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Indische Märkte stürzen ab, da Sensex und Nifty um mehr als 1 % fallen, belastet durch Metallwerte und Inflation

Indische Märkte stürzen ab, da Sensex und Nifty um mehr als 1 % fallen, belastet durch Metallwerte und Inflation
Vatsala Gaur
13. Dez. 2024, 08:55 AM
  • Der Sensex und der Nifty fielen um über 1 % und löschten einen Marktwert von 6,5 Lakh Crore aus.
  • Die Metallwerte brachen ein, da die Konjunkturpläne Chinas noch unklar waren.
  • Die steigende Inflation und der starke Dollar verschärften die Marktkrise.

Die indischen Aktienmärkte erlebten am Freitag einen starken Kursverfall, wobei die Benchmark-Indizes Sensex und Nifty um mehr als 1 % fielen.

Der Sensex fiel um 1.147 Punkte oder 1,41 % auf 80.142, während der Nifty50 um 337 Punkte oder 1,37 % auf 24.211 fiel, Stand 10:35 Uhr indischer Zeit.

Anleger wurden durch schwache globale Signale, eine höhere Inlandsinflation und anhaltende Unsicherheit über die chinesischen Konjunkturmaßnahmen verunsichert.

Der Ausverkauf hat die Gesamtmarktkapitalisierung der an der BSE notierten Unternehmen um 6,5 Lakh Crore auf 451,65 Lakh Crore reduziert.

Auch die zinssensitiven Sektoren verzeichneten erhebliche Verluste.

Die Indizes für Banken, Automobilindustrie, Finanzdienstleistungen, staatliche Banken und Immobilien fielen um 1,5 bis 2,7 %.

Unterdessen stieg der India VIX, ein Maß für die Marktvolatilität, um 9,9 % auf 14,5 und signalisierte damit eine erhöhte Angst der Anleger.

Unklarheit über chinesische Konjunkturprogramme drückt auf Metallwerte

Der Nifty Metal Index war der schlechteste Wert des Tages und verzeichnete einen Rückgang von 5 %, da Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik Chinas aufkam.

Die Steel Authority of India (SAIL) und NMDC führten mit Verlusten von über 4 % den Rückgang an, während Tata Steel, JSW Steel und Hindustan Copper mehr als 2 % einbüßten.

China, ein wichtiger Treiber der weltweiten Metallnachfrage, hat potenzielle Konjunkturmaßnahmen signalisiert, darunter Zinssenkungen und Anpassungen der Mindestreserveanforderungen für Banken.

Die fehlende Klarheit über den Zeitpunkt und Umfang dieser Maßnahmen hat jedoch das Anlegervertrauen gedämpft und zu Gewinnmitnahmen bei den Metallwerten geführt.

„Die Metallrallye, die nach den ersten Konjunkturankündigungen Chinas im September zu beobachten war, ist verpufft, da die Stimmung am Gesamtmarkt nach wie vor schwach ist“, sagte Gaurang Shah, Chef-Anlagestratege bei Geojit Financial Services.

Steigende Inflation erhöht den Marktdruck

Die Einzelhandelsinflation in Indien sank im November auf 5,48 % und blieb damit innerhalb der Zielspanne der Reserve Bank of India (RBI).

Die Inflation auf dem Land stieg jedoch von 6,68 % im Oktober auf 9,10 % und die Inflation in den Städten von 5,62 % auf 8,74 %.

Der Anstieg der Inflationsraten, insbesondere in ländlichen Gebieten, hat Bedenken hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf die Entscheidungen der Geldpolitik geweckt.

Eine höhere Inflation könnte die RBI zwingen, bei ihrer bevorstehenden Politiküberprüfung eine vorsichtige Haltung einzunehmen, was möglicherweise die Zinssenkungen verzögern könnte, auf die viele Anleger hoffen.

Stärkerer Dollar schreckt ausländische Investitionen ab

Der US-Dollar setzte seinen Anstieg fort, wobei der Dollarindex um 0,13 % auf 107,1 stieg.

Ein stärkerer Dollar mindert die Attraktivität aufstrebender Märkte wie Indien, da er die Kosten für Auslandsschulden erhöht und die Anziehungskraft lokaler Aktien verringert.

„Der steigende Dollar ist ein Problem, da er zu importierter Inflation führen kann“, sagte Dr. VK Vijayakumar, Chief Investment Strategist bei Geojit Financial Services.

Outlook bleibt vorsichtig

Die Kombination aus globaler Unsicherheit, Bedenken hinsichtlich der Inflation im Inland und schwacher Nachfrage nach Metallen hat ein herausforderndes Umfeld für die indischen Märkte geschaffen.

Obwohl eine gewisse Erleichterung durch Klarheit in Bezug auf die Wirtschaftspolitik Chinas eintreten könnte, erwarten Analysten, dass die Volatilität kurzfristig anhalten wird.

„Das Vertrauen der Anleger könnte nur durch greifbare Konjunkturmaßnahmen Chinas und ein klares Signal der RBI zu den Zinssätzen zurückkehren“, sagte Jeff Ng, Leiter der asiatischen Makrostrategie bei der Sumitomo Mitsui Banking Corporation.