David Einhorn bezeichnet Peloton als unterbewertet – deshalb kaufe ich trotzdem nicht

David Einhorn bezeichnet Peloton als unterbewertet – deshalb kaufe ich trotzdem nicht
Wajeeh Khan
24. Okt. 2024, 21:55 PM
  • Laut David Einhorn ist die Peloton-Aktie deutlich unterbewertet.
  • Sein Hedgefonds hat kürzlich 6,8 Millionen PTON-Aktien gekauft.
  • Doch Peloton Interactive steht weiterhin vor mehreren Herausforderungen.

David Einhorn sagt, dass Peloton Interactive Inc (NASDAQ: PTON) auf dem aktuellen Niveau „deutlich unterbewertet“ sei.

Um dieser Stimmung Rechnung zu tragen, kaufte Greenlight Capital, der von ihm 1996 gegründete Hedgefonds, im August sogar 6,8 Millionen Aktien des Connected-Fitness-Unternehmens.

Dennoch bin ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht völlig davon überzeugt, dass die Peloton-Aktie ein Name ist, in den ich investieren möchte.

Warum? Weil dieser Hersteller von Trainingsgeräten weiterhin mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert ist.

Darum bin ich bei Peloton-Aktien vorsichtig

Der Aktienkurs von Peloton hat sich seit der letzten Veröffentlichung seiner Ergebnisse Mitte August mehr als verdoppelt.

Das an der Nasdaq notierte Unternehmen übertraf zwar die Schätzungen der Wall Street, aber ich würde seinem Finanzbericht dennoch bestenfalls ein solides „B“ geben.

Der Grund hierfür liegt darin, dass es sich bei dem positiven EBITDA und dem freien Cashflow, über die sich die Anleger so freuen, um Nicht-GAAP-Zahlen handelt.

Ich für meinen Teil bleibe also vorsichtig, was die Bedeutung dieser Maßnahme für PTON auf lange Sicht angeht.

Peloton hatte in den vergangenen Wochen auch deshalb einen starken Aufschwung, weil es dem Unternehmen gelang, bald fällige Schulden zu refinanzieren.

Andererseits musste das Unternehmen seinen extrem niedrigen Zinssatz für Schulden auf bis zu 5,5% senken, um seine Bilanz kurzfristig zu stärken.

Längerfristig werden jedoch höhere Zinsen für die Schulden zu höheren Kosten führen.

Wie würde sich die Refinanzierung also langfristig positiv auf den Aktienkurs von PTON auswirken?

Gute Nachrichten könnten bereits in den Peloton-Aktien enthalten sein

Peloton Interactive, das vor Kurzem einen Vertrag mit Costco unterzeichnet hatte, konnte durch Kostensenkungen seinen Verlust pro Aktie im vierten Quartal von 68 Cent im Vorjahr auf nur 8 Cent senken.

Aber seien wir ehrlich: Die möglichen Kostensenkungen zur Erzielung langfristiger Gewinne sind begrenzt.

Zudem wird der Hersteller von Trainingsgeräten derzeit von amtierenden Geschäftsführern geführt.

Es besteht daher Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Geschäftsausrichtung.

Dieser Trend könnte sich zwar abschwächen, sobald PTON einen neuen dauerhaften CEO ernennt, es ist jedoch denkbar, dass die neue Führung sich für Investitionen in das Geschäft entscheidet, um das Abonnentenwachstum anzukurbeln, das im vierten Quartal um 1,0 % zurückgegangen war.

Leider würde dies jedoch auch zu einem erneuten Anstieg der Ausgaben führen.

Schließlich hat sich der Wert der Peloton-Aktie seit Mitte August mehr als verdoppelt.

Das lässt mich fragen, ob viele der guten Nachrichten bereits in den Aktienkursen dieses Connected-Fitness-Unternehmens berücksichtigt sind.

Schließlich liegt das derzeit niedrigste Kursziel für PTON bei nur 2,0 USD, was vor einem möglichen Abwärtspotenzial von 65 % warnt.

Alles in allem halte ich die Peloton-Aktie nur für Anleger mit einer relativ großen Risikobereitschaft beim Schreiben für geeignet.