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Nikkei 225, S&P/ASX 200, 10-Jahres-Rendite, Gold, USD/EUR/JPY: So entwickeln sie sich

Nikkei 225, S&P/ASX 200, 10-Jahres-Rendite, Gold, USD/EUR/JPY: So entwickeln sie sich
Srinibas Rout
22. Okt. 2024, 07:25 AM
  • Der japanische Nikkei fiel im Morgenhandel um 1,1 Prozent und erreichte seinen niedrigsten Stand seit Anfang Oktober.
  • In Australien verlor der S&P/ASX 200-Index am Vormittag 1,3 Prozent.
  • In China blieben die Märkte verhalten, da die Händler auf weitere Anreizmaßnahmen der Regierung warteten.

Die asiatischen Aktienkurse gaben am Dienstag nach, während der US-Dollar in der Nähe seines Mehrmonatshochs verharrte. Ein starker Ausverkauf von Anleihen und ein Anstieg des Goldpreises deuteten auf eine wachsende Vorsicht der Anleger im Vorfeld der bevorstehenden US-Wahlen hin.

Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen stiegen über Nacht um 11 Basispunkte und stiegen im frühen asiatischen Handel weiter um 1 Basispunkt auf 4,19 %.

Unterdessen stieg der Goldpreis am Montag auf ein Rekordhoch von über 2.740 Dollar pro Unze, bevor er sich am Dienstagmorgen bei 2.725 Dollar einpendelte.

Der japanische Nikkei fiel im Morgenhandel um 1,1 Prozent und erreichte seinen niedrigsten Stand seit Anfang Oktober.

Der MSCI-Asien-Pazifik-Index (ohne Japan) verlor 0,8 Prozent.

Auch die Wall-Street-Indizes gaben über Nacht nach und die Futures folgten im asiatischen Handel diesem Beispiel.

Steigende Ölpreise, beeinflusst durch den anhaltenden Nahostkonflikt und den jüngsten Tod des Hamas-Führers Yahya Sinwar, trugen laut ANZ-Stratege Jack Chambers zur Volatilität auf den Anleihemärkten bei.

Die Brent-Rohöl-Futures stiegen am Montag um 1,7 %, bevor sie sich in Asien bei 73,89 USD pro Barrel stabilisierten.

Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte Chambers mit der Aussage, dass Sorgen im Zusammenhang mit den in nur zwei Wochen anstehenden US-Wahlen zur Instabilität der Märkte beitragen würden.

Er fügte hinzu: „Der Fokus auf die US-Wahlen und die fiskalische Dynamik dürfte die Stimmung belasten. Unabhängig vom Wahlergebnis erscheint eine Haushaltskonsolidierung unwahrscheinlich.“

In Australien verlor der S&P/ASX 200-Index am Vormittag 1,3 Prozent. Die Aktien des unabhängigen Lebensmittelhändlers Metcash sackten um 6 Prozent ab, nachdem Goldman Sachs aufgrund von Bedenken über einen möglichen Verlust von Marktanteilen sein Kursziel für die Aktie nach unten korrigiert hatte.

In China blieben die Märkte verhalten, da die Händler auf weitere staatliche Anreize zur Stützung der sich abschwächenden Konjunktur warteten.

Der Hang Seng Index und der Shanghai Composite in Hongkong blieben weitgehend unverändert.

Die Devisenmärkte spiegelten die Bewegung bei den Staatsanleihen wider und trieben den Dollar in die Höhe.

Der Euro blieb mit 1,0819 Dollar in der Nähe eines Zweimonatstiefs, während der Yen bei etwa 150,67 zum Dollar oszilliert.

Auch der australische und der neuseeländische Dollar verharrten auf einem Mehrmonatstief und wurden bei 0,6655 bzw. 0,6021 Dollar gehandelt.

Marktanalysten meinen, der jüngste Anstieg des Dollars spiegele die Erwartung des Marktes auf einen Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl wider, der aufgrund seiner Handels- und Fiskalpolitik voraussichtlich zu einem Anstieg der Inflation und der Anleiherenditen führen werde.

Joe Capurso, Stratege der Commonwealth Bank of Australia, merkte an: „Da Präsident Trump nun auf den Devisenmärkten eingepreist ist, besteht für den AUD/USD ein geringes Abwärtsrisiko, während ein Sieg von Kamala Harris eine größere Marktreaktion auslösen könnte.“

Da nur wenige Konjunkturdaten auf dem Kalender stehen, werden sich die Augen der Anleger auf die Gewinnzahlen der wichtigsten US-Unternehmen richten, darunter die Ergebnisse von General Motors, Texas Instruments, Verizon, Lockheed Martin und 3M, die später am Tag veröffentlicht werden.