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Supermicro-Aktie (SMCI) stürzt um 35 % ab – hier ist der Grund

Supermicro-Aktie (SMCI) stürzt um 35 % ab – hier ist der Grund
Wajeeh Khan
30. Okt. 2024, 15:33 PM
  • Ernst & Young ist heute von seinem Amt als Wirtschaftsprüfer von Super Micro Computer zurückgetreten.
  • Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begründete dies damit, dass man sich als Grund für den Rücktritt nicht auf das Management verlassen könne.
  • Nach den heutigen Nachrichten erscheint die Supermicro-Aktie nicht mehr attraktiv.

Super Micro Computer Inc (NASDAQ: SMCI) eröffnete heute Morgen mit einem Minus von etwa 35 %, nachdem Ernst & Young bestätigt hatte, dass es nicht länger als Wirtschaftsprüfer des KI-Server-Unternehmens fungieren möchte.

„Wir sind nicht bereit, mit den vom Management erstellten Jahresabschlüssen in Verbindung gebracht zu werden“, hieß es in dem Rücktrittsschreiben des Wirtschaftsprüfers vom Mittwoch.

EY hatte erstmals im Juli auf Probleme hinsichtlich der Unternehmensführung und Offenheit hingewiesen.

Außerdem forderte das Unternehmen die Unternehmensleitung auf, einen Sonderausschuss zur Untersuchung der internen Kontrollen einzurichten.

Der Aktienkurs von Supermicro liegt seit seinem Jahreshöchststand im März mittlerweile über 70 % im Minus.

Darum sind EY-Nachrichten für die Supermicro-Aktie wichtig

Beachten Sie, dass Ernst & Young nicht der einzige ist, der Bedenken hinsichtlich der Finanzkontrollen bei Super Micro Computer Inc. äußert.

Auch der Short-Seller Hindenburg Research warf dem Unternehmen für künstliche Intelligenz in seinem Bericht Ende August Bilanzmanipulation vor. Laut EY:

Der Wirtschaftsprüfer hat heute Morgen unter anderem deshalb seinen Rücktritt erklärt, weil er nicht davon überzeugt war, dass der Vorstand von SMCI völlig unabhängig von Charles Laing (Geschäftsführer) und den anderen Mitgliedern der Geschäftsführung ist.

Vertreter von Supermicro haben sich noch nicht zu der heutigen Entwicklung geäußert.

Zum Mittwoch stufte die Wall Street die SMCI-Aktie mit „übergewichtet“ ein, mit einem Aufwärtspotenzial von durchschnittlich 68 USD oder 38 % gegenüber dem letzten Schlusskurs.

Sollten Sie SMCI-Aktien angesichts der Schwäche kaufen?

Super Micro Computer hat seinen Jahresabschluss noch nicht veröffentlicht und steht Berichten zufolge auch vor einer bundesstaatlichen Untersuchung.

Kombiniert man das mit den heutigen EY-Nachrichten, erscheint die Aktie selbst für die aggressivsten Anleger beim Schreiben sofort ein wenig zu riskant.

SMCI gab kürzlich bekannt, dass es pro Quartal mehr als 100.000 KI-Chips ausliefert.

Dennoch waren die Erträge des Unternehmens in letzter Zeit eher enttäuschend.

Supermicro erwirtschaftete im letzten Quartal 6,25 US-Dollar pro Aktie – deutlich weniger als die von Analysten prognostizierten 8,07 US-Dollar pro Aktie.

Auch der Umsatz des Unternehmens lag im vierten Quartal des Geschäftsjahres nur geringfügig über den Schätzungen der Wall Street.

Noch wichtiger ist jedoch, dass das Unternehmen einen starken Rückgang seiner Bruttomarge von 17 Prozent im letzten Jahr auf nur 11,2 Prozent im vierten Quartal verzeichnete.

Der Wert ging gegenüber dem Vorquartal sogar von 15,5 % zurück.

Und schließlich zahlt die Supermicro-Aktie keine Dividende, was sie für Einkommensinvestoren attraktiver machen würde.

Insgesamt ist also klar, dass es für diese KI-Spielchen mit dem Schreiben nicht gut läuft.