Invezz

Indiens Sensex fällt um 1.000 Punkte, da die Bären dominieren; europäische Märkte eröffnen höher

Indiens Sensex fällt um 1.000 Punkte, da die Bären dominieren; europäische Märkte eröffnen höher
Srinibas Rout
28. Nov. 2024, 11:15 AM
  • Bei Börsenschluss notierte der BSE Sensex 79.139, ein Rückgang von 1.094 Punkten oder 1,36 %.
  • Der französische CAC 40 und der paneuropäische Stoxx 600 stiegen um 0,59 % bzw. 0,52 %.
  • Die niederländischen Chiphersteller ASML, Besi und ASM International verzeichneten im Morgenhandel deutliche Zuwächse.

Die indischen Aktienmärkte erlebten am Donnerstag, dem 28. November, einen heftigen Ausverkauf, wobei der Sensex um 1.000 Punkte einbrach und der Nifty um 1,35 Prozent nachgab.

Die Schwäche der IT- und Automobilwerte sowie globale makroökonomische Sorgen belasteten die Stimmung der Anleger stark.

Die Kombination aus einem stärkeren US-Dollar, gedämpften globalen Wachstumsaussichten und technischen Widerstandsniveaus trug zum Abwärtstrend bei.

Bei Börsenschluss notierte der BSE Sensex 79.139, ein Rückgang von 1.094 Punkten oder 1,36 %.

Der NSE Nifty lag bei 23.947, verlor 327 Punkte und fiel unter die entscheidende Marke von 24.000.

IT- und Autoaktien führen die Verluste an

Die größten Bremsen auf dem Markt waren der IT- und der Automobilsektor.

Der Nifty-IT-Index verlor 2,3 %, wobei große Akteure wie Infosys (-3,5 %), Tech Mahindra (-2,5 %), HCL Tech (-2,7 %) und TCS (-1,9 %) die meisten Verluste machten.

Schwache US-Inflationsdaten deuteten auf einen langsameren als erwarteten Verlauf der Zinssenkungen hin und weckten die Sorge vor geringeren Kundenausgaben bei IT-Unternehmen, die stark von den US-Märkten abhängig sind.

Auch der Automobilsektor hatte zu kämpfen: Mahindra & Mahindra verzeichnete einen Rückgang von 3,3 % und Eicher Motors verlor 2,2 %.

Dieser Abschwung spiegelt allgemeinere Sorgen hinsichtlich der Verbrauchernachfrage und der Unsicherheiten im globalen Handel wider.

Globale makroökonomische Trends verstärkten die pessimistische Stimmung.

Der durch die Erwartungen einer strafferen Geldpolitik begünstigte stärkere US-Dollar hat die Attraktivität von Anlagen in Schwellenmärkten wie indischen Aktien verringert.

Die asiatischen Märkte spiegelten diesen Druck wider und verzeichneten infolge des Dollaranstiegs eine Mischung aus Verlusten und gedämpften Gewinnen.

Der Nifty stieß bei den Werten 24.320-24.350 auf starken Widerstand und entsprach damit seinem 100-Tage-Exponential-Moving-Average (EMA).

Ausländische institutionelle Anleger (FIIs) bleiben angesichts des globalen Gegenwinds vorsichtig, was die Marktvolatilität weiter verschärft.

Trotz des Ausverkaufs werden die Bewertungen vernünftiger.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Nifty hat sich von einem Höchststand von 25,8 im Oktober auf 21 abgeschwächt.

Aktuelle Informationen zum europäischen und US-Markt

Unterdessen eröffneten die europäischen Märkte höher, unterstützt durch Gewinne bei Technologiewerten und nachlassende Sorgen hinsichtlich Beschränkungen im Halbleiterbereich.

Der französische CAC 40 und der paneuropäische Stoxx 600 stiegen um 0,59 % bzw. 0,52 %.

Die US-Märkte waren über Thanksgiving geschlossen, da die Anleger die Auswirkungen des geringeren Handels und der gemischten Wirtschaftsdaten verarbeiteten.

Die niederländischen Chiphersteller ASML, Besi und ASM International verzeichneten im Morgenhandel deutliche Zuwächse, nachdem Bloomberg berichtet hatte, dass mögliche US-Beschränkungen für den Export von Halbleiterausrüstung und KI-Speicherchips nach China weniger schwerwiegend sein könnten als zunächst erwartet.

Die Aktien von Remy Cointreau stiegen um über 6 Prozent und erholten sich von einem schwachen Start, nachdem der französische Spirituosenhersteller einen geringeren als erwarteten Rückgang des Betriebsgewinns für das erste Halbjahr gemeldet hatte. Trotz der Gewinne prognostizierte das Unternehmen einen Rückgang des Gesamtumsatzes um 15 bis 18 Prozent, wobei die Analysten von Citi die Aussichten als „deutlich schlechter als erwartet“ bezeichneten.

Zu den für Donnerstag geplanten Veröffentlichungen wichtiger Daten gehören die Inflationszahlen aus Spanien und Deutschland, die europäischen Konjunkturstimmungsindizes sowie Daten zum Geschäftsvertrauen aus Italien und Spanien.