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Der DAX-Index hat gerade einen heftigen Rückgang erlitten: Zeit zum Kaufen?

Der DAX-Index hat gerade einen heftigen Rückgang erlitten: Zeit zum Kaufen?
Crispus Nyaga
20. Dez. 2024, 10:58 AM
  • Der DAX-Index hat in den letzten Tagen nachgegeben.
  • Es gibt Bedenken hinsichtlich der möglichen deutschen Risiken.
  • Die Entscheidung der Federal Reserve hat die Kurse der Staatsanleihen nach oben getrieben.

Der DAX-Index ist sieben Tage in Folge gefallen, da die Bedenken hinsichtlich der Falkenhaltung der US-Notenbank und der Zölle von Donald Trump anhielten. Der Index, der die größten Unternehmen Deutschlands abbildet, fiel auf 19.780 Euro, den niedrigsten Stand seit dem 2. Dezember. Er ist gegenüber seinem Höchststand in diesem Jahr um 3,75 % gefallen.

Deutsche Aktien konfrontiert mit Risiken

Der DAX-Index ist zurückgegangen, da viele deutsche Aktien dieser Woche potenziellen Risiken ausgesetzt waren. In Deutschland gibt es politische Risiken, da die Regierung nach der Entlassung des Finanzministers durch Olaf Scholz zusammengebrochen ist. Das Land wird nun im Februar zu Wahlen gehen.

Die deutsche Wirtschaft steckt in einer Krise und die Regierung ist zusammengebrochen. Daten zeigen, dass die Wirtschaft seit der Pandemie kaum gewachsen ist, während das US-Bruttoinlandsprodukt im gleichen Zeitraum um 12 % gestiegen ist. Wenn dieser Trend anhält, wird sie bald von Indien überholt.

Leider verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage im Land, da einige Unternehmen weiterhin mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. So spricht beispielsweise Volkswagen, einer der größten Hersteller, von Kostensenkungen und Werksschließungen.

Die Autoindustrie, die Deutschland seit Jahren stützt, steckt in einer existenziellen Krise, da die Konkurrenz aus China zunimmt. Unternehmen wie XPeng, BYD und Li Auto versuchen alle, Marktanteile im Land zu gewinnen.

Auch der DAX-Index stürzte nach derFalkenhaltung der US-Notenbank ab. Diese deutete an, dass sie 2025 nur zwei Zinssenkungen vornehmen wird, weniger als in den vier Jahren zuvor. Infolgedessen haben die meisten globalen Aktienkurse nachgegeben, da die US-Anleiherenditen weiter steigen. Deutsche Aktien reagieren tendenziell stärker auf Maßnahmen der Fed als auf die des Europäischen Zentralbanks.

Auch der DAX-Index ist aufgrund der steigenden Zölle zurückgegangen. Der amerikanische Präsident Donald Trump warnte, er werde Zölle auf europäische Waren erheben, wenn die EU nicht mehr amerikanische Energie kaufe.

Ein Handelskrieg zwischen Europa und den Vereinigten Staaten würde viele Unternehmen im DAX-Index aufgrund ihrer Ausrichtung auf die USA treffen. So erzielen beispielsweise Firmen wie Volkswagen, BMW, Adidas und Siemens den Großteil ihres Umsatzes in den USA.

Mehr dazu: Deshalb ist der DAX auf ein Rekordhoch gestiegen

Top-Aktien aus Deutschland im Jahr 2024

Viele deutsche Unternehmen haben in diesem Jahr gute Geschäfte gemacht. Siemens Energy, das 2023 beinahe zusammengebrochen wäre, ist in diesem Jahr um 312 % gestiegen, nachdem es eine staatlich unterstützte Rettungsaktion erhalten hatte.

Rheinmetall, ein führender Rüstungskonzern, ist um 113 % gestiegen, was auf die steigende Nachfrage nach militärischer Ausrüstung aufgrund der verschärften geopolitischen Lage zurückzuführen ist.

Die anderen deutschen Aktien mit der besten Performance waren MTU Aero, Zalando, SAP, Commerzbank und Deutsche Bank. Die Aktien der Commerzbank stiegen, nachdem die italienische Großbank Unicredit Aktien gekauft hatte.

Im DAX-Index gab es einige auffällige Verlierer. Die Bayer-Aktie stürzte in diesem Jahr um über 44 % ab, während Deutsche Post, Porsche, BMW, RWE, Sartorius und Volkswagen um über 20 % fielen.

DAX-Indexanalyse

Das Tagesdiagramm zeigt, dass der DAX 40-Index Anfang dieses Monats bei 20.512 € seinen Höchststand erreichte und dann zurückging. Er ist auf die wichtige Unterstützung bei 19.676 € gefallen, ein bemerkenswertes Niveau, das sein höchster Schwung im Oktober war.

Das Paar hat sich den 50- und 25-Tage-Durchschnittslinien genähert, während die beiden Linien des MACD-Indikators nach unten geneigt sind. Auch der Relative Strength Index (RSI) hat nach unten gezeigt.

Der Index wird sich daher wahrscheinlich erholen, da er ein Break-and-Retest-Muster gebildet hat, ein beliebtes Fortsetzungssignal. Weitere Gewinne werden bestätigt, wenn der Index über das Jahreshoch von 20.500 € zurückspringt.