Tilray-Aktien stehen trotz potenzieller Legalisierung von Cannabis durch Trump 2.0 vor Herausforderungen

Tilray-Aktien stehen trotz potenzieller Legalisierung von Cannabis durch Trump 2.0 vor Herausforderungen
Wajeeh Khan
23. Dez. 2024, 20:26 PM
  • Tilray-CEO sagt, Trump könnte Cannabis auf Bundesebene legalisieren.
  • Hier ist der Grund, warum eine solche Entwicklung die TLRY-Aktien möglicherweise immer noch nicht helfen kann.
  • Die Tilray-Aktie ist derzeit gegenüber ihrem Jahreshoch um mehr als 50 % gefallen.

Der Vorstandsvorsitzende von Tilray Inc (NASDAQ: TLRY), Irwin Simon, geht davon aus, dass die Freizeitnutzung von Cannabis unter Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten auf Bundesebene legalisiert wird.

Mit anderen Worten erwartet er, dass die Legalisierung in den nächsten vier Jahren erfolgen wird.

Diese Prognose machte Simon in einem aktuellenInterview mit Fox Business.

Aber selbst wenn der gewählte Präsident in diese Richtung geht, gibt es Grund zu der Annahme, dass die Tilray-Aktie weiterhin Probleme haben könnte.

Lassen Sie uns untersuchen, warum.

Warum hatte Tilray in Deutschland Probleme?

Der Freizeitkonsum von Cannabis ist bereits in zwei großen Märkten legalisiert worden: in Deutschland und Kanada. Beide Länder haben jedoch noch immer strenge Vorschriften.

In Deutschland beispielsweise bleibt es illegal, einen Cannabisladen zu eröffnen.

Wenn Sie es also haben möchten, müssen Sie es entweder selbst anbauen oder einem lizenzierten Club beitreten, dem die Aufnahme von mehr als 500 Mitgliedern untersagt ist.

Und es gibt nicht so viele dieser Clubs in ganz Deutschland. Außerdem sind die Clubs bei der Auswahl ihrer Mitglieder ziemlich wählerisch.

Ja, Deutschland hat den Freizeitkonsum von Cannabis legalisiert – die Versorgung im Land bleibt jedoch ziemlich eingeschränkt.

Deshalb war Tilray in Deutschland nicht übermäßig erfolgreich und die Enttäuschung könnte sich wiederholen, selbst wenn die USA Cannabis auf Bundesebene legalisieren.

Warum hatte TLRY in Kanada Schwierigkeiten?

Der Wettbewerb stellt für Tilray in Kanada seit der Legalisierung des Freizeitkonsums von Cannabis im Jahr 2018 eine große Hürde dar.

Wenn die USA diesem Beispiel folgen, könnten sich weitere Akteure dem Rennen anschließen, was Tilray möglicherweise dazu zwingen könnte, um Marktanteile zu kämpfen.

Außerdem könnten starke lokale Konkurrenten mit etablierten Beziehungen und Lieferketten die Situation für TLRY schwierig machen.

Schließlich kann auch nicht völlig ausgeschlossen werden, dass zumindest einige potenzielle Kunden weiterhin illegale Kanäle nutzen, um Cannabis zu erwerben und so die Vorschriften zu umgehen.

Die bundesweite Legalisierung von Cannabis in den USA wäre also sicherlich ein bedeutsames Ereignis für die Tilray-Aktie. Die Herausforderungen, denen das Unternehmen bisher ausgesetzt war, könnten sich jedoch auch in den USA wiederholen und so sein Aufwärtspotenzial im Jahr 2025 einschränken.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels ist die Tilray-Aktie gegenüber ihrem Jahreshoch um mehr als 50 % gefallen.

Lohnt es sich, in Tilray-Aktien zu investieren?

Die Finanzen von Tilray waren in den letzten Jahren ziemlich inkonsistent.

Und wenn die Legalisierung auf Bundesebene das ist, was dazu nötig ist, dann bleibt TLRY bestenfalls eine spekulative Investition, da es sich derzeit nur um eine Vorhersage handelt, dass Trump 2.0 ein Rückenwind für den Cannabismarkt sein wird.

Die künftige Regierung selbst hat bisher keine derartigen Pläne angekündigt.

Das ist einer der Gründe, warum die Wall-Street-Analysten derzeit eine Konsens-Bewertung „Halten“ für die Tilray-Aktie abgeben, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auch keine Dividende zahlt.