Putin unterzeichnet Gesetz zur Befreiung von Kryptoverkäufen und Krypto-Mining von der Mehrwertsteuer in Russland

Putin unterzeichnet Gesetz zur Befreiung von Kryptoverkäufen und Krypto-Mining von der Mehrwertsteuer in Russland
Charles Thuo
29. Nov. 2024, 14:45 PM
  • Putin unterzeichnet Gesetz, das digitale Währungen als Eigentum anerkennt und von der Mehrwertsteuer befreit.
  • Krypto-Miner müssen ihre Klienten den Steuerbehörden melden, andernfalls drohen ihnen Geldstrafen von bis zu 40.000 Rubel.
  • Ab 2025 werden Gewinne aus dem Krypto-Mining mit 25 % besteuert, ohne dass es Zugang zu Steuervergünstigungen gibt.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein wichtiges Gesetz unterzeichnet, das digitale Währungen offiziell als Eigentumsform anerkennt, die Rechtslandschaft für Krypto-Operationen im Land neu gestaltet und die Verwendung im Außenhandel ermöglicht.

Diese neue Gesetzgebung zielt auf die Regulierung des Umlaufs und der Besteuerung digitaler Vermögenswerte ab, bringt Klarheit in den sich entwickelnden Bereich der Kryptowährungen und führt zugleich spezifische Steuerrahmen für Mining- und Handelsaktivitäten ein.

Krypto-Mining und Verkauf digitaler Währungen von der Mehrwertsteuer befreit

Nach dem neuen Gesetz, das mit der offiziellen Veröffentlichung in Kraft trat, werden digitale Währungen als Eigentum eingestuft. Dies gilt auch für solche, die im Rahmen des russischen experimentellen Rechtsregimes (ELR) für digitale Innovationen für die Abwicklung von Außenhandelsgeschäften verwendet werden.

Diese Klassifizierung festigt den Rechtsstatus digitaler Vermögenswerte in Russland und wird als wichtiger Fortschritt in den Bemühungen der Regierung angesehen, eine strukturierte Umgebung für den Kryptowährungssektor zu schaffen.

Eine der wichtigsten Bestimmungen des Gesetzes ist die Befreiung des Krypto-Mining und des Verkaufs digitaler Währungen von der Mehrwertsteuer.

Die Bergbaubetreiber profitieren davon, da sich dadurch die finanzielle Belastung ihrer Aktivitäten verringert.

Betreiber von Krypto-Mining-Unternehmen in Russland sind nun jedoch verpflichtet, ihre Kunden den Steuerbehörden zu melden. Andernfalls kann eine Geldstrafe von bis zu 40.000 Rubel drohen.

Ziel dieser Regelung ist es, die Transparenz zu erhöhen und eine wirksamere Überwachung des Bergbaus sicherzustellen.

Einnahmen aus Krypto-Mining und -Verkäufen werden als „Sacheinkommen“ behandelt

Einkünfte aus dem Krypto-Mining werden als „Sacheinkommen“ behandelt und auf Grundlage des Marktwerts besteuert.

Die Steuern werden progressiv berechnet, wobei Abzüge für Bergbaukosten zulässig sind.

Einzelpersonen, die durch den Erwerb, Verkauf oder Umlauf digitaler Währungen Einkünfte erzielen, unterliegen einem zweistufigen Einkommensteuersystem: 13 Prozent für Einkünfte bis zu 2,4 Millionen Rubel und 15 Prozent für Einkünfte, die diesen Betrag überschreiten.

Durch diese Ausgestaltung werden die Einkünfte aus digitalen Währungen mit anderen Einkunftsarten, wie etwa Transaktionen mit Wertpapieren oder Bankeinlagen, in Einklang gebracht.

Das Gesetz enthält auch Bestimmungen zur Körperschaftsteuer.

Ab 2025 unterliegen Gewinne aus dem Mining digitaler Währungen dem normalen Körperschaftsteuersatz von 25 %.

Durch diesen Schritt wird die Behandlung des Krypto-Minings an die traditioneller Branchen angeglichen und sichergestellt, dass die Mining-Unternehmen zur nationalen Steuerbasis beitragen.

Das Gesetz sieht jedoch mehrere Beschränkungen hinsichtlich der Steuerregelungen für Krypto-Miner und -Händler vor.

Personen, die am Mining oder Handel mit digitalen Währungen beteiligt sind, werden von Steuervergünstigungen wie dem vereinfachten Steuersystem, Agrarsteuervorteilen und dem Selbstständigkeitsstatus ausgeschlossen.

Diese Beschränkungen verhindern, dass kryptobezogene Unternehmen von Steuervorteilen profitieren, die normalerweise anderen Wirtschaftssektoren zur Verfügung stehen.