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Südkorea hat keine Pläne, den Krypto-Handel von Unternehmen zuzulassen

Südkorea hat keine Pläne, den Krypto-Handel von Unternehmen zuzulassen
Rony Roy
05. Dez. 2024, 19:24 PM
  • Die FSC hat Behauptungen über die Fertigstellung von Plänen für Unternehmens-Kryptokonten widerlegt.
  • Es finden Gespräche zwischen Regulierungsbehörden und Branchenvertretern statt.
  • Der FSC hat die Bedeutung von Transparenz und Einhaltung der AML-Vorschriften betont.

Die südkoreanischen Regulierungsbehörden haben Berichte über Pläne zur schrittweisen Zulassung von Kryptowährungskonten für Unternehmen zurückgewiesen und klargestellt, dass die Gespräche mit Banken und anderen Beteiligten noch im Gange seien.

Der FSC räumte zwar ein, dass solche Pläne in Erwägung gezogen werden, stellte jedoch klar, dass für die Einführung von Unternehmens-Kryptowährungskonten noch kein unmittelbarer Fahrplan festgelegt wurde.

Unternehmens-Kryptowährungskonten sind spezielle Bankkonten, die für Organisationen und Unternehmen konzipiert wurden, um Kryptowährungstransaktionen wie Handel, Verwahrung oder Umwandlung digitaler Vermögenswerte in Fiat-Währungen innerhalb eines regulierten Rahmens zu verwalten.

Laut einer Erklärung vom 4. Dezember werden die Pläne, gemeinnützigen und gewerblichen Einrichtungen die Eröffnung solcher Konten zu gestatten, derzeit geprüft.

Die Regulierungsbehörde erklärte, sie stehe in Kontakt mit Banken, Regierungsbehörden, Finanzinstituten und Branchenexperten über Plattformen wie das Virtual Asset Committee, ein Anfang dieses Jahres gegründetes beratendes Gremium, um das Problem anzugehen.

Darüber hinaus fügte die Kommission hinzu, dass alle ergriffenen Maßnahmen die Transparenz und die Einhaltung der Anti-Geldwäsche-Richtlinien in den Vordergrund stellen würden, während gleichzeitig sichergestellt werde, dass eine breitere Einführung die Finanzmärkte nicht destabilisiert oder spekulatives Verhalten fördert.

Die Gerüchte

Den betreffenden Berichten zufolge hatte die FSC einen Fahrplan zur schrittweisen Zulassung von Unternehmens-Kryptowährungskonten durch einen mehrstufigen Ansatz fertiggestellt.

Die Roadmap soll angeblich die Grundlage für die Integration von Krypto in das südkoreanische Finanzsystem legen.

Unbenannte Quellen in dem Bericht behaupteten, der Schritt sei von globalen Entwicklungen beeinflusst worden, insbesondere von den USA, wo Präsident Donald Trump Pläne zur Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve angekündigt hatte.

Der Bericht behauptet weiter, dass in der ersten Phase echte Namen für Konten von lokalen Regierungen, Universitäten und öffentlichen Einrichtungen erlaubt werden sollen.

Als unmittelbarer Vorteil würde es solchen Organisationen ermöglichen, gespendete Kryptowährungen in Bargeld umzuwandeln und für den Betrieb zu verwenden.

Die zweite Phase würde hingegen den Crypto exchanges und verwandten Unternehmen erlauben, Won-denominierte Konten zu eröffnen, um die Entwicklung des Kryptosektors zu unterstützen, indem sie Türen für Dienstleistungen wie Emission, Brokerage und Verwahrung öffnen.

Für allgemeine Unternehmen und Finanzinstitute wurde eine längerfristige Überprüfung vorgeschlagen.

Berichten zufolge wurden Sicherheitsvorkehrungen wie die Begrenzung des Anteils von Krypto-Beständen für börsennotierte Unternehmen in Erwägung gezogen, um den Markt unter Kontrolle zu halten.

Die vorsichtige Herangehensweise Südkoreas

In Südkorea erlaubt der aktuelle regulatorische Rahmen den Einheimischen, über Bankkonten mit Echtnamen in Kryptowährungen zu handeln.

Unternehmen, darunter gemeinnützige Organisationen und Finanzinstitute, unterliegen in diesem Bereich jedoch Einschränkungen.

Andererseits sind einige Cryptocurrency exchanges in die Kritik geraten, da das Land alle Aktivitäten im Zusammenhang mit Kryptowährungen weiterhin streng überwacht.

Letzten Monat leitete die Financial Intelligence Unit eine Untersuchung wegen möglicher Verstöße gegen die KYC-Vorschriften gegen die größte Crypto exchange des Landes, Upbit, ein.

Vor diesem Hintergrund erwägt Südkorea die Einführung eines Krypto-Steuergesetzes, das auf Kryptowährungsgewinne über 2,5 Millionen Won (etwa 1.800 US-Dollar) eine Steuer von 20 % erheben würde, sowie eine zusätzliche lokale Einkommensteuer von 2 % auf die entsprechenden Gewinne.

Ursprünglich sollte das Gesetz 2021 in Kraft treten, stieß jedoch auf großen Widerstand von Branchenvertretern und Gesetzgebern, sodass es bis 2027 verschoben wurde.