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Ölpreise kämpfen angesichts nachlassender Nachfrage aus China um ihre Gewinne

Ölpreise kämpfen angesichts nachlassender Nachfrage aus China um ihre Gewinne
Sayantan Sarkar
17. Dez. 2024, 06:43 AM
  • Die Ölpreise fielen am Dienstag, nachdem Daten zeigten, dass die Wirtschafts- und Ölraffinerie-Aktivität in China im November zurückgegangen war.
  • Auch die Inlandsnachfrage nach Rohöl in China ist gesunken, was ein düsteres Bild zeichnet.
  • Die Märkte erwarten, dass die US-Notenbank bei ihrer Sitzung im Dezember die Zinsen um 25 Basispunkte senken wird.

Am Dienstag sanken die Ölpreise, da die schwache Nachfrage aus China die Stimmung dämpfte.

Die Anleger warteten außerdem vorsichtig auf das Ergebnis der am Dienstag beginnenden geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank.

Daten aus chinesischen Raffinerien zeigten, dass die Aktivität im letzten Monat zurückgegangen ist, was am Dienstag auf die Preise drückte.

Zum Zeitpunkt des Schreibens lag der Preis für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate an der New York Mercantile Exchange bei 70,26 US-Dollar pro Barrel, ein Rückgang von 0,7 %. Rohöl der Sorte Brent an der Intercontinental Exchange kostete 73,87 US-Dollar pro Barrel, ein Rückgang von 0,1 % gegenüber dem vorherigen Schlusskurs.

Nach den starken Gewinnen der Vorwoche gaben beide Indizes am Montag nach, da die Anleger Gewinne mitnahmen.

Aktivität der chinesischen Raffinerien geht zurück

Die jüngsten Daten zur industriellen Produktion aus China zeigen, dass die Raffinerien im November ihre Aktivitäten reduziert haben.

Die im letzten Monat verarbeitete Rohölmenge sank auf den niedrigsten Stand seit fünf Monaten und lag bei 14,3 Millionen Barrel pro Tag, da einige Verarbeiter ihre Anlagen wegen saisonaler Wartungsarbeiten stilllegten.

Laut den von der ING Group zitierten Daten von Mysteel OilChem wurden im vergangenen Monat fünf staatliche Werke zur saisonalen Wartung geschlossen.

Dazu gehört auch die Sinopec Fujian Refining & Chemical Co., die eine jährliche Raffineriekapazität von 12 Millionen Tonnen hat.

Inzwischen war auch die Inlandsnachfrage schwächer und sank im Jahresvergleich um rund 2,1 % auf etwas mehr als 14 Millionen Barrel pro Tag. Die kumulative scheinbare Nachfrage sank im Jahresvergleich um 3,3 % auf 14 Millionen Barrel pro Tag in den ersten 11 Monaten des Jahres.

Außerdem ist das Wachstum des Einzelhandelsumsatzes in China im letzten Monat zurückgegangen, während die Immobilienpreise im Oktober gegenüber dem Vorjahr sanken.

Schlechte Wirtschaftsdaten und eine schwächere inländische Nachfrage nach dem Brennstoff zeichnen ein düsteres Bild für den Ölverbrauch in dem asiatischen Riesen.

David Morrison, Senior Market Analyst bei Trade Nation, sagte:

China ist der weltweit größte Rohöl-Importeur.

Ölpreise: Händler im Auge auf Fed-Treffen

Der Markt wird außerdem am Mittwoch auf die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank warten.

Laut dem CME FedWatch-Tool haben die Händler eine Wahrscheinlichkeit von 95,4 % eingepreist, dass die US-Notenbank die Zinsen um 25 Basispunkte senken wird.

Die Zentralbank hatte die Zinsen bereits zweimal in diesem Jahr gesenkt: einmal im September um 50 Basispunkte und einmal im November um 25 Basispunkte.

Analysten und Händler erwarten, dass die US-Notenbank im nächsten Jahr die Zinsen zweimal senken wird.

Ein widerstandsfähiger Arbeitsmarkt und hartnäckige Inflation in den USA haben jedoch die Aussichten auf den Zinssenkungskurs der Bank getrübt.

Am Mittwoch wird der Rohstoffmarkt nach Hinweisen auf die nächsten Schritte der US-Notenbank im Jahr 2025 Ausschau halten.

Niedrigere Zinssätze senken die Kreditkosten für die Bevölkerung und steigern gleichzeitig die Nachfrage der Industrie. Dies dürfte sich auch in einer höheren Nachfrage nach Rohstoffen wie Rohöl niederschlagen.

Morrison sagte: