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Paraguay will Energieverluste durch illegale Krypto-Mining-Aktivitäten eindämmen

Paraguay will Energieverluste durch illegale Krypto-Mining-Aktivitäten eindämmen
Noris Soto
10. Dez. 2024, 17:07 PM
  • Die illegale Krypto-Bergbauindustrie in Paraguay verursacht Stromverluste von über 28 % und führt zu regulatorischen Maßnahmen.
  • Die Regierung plant, von 2025 bis 2034 einen Masterplan zur Bewältigung und Reduzierung von Stromverlusten umzusetzen.
  • Die am stärksten betroffenen Regionen Canindeyú, Central und Alto Paraná erfordern sofortige Aufmerksamkeit.

Die illegale Kryptowährungsbörse ist in Paraguay zu einem erheblichen Problem geworden und sorgt bei den Energiebehörden für Besorgnis.

Nach Angaben der National Electricity Administration (ANDE) ist diese illegale Aktivität hauptsächlich für den Anstieg der Stromverluste verantwortlich, die inzwischen 28 % übersteigen.

Mit der wachsenden Beliebtheit von Kryptowährungen steigt auch die Auswirkung unregulierter Bergbautechniken, die die kritischen Energievorräte erschöpfen.

Umfang der Stromverluste

Aktuelle Zahlen der Beratungsfirma CEARE-BID für Oktober 2024 zeigen die erheblichen Auswirkungen illegaler Bergbauaktivitäten auf das nationale Energiesystem.

Dies deutet darauf hin, dass bei diesen Operationen erhebliche Stromdiebstähle stattfinden, die maßgeblich zum Anstieg der Gesamtenergieverluste beitragen.

Laut Daten von ANDE sind diese Verluste in relativ kurzer Zeit von 26,2 % auf erstaunliche 28,5 % gestiegen.

Dieser besorgniserregende Anstieg zwang die paraguayische Regierung zur Entwicklung einer umfassenden Managementstrategie zur Bewältigung des weit verbreiteten Problems der Energieverluste, insbesondere derjenigen, die durch illegale Bergbauaktivitäten verursacht werden.

Der „Masterplan für die Verwaltung und Kontrolle von Stromverlusten in der Verteilung“ der Regierung legt einen strategischen Rahmen für den Zeitraum 2025–2034 fest.

Die Studie fasst umfangreiche technische und betriebliche Forschungsarbeiten zu konkreten Strategien und Maßnahmen zusammen, um sowohl technische als auch nicht-technische Verluste im Sistema Interconectado Nacional (SIN) zu beheben.

Ein genauerer Blick auf die Daten

Die Analyse zeigt einen beunruhigenden Trend in den Energieverluststatistiken Paraguays auf. Bis 2020 waren die Gesamteinbußen mit etwa 26 % konstant.

Seit 2021 sind jedoch große Steigerungen zu verzeichnen, die 2023 einen Höhepunkt von 28,5 % erreichten.

Diese Verluste haben sechs Departements schwer getroffen: Canindeyú, Central, Alto Paraná, Itapúa, San Pedro und Caaguazú.

Diese Standorte sind laut einer im Februar 2024 von Ergon Energy und der Weltbank durchgeführten Studie für die kurzfristigen Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung nichttechnischer Verluste von entscheidender Bedeutung.

Den Untersuchungen zufolge machen technische Übertragungsverluste 5,1 % der gesamten Stromverluste aus.

Die verbleibenden 23,4 % stellen Verteilungsverluste dar, die sich gleichmäßig auf technische und nicht technische Verluste aufteilen.

Insbesondere wird prognostiziert, dass 11,7 % der Gesamtschäden kommerzieller Natur sind und durch eine angemessene Unternehmensführung und Regulierung vermieden werden können.

Reaktionen der Industrie auf steigende Zölle

Die paraguayische Kammer für Bergbau und Krypto-Vermögenswerte hat Bedenken hinsichtlich möglicher Erhöhungen der Strompreise geäußert.

Sie warnen, dass jede Erhöhung der Energiekosten dem ohnehin schon unter Druck stehenden Kryptowährungs-Mining-Geschäft schaden wird.

Laut einem Bericht von Cointelegraph in Spanisch ist die Branche besorgt und befürwortet einen ausgewogenen Ansatz, der sowohl die Notwendigkeit einer Regulierung als auch die wirtschaftlichen Vorteile des Kryptowährungs-Minings anerkennt.

Die Bemühungen der paraguayischen Regierung, Energieverluste im Zusammenhang mit illegalem Bergbau zu kontrollieren, umfassen nicht nur die Untersuchung der Methoden des Energiediebstahls, sondern auch die Neubewertung der Energieverteilung und der Verbrauchsgewohnheiten, um ein effektiveres System zu entwickeln.

Es ist jedoch unklar, wie sich diese Maßnahmen auf die Landschaft des Kryptowährungs-Minings und ihre Stakeholder in Paraguay auswirken werden.

Was erwartet Paraguay?

Während Paraguay sich mit der Komplexität des Energiemanagements auseinandersetzt und gleichzeitig die Hindernisse bewältigt, die durch illegale Kryptowährungs-Mining entstehen, werden die Ergebnisse der vorgeschlagenen Pläne von entscheidender Bedeutung für die Energiezukunft des Landes sein.

Um die wachsende Nachfrage nach sauberer, zuverlässiger Energie mit den Anforderungen einer sich verändernden digitalen Wirtschaft in Einklang zu bringen, sind kreative Regulierungsmaßnahmen und eine gemeinsame Zusammenarbeit zwischen Regierung, Industrie und Gemeinden erforderlich.

Paraguay befindet sich an einem kritischen Punkt, an dem proaktive Anstrengungen erforderlich sind, um Energieverluste zu reduzieren, wertvolle Ressourcen zu schützen und eine nachhaltige Umgebung sowohl für traditionelle Nutzer als auch für den wachsenden Kryptowährungssektor zu schaffen.

Die kommenden Jahre werden zweifellos die Landschaft des Energiemanagements im Land beeinflussen, insbesondere da Paraguay sich bemüht, die Kontrolle über seine Stromnetze zurückzugewinnen und sicherzustellen, dass alle Sektoren im Rahmen der Legalität und Effizienz gedeihen.