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Atlas-CEO Bob Diamond unterstützt Kamala Harris: Trumps Wiederwahlrisiko zu hoch

Atlas-CEO Bob Diamond unterstützt Kamala Harris: Trumps Wiederwahlrisiko zu hoch
Wajeeh Khan
05. Nov. 2024, 17:54 PM
  • Der ehemalige Barclays-CEO Bob Diamond stimmt heute für Kamala Harris.
  • Er hält die mit einer Präsidentschaft Trumps verbundenen Risiken für zu hoch.
  • Tom Lee erwartet einen Aufschwung des S&P 500, unabhängig davon, wer die US-Wahlen gewinnt.

Der CEO von Atlas Merchant Capital, Bob Diamond, hat bei den US-Präsidentschaftswahlen 2024 eine überraschende Entscheidung getroffen.

Diamond, einst sein Leben lang Republikaner, hat sich entschieden, für Kamala Harris zu stimmen, da er ernsthafte Bedenken angesichts der wirtschaftlichen Risiken einer Wiederwahl von Donald Trump hat.

Diamond warnt, eine weitere Amtszeit Trumps könnte zu einer Eskalation der Zölle, höheren Verbraucherkosten und einem weiteren Anstieg der US-Staatsverschuldung führen.

Aus diesem Grund ist Diamond der Ansicht, dass Trumps Politik für die amerikanische Wirtschaft „zu riskant“ sei.

Laut Diamond wird Trump die Zölle wahrscheinlich deutlich erhöhen. Er plant eine Erhöhung um bis zu 20 Prozent auf alle Importe und einen möglichen Zollsatz von 60 bis 100 Prozent auf Waren aus China.

In einem Interview in der Sendung „Squawk Box“ von CNBC warnte er: „Wenn man den Mittelweg der Zölle nimmt, sind wir wieder im Jahr 1935.“ Er verwies auf das Risiko eines Handelskriegs, der sich negativ auf die US-Verbraucher auswirken könnte, weil er die Preise erhöht und das verfügbare Einkommen senkt.

Warum Bob Diamond nicht für Trump stimmt

Diamonds Haltung gründet sich auf seiner Besorgnis, dass Trumps Zollpolitik zu wirtschaftlichen Vergeltungsmaßnahmen anderer Länder führen und die Inflation in den USA noch weiter in die Höhe treiben könnte.

Darüber hinaus kritisiert Diamond Trumps Umgang mit der Staatsverschuldung, die sich seit 2016 fast verdoppelt hat und nun 37 Billionen Dollar beträgt. Er bezeichnet diese finanzielle Belastung als „die größte Wolke am Horizont für die US-Wirtschaft“.

Zwar rechnet er nicht damit, dass Harris die Staatsverschuldung substanziell reduzieren wird, doch glaubt er auch nicht, dass ihr Ansatz das Schuldenwachstum beschleunigen wird.

S&P 500 bleibt stabil und verzeichnet Zuwächse bei fortgesetzter Wahl

Diamond, der 2016 für Hillary Clinton gestimmt hatte, fühlt sich heute mit Harris‘ Positionen zur internationalen Handels- und Wirtschaftspolitik wohler.

Er verwies auch auf ihren jüngsten Kurswechsel in der Fracking-Politik, da sie von jeglichen Plänen, diese Technik im Falle ihrer Wahl zu verbieten, Abstand genommen hat.

Während die Amerikaner zu den Wahlen gehen, zeigt sich der S&P 500 stabil und verzeichnet im weiteren Verlauf der Abstimmung Zuwächse.

Analysten, darunter Tom Lee von Fundstrat, prognostizieren unabhängig vom Ausgang der Wahl einen positiven Ausblick für den Aktienmarkt.

Lee verweist auf starke Fundamentaldaten, eine günstige Berichtssaison und eine gemäßigte Geldpolitik der US-Notenbank als treibende Kräfte für eine mögliche Markterholung bis zum Jahresende.

Er gibt jedoch zu bedenken, dass das knappe Rennen bis zur Bestätigung der Ergebnisse zu kurzfristiger Volatilität führen könne.

Am 6. November tagt auch die Federal Reserve, ein Tag, der die Marktrichtung noch deutlicher machen könnte, während das Land seinen nächsten Präsidenten bestimmt.