Barclays-Gewinn steigt im 3. Quartal um 23 % und übertrifft Prognosen: Wird der BARC-Aktienkurs heute steigen?

Barclays-Gewinn steigt im 3. Quartal um 23 % und übertrifft Prognosen: Wird der BARC-Aktienkurs heute steigen?
Srinibas Rout
24. Okt. 2024, 08:47 AM
  • Die britische Bank Barclays meldete am Donnerstag einen Nettogewinn von 1,6 Milliarden Pfund (2 Milliarden Dollar) für das dritte Quartal.
  • Der Umsatz für das Quartal erreichte 6,5 Milliarden Pfund und lag damit leicht über den prognostizierten 6,39 Milliarden Pfund.
  • Die Barclays-Aktie ist in diesem Jahr bisher um 55 % gestiegen und hat sich von einem Einbruch im Jahr 2023 erholt.

Die britische Bank Barclays meldete am Donnerstag einen Nettogewinn von 1,6 Milliarden Pfund (2 Milliarden Dollar) für das dritte Quartal und übertraf damit die Erwartungen der Analysten.

Dieses Ergebnis übertraf die in einer Umfrage der LSEG prognostizierte Summe von 1,17 Milliarden Pfund und bedeutete eine Steigerung von 23 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2023.

Der Umsatz für das Quartal erreichte 6,5 Milliarden Pfund und lag damit leicht über den prognostizierten 6,39 Milliarden Pfund.

Zu Beginn des Jahres leitete Barclays eine strategische Neuausrichtung ein, die auf Kostensenkung, Steigerung der Aktionärsrendite und Sicherung langfristiger finanzieller Stabilität abzielte.

Mit dieser Strategie wurde der Schwerpunkt stärker auf die Kreditvergabe im Inland verlegt, während die unberechenbareren Investmentbanking-Geschäfte beibehalten wurden.

Im Rahmen der Umstrukturierung übernahm Barclays das britische Privatkundengeschäft der Tesco Bank.

Im zweiten Quartal verzeichnete Barclays im Vergleich zum Vorjahr aufgrund geringerer Erträge aus dem Privat- und Firmenkundengeschäft einen leichten Rückgang des Nettogewinns.

Die Investmentbank verzeichnete jedoch einen Anstieg des Nettogewinns um 10 % auf 3,02 Milliarden Pfund.

Die Barclays-Aktie ist in diesem Jahr bisher um 55 % gestiegen und hat sich von einem Einbruch im Jahr 2023 erholt.

Aufgrund der Sorge über schrumpfende Nettozinsmargen infolge sinkender Zinsen haben mehrere Banken zudem Umstrukturierungsmaßnahmen angekündigt.

Anfang dieser Woche gab HSBC Pläne bekannt, seine Aktivitäten in vier Geschäftseinheiten zu konsolidieren, während die Deutsche Bank die Ertragssaison des dritten Quartals mit höher als erwarteten Gewinnen startete, die auf einen Umsatzanstieg von 11% sowohl im Investmentbanking als auch in der Vermögensverwaltung zurückzuführen waren.

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Stephen Wright analysiert Barclays und hebt die beeindruckende Leistung des Unternehmens im Jahr 2024 hervor, in dem der Aktienkurs von 1,55 £ auf 2,42 £ stieg, was das Unternehmen zu einem herausragenden Performer im FTSE 100 machte.

Derzeit liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten bei 2,75 £, was auf ein potenzielles Aufwärtspotenzial von etwa 13,5 % gegenüber dem aktuellen Preis schließen lässt.

Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede bei den Prognosen. Die Schätzungen reichen von 2 bis 3,30 Pfund, was eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Entwicklung mit sich bringt.

Wright weist darauf hin, dass es für Barclays schwierig sei, präzise Prognosen zu erstellen, insbesondere aufgrund der unterschiedlichen Meinungen der Analysten und der komplexen Dynamik des Bankensektors.

Er weist darauf hin, dass die diversifizierte Struktur von Barclays, zu der neben dem Privatkundenkreditgeschäft auch eine bedeutende Investmentbanking-Abteilung gehört, bei sinkenden Zinsen von einer verstärkten Investmentbanking-Aktivität profitieren könnte.

Dies steht im Gegensatz zu anderen Banken wie Lloyds und NatWest, die sich hauptsächlich auf das Privatkundengeschäft konzentrieren.

Trotz der optimistischen Aussichten für Barclays warnt Wright die Anleger, die aktuelle Bewertung des Unternehmens zu berücksichtigen, da die Aktie zu etwa 62 Prozent ihres Buchwerts gehandelt wird.

Diese Bewertung spiegelt die positive Stimmung der Anleger hinsichtlich des Potenzials der Bank wider, hohe Eigenkapitalrenditen zu erwirtschaften.

Wright gibt jedoch zu bedenken, dass das erwartete Wachstum im Investmentbanking-Sektor zum großen Teil bereits eingepreist sein könnte.

Darüber hinaus könnten mögliche Rückgänge der Kreditmargen Risiken für die Bewertung der Aktie darstellen und zu einem Rückgang führen, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden.