Wall Street nach den Feiertagen auf der Bremse: Aktien schwanken, Volumen sinkt

Wall Street nach den Feiertagen auf der Bremse: Aktien schwanken, Volumen sinkt
Deepali Singh
26. Dez. 2024, 21:46 PM
  • Nach einer ruhigen Sitzung nach der starken Leistung am Heiligabend sinkt das Handelsvolumen.
  • Die Zahl der wiederkehrenden Anträge steigt auf den höchsten Stand seit drei Jahren, während die Zahl der Erstantragsteller leicht zurückgeht.
  • Analysten sehen Potenzial für Gewinne bis zum Jahresende, warnen aber vor Volatilität im Januar.

Nach einer starken Performance am Heiligabend verzeichnete der Aktienmarkt am Donnerstag eine verhaltene Sitzung, da die gemischten Arbeitslosenzahlen nur wenig Anreiz für größere Bewegungen boten.

Der S&P 500 konnte zwar einen Teil seiner früheren Verluste wieder wettmachen, konnte aber aufgrund des geringen Handelsvolumens aufgrund der Schließungen der großen europäischen Märkte keine nennenswerten Gewinne erzielen.

Diese ruhige Sitzung spiegelt einen Markt wider, der vor dem Jahresende eine Verschnaufpause einlegt und nun den Blick auf die Volatilitätspotenziale im neuen Jahr richtet.

Der Marktfokus richtet sich auf 2025

Die Wall Street reagierte weitgehend gleichgültig auf die jüngsten Wirtschaftsdaten, die einen Anstieg der Anträge auf US-Arbeitslosenunterstützung auf ein Dreijahreshoch zeigten und darauf hindeuten, dass es für Arbeitslose länger dauert, neue Jobs zu finden.

Im Gegensatz dazu sanken die Erstansprüche auf Arbeitslosenunterstützung in der Woche bis zum 21. Dezember auf 219.000.

Kenny Polcari von SlateStone Wealth sagte gegenüber Bloomberg: „Die Ökonomie-Daten sind bis zum neuen Jahr kein Thema. Weihnachten liegt hinter uns, aber das neue Jahr steht vor der Tür. Die Volumina werden gedämpft bleiben.“

Dieses Gefühl unterstreicht die Verschiebung des Marktfokus von aktuellen Wirtschaftsdaten hin zu zukünftigen Aussichten und potenziellen Risiken.

Jahresendrallye oder Januarvolatilität?

Obwohl der Markt Stärke zeigt, ist das Erreichen neuer Höchststände ein wichtiger Diskussionspunkt unter den Analysten, die unterschiedliche Ansichten über die Entwicklung des Marktes haben.

Jonathan Krinsky von BTIG glaubt zwar, dass der S&P 500 bis zum Jahresende weiter steigen und möglicherweise ein neues Allzeithoch über 6.100 erreichen kann, erwartet aber auch, dass die Volatilität im Januar wieder aufkommen wird.

Krinsky merkte an: „Wenn der S&P 500 neue Höchststände erreicht, wird es massive Divergenzen in Breite und Dynamik geben, was ein weiteres Warnsignal ist, wenn wir in den Januar kommen.“

Diese Beobachtung legt nahe, dass die aktuelle Rallye die zugrunde liegenden Schwächen des Marktes möglicherweise verschleiert.

Megakapitalien gemischt, GameStop steigt: Ein Blick auf die Marktbewegungen

Der S&P 500 pendelte um die Marke von 6.035, während der Nasdaq 100 um 0,1 % fiel und der Dow Jones Industrial Average weitgehend unverändert blieb.

Die meisten Megacap-Aktien verzeichneten einen Rückgang, mit Ausnahme von Apple Inc., die nach einer optimistischen Einschätzung von Wedbush besser abschnitten.

GameStop Corp., ein beliebter Meme-Aktie, erholte sich nach einem X-Post von Keith Gill, auch bekannt als Roaring Kitty.

Diese Bewegungen spiegeln die anhaltende Dynamik innerhalb des Marktes wider und heben sowohl etablierte Akteure als auch diejenigen hervor, die durch das Interesse des Einzelhandels angetrieben werden.

Staatsanleiherenditen sinken, Dollar steigt, Bitcoin fällt

Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen sank um zwei Basispunkte auf 4,57 %.

Der Bloomberg Dollar Spot Index stieg unterdessen um 0,1 %.

Auf dem Kryptowährungsmarkt sank der Bitcoin-Kurs, da Händler nach einem Rekordanstieg ihr Risiko reduzierten. Dies spiegelt die Auswirkungen der vorsichtigen Haltung der Fed gegenüber spekulativen Investitionen wider.

Strategische Schritte und Upgrades durch Analysten

Alibaba Group Holding Ltd. gab eine Vereinbarung zur Fusion seiner südkoreanischen Aktivitäten mit der E-Commerce-Plattform von E-Mart Inc. bekannt. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens im südkoreanischen Online-Einzelhandel zu verbessern.

Raymond James stufte Progressive Corp. ebenfalls von „Market Perform“ auf „Outperform“ hoch und begründete dies mit dem „langjährigen Wachstum und der Wertschöpfung“ des Unternehmens, die ein solides Argument dafür seien, dass es als Kernaktie für Großkapital-Wachstumsanleger betrachtet werden könne.

Wichtige Ereignisse und Marktdaten:

Zu den wichtigsten bevorstehenden Ereignissen zählen der japanische Verbraucherpreisindex, die Arbeitslosenquote, die Industrieproduktion und der Einzelhandelsumsatz in Tokio sowie die US-amerikanischen Warenhandelsdaten, die alle für Freitag geplant sind.

Was die konkreten Marktdaten betrifft, so blieb der S&P 500 weitgehend unverändert, während der Nasdaq 100 um 0,1 % fiel und der Dow Jones Industrial Average ähnlich stabil blieb.

Der Bloomberg Dollar Spot Index stieg um 0,1 %, während der Euro bei 1,0416 $ stabil blieb.

Das britische Pfund fiel um 0,3 % auf 1,2521 US-Dollar, während der japanische Yen um 0,4 % auf 157,98 pro Dollar fiel.

Auf dem Kryptowährungsmarkt fiel Bitcoin um 3,1 % auf 95.412,59 US-Dollar und Ether um 4,2 % auf 3.318,68 US-Dollar.

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank um zwei Basispunkte auf 4,57 %. Die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen blieb unverändert bei 2,32 %, und die Rendite zehnjähriger britischer Staatsanleihen blieb ebenfalls unverändert bei 4,58 %.

Der Preis für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate sank um 0,9 % auf 69,44 US-Dollar pro Barrel, während der Spotpreis für Gold um 0,6 % auf 2.633,44 US-Dollar pro Unze stieg.