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Verzögerung bei Nvidia HBM verschärft Samsungs 126-Milliarden-Dollar-KI-Problem

Verzögerung bei Nvidia HBM verschärft Samsungs 126-Milliarden-Dollar-KI-Problem
Diya Poddar
08. Nov. 2024, 07:50 AM
  • SK Hynix übertrifft Samsung, indem es Nvidia mit HBM für KI-Anwendungen beliefert.
  • Die HBM-Verkäufe von Samsung stiegen im dritten Quartal um 70 %, was auf einen Strategiewechsel hindeutet.
  • Um wieder Boden gutzumachen, will Samsung seinen HBM4-Chip der nächsten Generation bis Ende 2025 auf den Markt bringen.

Ein CNBC- Bericht zeigt, dass Samsung Electronics, einst der weltweit führende Anbieter von Speicherchips, nun vor großen Herausforderungen steht, da der Konkurrent SK Hynix Fortschritte bei der Entwicklung von High-Bandwidth Memory (HBM)-Technologie gemacht hat, die für die künstliche Intelligenz (KI) von entscheidender Bedeutung ist.

Da KI-gesteuerte Anwendungen wie ChatGPT die Nachfrage nach Hochleistungschips in die Höhe getrieben haben, hat sich SK Hynix zum bevorzugten Lieferanten für Nvidia entwickelt, den dominierenden Akteur im Bereich KI-GPUs.

Angesichts eines starken Gewinneinbruchs und eines deutlichen Rückgangs der Marktbewertung muss sich Samsung mit strategischen Lücken in der Entwicklung von Speichersystemen der nächsten Generation auseinandersetzen, um in der KI-Landschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Samsungs verpasste Chance im Bereich Hochbandbreitenspeicher

Speicherchips spielen in zahlreichen Geräten – vom Smartphone bis zum Rechenzentrum – eine zentrale Rolle, da sie große Mengen an Informationen speichern und verarbeiten.

Samsung war jahrelang Branchenführer in der Speichertechnologie und stellte sowohl SK Hynix als auch das US-amerikanische Unternehmen Micron in den Schatten.

Doch als die Nachfrage nach High-Bandwidth Memory (HBM) infolge der Entwicklung künstlicher Intelligenz sprunghaft anstieg, wurde Samsungs mangelnde Investitionen in diesem Bereich immer deutlicher.

Beim Hochbandbreitenspeicher werden mehrere DRAM-Chips (Dynamic Random Access Memory) gestapelt, um Geschwindigkeit und Kapazität zu verbessern – ideal für die Stromversorgung anspruchsvoller KI-Modelle.

Um den Anforderungen von Technologieunternehmen gerecht zu werden, die KI einsetzen, wandte sich Nvidia an SK Hynix, das diesen Trend vorausgesehen hatte.

Als Reaktion darauf beschleunigte SK Hynix die HBM-Produktion drastisch und erhielt von Nvidia die Zulassung für den Einsatz in seinen GPUs, wodurch das Unternehmen seine Marktposition stärkte.

Mit dieser Entscheidung festigte SK Hynix nicht nur seine Führungsposition im HBM-Bereich, sondern positionierte sich auch als wichtiger Lieferant für Nvidia, wodurch sich der Abstand zu Samsung weiter vergrößerte.

Als Folge davon erlitt Samsung laut Angaben von S&P Capital IQ einen dramatischen Gewinneinbruch und verlor rund 126 Milliarden Dollar an Marktwert. Gleichzeitig wird angemerkt, dass Samsungs verspäteter Einstieg in den HBM-Markt ein kostspieliges Versehen war.

Samsungs Versuch, bei HBM-Innovationen aufzuholen

Trotz Samsungs Schwierigkeiten hat der Technologieriese seine Strategie geändert, um die Lücke zu schließen.

Im dritten Quartal stiegen die HBM-Verkäufe von Samsung im Vergleich zum Vorquartal um 70 %, bedingt durch die starke Nachfrage in den KI-Sektoren.

Der HBM3E-Chip von Samsung hat die Massenproduktion erreicht und die Markteinführung der nächsten HBM4-Generation ist für Ende 2025 geplant, was auf ein erneuertes Engagement für den Wettbewerb in diesem wichtigen Sektor hindeutet.

Dennoch sollte man vorsichtig bleiben, was die Fähigkeit von Samsung angeht, seine frühere Dominanz wiederzuerlangen.

Da SK Hynix im HBM-Bereich einen erheblichen Vorsprung hat und enge Partnerschaften in der Branche aufgebaut hat, bleibt der weitere Weg für Samsung weiterhin eine Herausforderung.

Der zukünftige Erfolg von Samsung im Bereich HBM hängt von intensivierten Forschungs- und Entwicklungsbemühungen (F&E) und der rechtzeitigen Bereitstellung der Speichertechnologie der nächsten Generation ab.

Es bleibt die Frage, ob Samsung mit diesen Schritten in der Lage sein wird, auf dem sich rasch entwickelnden KI-Markt wieder Fuß zu fassen.