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Asiatische Märkte fallen, da sich die politische Krise in Korea verschärft

Asiatische Märkte fallen, da sich die politische Krise in Korea verschärft
Vatsala Gaur
09. Dez. 2024, 07:57 AM
  • Asiatische Aktienkurse fallen; der südkoreanische Kospi-Index verliert 2,3 %, der Kosdaq erreicht ein Vierjahrestief.
  • Ölpreise steigen, da das syrische Regime zusammenbricht; Assad erhält Asyl in Moskau.
  • Die Märkte halten diese Woche Ausschau nach Entscheidungen der Zentralbanken und US-Inflationsdaten.

Die asiatischen Aktienmärkte starteten die Woche turbulent, da die anhaltende politische Unruhen in Südkorea und die schwächere als erwartete Erholung der Nachfrage in China das Anlegervertrauen belasteten.

Ein regionaler Aktienindex fiel um 0,3 %, wobei der südkoreanische Kospi-Index um bis zu 2,3 % einbrach.

Der kleinere Kosdaq-Index stürzte um über 4 % auf seinen tiefsten Stand seit April 2020 ab.

Südkorea steht nach dem Vorstoß der Abgeordneten für den Rücktritt von Präsident Yoon Suk Yeol wegen der letzten Woche verhängten kurzen Kriegsrechtslage weiterhin unter Beobachtung.

Die Behörden gelobten, die Wirtschaft genau im Auge zu behalten, während der Won gegenüber dem Dollar um 1 % nachgab, was die Bedenken hinsichtlich der politischen Instabilität unterstrich.

Chinesische Aktien rutschen aufgrund Inflationsdaten ab, Japanische steigen

In China ergaben Daten eine weitere Abschwächung der Verbraucherpreise, was darauf hindeutet, dass die Maßnahmen zur Ankurbelung der Nachfrage nicht ausreichen.

Die enttäuschenden Zahlen dürften die Forderungen nach einer stärkeren fiskalischen Unterstützung auf der am Mittwoch beginnenden Zentralen Wirtschaftskonferenz verstärken.

Chinesische Aktien vom Festland und aus Hongkong fielen auf die Nachricht hin, was die Besorgnis der Anleger über die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt widerspiegelt.

Der CSI 300 verzeichnete um 11:30 Uhr GMT+8 einen Rückgang von 0,51 %.

Japan hingegen bot in der Region einen Lichtblick, da überarbeitete Daten ein stärkeres Wirtschaftswachstum als erwartet zeigten.

Die japanischen Indizes stiegen leicht an und der Yen blieb stabil, was auf eine Widerstandsfähigkeit vor der bevorstehenden geldpolitischen Entscheidung der Bank of Japan hindeutet.

Unruhen im Nahen Osten treiben Ölpreise nach oben

Nach dem Zusammenbruch der syrischen Regierung stiegen die Ölpreise und erhöhten die geopolitische Unsicherheit auf den Energiemärkten.

Präsident Baschar al-Assad und seine Familie flohen Berichten zufolge nach Moskau, wo ihnen von Russland Asyl gewährt wurde.

Die Händler verarbeiten auch die über den Erwartungen liegenden Rohölpreissenkungen Saudi-Arabiens für Asien, die im Rahmen einer umfassenderen Anstrengung zur Stabilisierung der Ölpreise nach aufeinanderfolgenden wöchentlichen Verlusten erfolgen.

Auch die Goldpreise stiegen, da die chinesische Zentralbank nach einer sechsmonatigen Pause im November wieder mit dem Goldkauf begann. Dies spiegelt die potenzielle Nachfrage nach sicheren Anlagen angesichts der Instabilität in der Region wider.

Märkte bereiten sich auf wichtige globale Ereignisse vor

Die kommende Woche ist voll mit bedeutenden Entwicklungen in den großen Volkswirtschaften.

Von den Zentralbanken der Europäischen Zentralbank, der Bank of Canada und der Schweizerischen Nationalbank wird eine Lockerung der Geldpolitik erwartet, während die brasilianische Zentralbank ihre Politik möglicherweise verschärfen wird, um der Inflation entgegenzuwirken.

Die australische Zentralbank wird voraussichtlich die Zinsen unverändert lassen, da die Wirtschaftslage nachlässt.

In den USA werden die Inflationsdaten im Mittelpunkt stehen, da die Märkte die nächsten Schritte der Federal Reserve abwägen.

Der gewählte Präsident Donald Trump bekräftigte seine Unterstützung für den derzeitigen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell und signalisierte damit Kontinuität in der Führung.

Da die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember bei 80 % liegt, beobachten die Händler gespannt, ob ein höher als erwarteter Verbraucherpreisindex (VPI) die künftige Entwicklung der Fed beeinflussen könnte.

Vorsicht der Investoren bestimmt die Aussichten

Chris Weston, Leiter der Forschung bei Pepperstone Group,sagte gegenüber Bloomberg: „Es steht uns eine lebhafte Woche bevor, in der es überall zu Ereignisrisiken kommen kann.“

Ein heißer US-CPI-Wert könnte die Zinssenkung bei der FOMC-Sitzung nächste Woche nicht unbedingt vereiteln, könnte aber die Aussichten für weitere Lockerungen beeinflussen.“

Angesichts der weltweiten Ereignisse bleiben die Märkte nervös und spiegeln eine vorsichtige, aber wachsame Haltung angesichts politischer Unruhen, Änderungen der Zentralbankpolitik und wirtschaftlicher Unsicherheit wider.