,6 % ansteigen werden, was das Potenzial des Unternehmens für eine nachhaltige Rentabilität widerspiegelt, wenn sich die Marktbedingungen stabilisieren.

HEGs Bestreben, die Aktienliquidität zu erhöhen

Der nach der Aktienaufteilung angepasste Preis von HEG spiegelt die Strategie des Unternehmens wider, die Aktienliquidität zu erhöhen und gleichzeitig starke Marktgrundlagen beizubehalten.

Es wird erwartet, dass die Anleger die Entwicklung des Unternehmens im Auge behalten, insbesondere angesichts der Abhängigkeit von HEG von internationalen Märkten und der steigenden Nachfrage nach Graphitelektroden.

Trotz der Preisanpassung bleibt Jefferies‘ Ausblick optimistisch und das Unternehmen ist davon überzeugt, dass HEG angesichts der günstigen Marktdynamik gut für Wachstum positioniert ist.

Um 10:15 Uhr wurden HEG-Aktien zu 511 ₹ gehandelt, was eine stabile Nachfrage nach der Aktie nach dem Split widerspiegelte.

Marktanalysten gehen davon aus, dass das Interesse der Anleger zunehmen könnte, da der angepasste Aktienkurs HEG für Privatanleger zugänglicher macht.