Neue Eigenheimverkäufe in den USA erholen sich im November, doch Sorgen über die Hypothekenzinsen bleiben bestehen

Neue Eigenheimverkäufe in den USA erholen sich im November, doch Sorgen über die Hypothekenzinsen bleiben bestehen
Deepali Singh
23. Dez. 2024, 19:23 PM
  • Die Verkäufe neuer Häuser in den USA stiegen im November nach einem durch den Hurrikan verursachten Rückgang um 5,9 %.
  • Die Verkaufszahlen für Oktober wurden von 610.000 auf 627.000 Einheiten nach oben korrigiert.
  • Der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Festdarlehen stieg letzte Woche auf 6,72 %.

Die Verkäufe neuer Häuser in den USA haben im November einen deutlichen Aufschwung erlebt und sich von dem Einbruch erholt, der im Vormonat durch die Hurrikane verursacht wurde.

Diese positive Entwicklung wird jedoch durch Bedenken hinsichtlich steigender Hypothekenzinsen gedämpft, die im kommenden Jahr möglicherweise zu einem Rückgang der Verkäufe führen könnten.

Der Wohnungsmarkt, ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesundheit, bewegt sich derzeit in einem komplexen Umfeld, das sowohl von Naturereignissen als auch von Anpassungen der Geldpolitik beeinflusst wird.

November-Erholung: Anstieg der Neuverkäufe von Eigenheimen

Das Census Bureau des Handelsministeriums meldete am Montag, dass die Verkäufe neuer Eigenheime im vergangenen Monat um 5,9 % auf eine saisonbereinigte Jahresrate von 664.000 Einheiten gestiegen seien.

Auch das Absatztempo für Oktober wurde nach oben auf 627.000 Einheiten korrigiert, nachdem zuvor 610.000 Einheiten gemeldet worden waren.

Dieses Wachstum übertraf die Prognosen der Ökonomen, die einen Anstieg auf 660.000 Einheiten vorhergesagt hatten, und zeigt die Widerstandsfähigkeit des Marktes.

Der Verkauf neuer Häuser, der etwa 15 % des gesamten US-Haushaltverkaufs ausmacht, wird zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung erfasst und ist von Monat zu Monat tendenziell volatil.

Die Jahresumsatzzahlen für November zeigten ein Plus von 8,7 % und unterstrichen die grundlegende Stärke des Marktes.

Volatilität der Hypothekenzinsen

Trotz der positiven Verkaufszahlen steht der Immobilienmarkt vor Herausforderungen durch steigende Hypothekenzinsen.

Daten von Freddie Mac zeigen, dass der durchschnittliche Zinssatz für die beliebte 30-jährige Hypothek mit festem Zinssatz letzte Woche auf 6,72 % gestiegen ist, nachdem er in der Vorwoche auf 6,60 % gefallen war.

Diese Volatilität unterstreicht die Empfindlichkeit des Immobilienmarktes gegenüber Schwankungen der Zinssätze.

Vorsichtige Vorgehensweise der Fed

Die Entscheidung der Federal Reserve letzte Woche, den Leitzins über Nacht um 25 Basispunkte auf den Bereich von 4,25 % bis 4,50 % zu senken, war zwar erwartet, wurde aber mit der Prognose von nur zwei Zinssenkungen im Jahr 2025 verbunden.

Diese überarbeitete Prognose steht im Gegensatz zu ihren früheren Erwartungen vom September, die vier Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte im Jahr 2025 nahelegten.

Der vorsichtigere Ansatz der Fed spiegelt die Bedenken hinsichtlich der anhaltenden Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft und der hartnäckigen Inflation wider.

Dieser bescheidenere Zinssenkungspfad für das nächste Jahr spiegelt auch die Unsicherheit über die Politik der künftigen Regierung von Präsident-elect Donald Trump wider, einschließlich der vorgeschlagenen Zölle auf importierte Waren, Steuersenkungen und Massenabschiebungen von illegalen Einwanderern, die nach Ansicht von Ökonomen die Inflation anheizen könnten.

Diese Unsicherheit hat auch dazu beigetragen, dass die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen letzte Woche ein neues 6 1/2-Monatshoch erreichte.

Da die Hypothekenzinsen an die 10-jährige Staatsanleihe gekoppelt sind, wird erwartet, dass diese Erhöhung den Immobilienmarkt weiter beeinflussen wird.