Sie können sich kein Haus leisten? Vielleicht können es Ihre Eltern

Sie können sich kein Haus leisten? Vielleicht können es Ihre Eltern
Deepali Singh
15. Nov. 2024, 12:42 PM
  • Rekordanteil der Erstkäufer nutzt Erbschaft für Anzahlung.
  • Die Höhe der Anzahlungen für Erstkäufer erreicht Rekordhöhen.
  • Prognosen zufolge werden in den nächsten zwei Jahrzehnten Vermögen im Wert von 84 Billionen US-Dollar an die nächste Generation weitergegeben.

Der amerikanische Traum vom Eigenheim ist immer stärker an geerbten Reichtum geknüpft, denn eine Rekordzahl von Erstkäufern ist auf Erbschaften angewiesen, um sich auf einem seit jeher schwierigen Immobilienmarkt zurechtzufinden.

Exorzistisch steigende Preise, hohe Anzahlungen und ein alternder Käuferkreis zeichnen das Bild eines Marktes, der vor allem den Wohlhabenden vorbehalten ist, so dass viele angehende Eigenheimbesitzer Schwierigkeiten haben, Fuß zu fassen.

Der Anstieg der durch Erbschaften finanzierten Eigenheimkäufe

Der jüngste Bericht der National Association of Realtors (NAR) zeigt eine harte Realität: 7 % der Erstkäufer eines Eigenheims nutzten im letzten Jahr geerbte Mittel für ihre Anzahlung. Das sind mehr als doppelt so viele wie bei Wiederholungskäufern.

Dieser Trend unterstreicht die wachsende Vermögenskluft auf dem Immobilienmarkt, wo der Zugang zum Familienvermögen zunehmend darüber entscheidet, wer sich den Kauf eines Eigenheims leisten kann.

Die Erschwinglichkeitslücke: Ältere, wohlhabendere Käufer dominieren den Markt

Das Profil des typischen Eigenheimkäufers verändert sich, wobei ältere und wohlhabendere Personen den Markt dominieren.

Erstkäufer, die traditionell jünger und weniger vermögend sind, stellen mittlerweile einen schrumpfenden Marktanteil dar; ihr Anteil ist auf den niedrigsten Stand seit 1981 gesunken.

Auch das Durchschnittsalter und das Einkommen der Erstkäufer haben Rekordhöhen erreicht, was die Herausforderungen für die jüngeren Generationen hinsichtlich der Erschwinglichkeit von Immobilien noch verdeutlicht.

Anzahlungen steigen: Wettbewerb in einem bargeldintensiven Markt

Erstkäufer leisten derzeit die höchsten Anzahlungen seit fast dreißig Jahren, ein Beweis für den Wettbewerbsdruck auf einem Markt, auf dem Barzahlungsangebote immer häufiger vorkommen.

Für viele ist eine Erbschaft der entscheidende finanzielle Schub, der nötig ist, um die finanzielle Lücke zu schließen und in diesem schwierigen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der große Vermögenstransfer

Die Abhängigkeit vom Erbschaftskapital beim Eigenheimkauf geht einher mit einer für die nächsten beiden Jahrzehnte erwarteten Vermögensübertragung zwischen den Generationen in Höhe von 84 Billionen US-Dollar.

Dieser massive Vermögenstransfer dürfte die bestehenden Ungleichheiten noch weiter verschärfen, da nur ein Teil der Bevölkerung von geerbtem Vermögen profitieren wird.

„Diese Erbschaften sind für all diese jungen Käufer zu einer Lebensader geworden“, sagte Alexandra Mysoor, CEO von Alix, einer Plattform zur Nachlassabwicklung, gegenüber Fortune.

„Manchmal ist es nur ein kleiner Betrag, der an die Begünstigten geht … Und trotzdem verändert es das Leben.“

Über das 1 % hinaus

Während vermögendere Personen größere Erbschaften hinterlassen können, betont Mysoor, wie wichtig eine effektive Nachlassregelung für Personen aller Einkommensklassen ist.

Selbst kleine Ersparnisse während der Nachlassabwicklung können sich erheblich auf die Erben auswirken und ihnen ermöglichen, finanzielle Ziele wie das Sparen einer Anzahlung schneller zu erreichen.

Generationenübergreifenden Wohlstand erschließen

Da das Vermögen weiterhin von den älteren Generationen auf die Millennials und die Generation Z übergeht, dürfte sich der Trend, Eigenheimkäufe durch Erbschaften zu finanzieren, beschleunigen.

Mysoor unterstreicht, wie wichtig es ist, dass das Erbe zugänglich und gut verwaltet wird, um das Potenzial der generationsübergreifenden Vermögensübertragung auszuschöpfen.

„Ein Erbe ist nur dann nützlich, wenn es zugänglich und gut verwaltet ist“, stellt sie fest.

„Dieser generationsübergreifende Vermögenstransfer und seine Freigabe sind wirklich wichtig.“